Der Ortskern und größte Ortsteil von Ippensen ist Groß-Ippensen. Im südlichen Teil der Ortschaft liegt der WeilerIppensen-Süd, der gemäß der Hauptsatzung kein eigener Ortsteil der Gemeinde Vierden ist. Zwischen den beiden Orten liegt der Sportplatz des SV Ippensen.
Klein Ippensen liegt nordwestlich von Groß Ippensen und besteht aus etwa einem Dutzend Häusern. Die Grenze zwischen den beiden Dörfern ist der Kuhbach, ein Fluss, der in die Oste mündet.
Beim Bau des Radwegs Richtung Sellhorn, kurz hinter Klein Ippensen, wurde 1989 eine Einzelgrabanlage entdeckt. Archäologische Untersuchungen ergaben, dass die Grabanlage um 2000 v. Chr. entstanden ist.
1729 bestand der Ort aus zehn Vollhöfen, einem Halbhof und einem Neusiedler. Bei einem Brand 1788 brannten drei Höfe ab; mindestens einer wurde wieder aufgebaut.
1859 bestand der Ort aus einunddreißig Häusern und zehn Vollhöfen. In der Franzosenzeit mussten die Bauern aus Ippensen beim Bau der Napoleonsstraße von Paris über Bremen, Scheeßel und Hamburg nach Lübeck helfen. Zudem mussten sie Kriegsgerät nach Magdeburg transportieren.
1851 hatte der Ort drei Grundeigentümer.
Durch den Bau der Eisenbahnstrecke Zeven-Tostedt ersparten sich die Ippensener Bauern den weiten Weg für Güter wie Dünger zum Bahnhof Tostedt. Sie konnten jetzt zu den Bahnhöfen Kuhmühlen und Sittensen gehen, was ihnen viel Zeit ersparte.
Während des Ersten Weltkrieges kamen zahlreiche Menschen aus Gelsenkirchen nach Ippensen, um der Hungersnot und Arbeitslosigkeit in der Stadt zu entgehen. 13 Soldaten aus Ippensen fielen. Ihnen zu Ehren wurde 1922 ein Kriegerdenkmal eingeweiht.
1919 wurde die Dorfstraße befestigt und 1928 der Kirchenweg nach Sittensen gebaut. Die Kolonie Ippensen-Süd wurde 1929 gegründet.
Ab 1933 hatte die NSDAP in Ippensen das Sagen. Der Bürgermeister wurde nicht mehr demokratisch gewählt, sondern von der Partei ernannt.
In den 1930er Jahren wurde im Ort der erste Trecker (ein Lanz Bulldog) angeschafft. Im Ort waren fünf Autos zugelassen; der Lehrer fuhr ein Motorrad mit Beiwagen.
1938 bestand der Ort aus fünfunddreißig Häusern und hatte 236 Einwohner.
Durch Ippensen verlaufen drei Kreisstraßen zusammen: Die K 139 geht im Norden als K 54 in den Landkreis Stade über nach Ahrenswohlde, wo sie sich mit der L 127 kreuzt. Sie verläuft dann weiter nach Ahlerstedt, wo sie an der L 124 endet. Nach Süden verläuft die K 139 über Ippensen-Süd nach Lengenbostel bei Zeven, wo sie in der L 130 endet. In Groß Ippensen zweigt die K 134 ab, die über Steddorf nach Heeslingen führt, wo sie in der L 124 endet. Von der K 134 zweigt dann noch in Groß Ippensen die K 123 ab, die über Klein Meckelsen und Groß Meckelsen führt. Dort endet sie in der L 142.
Der nächste Autobahnanschluss ist die A 1 in Sittensen.
Bis 1815 besuchten die Kinder aus Ippensen noch die Sonntagsschule in der Kirche Sittensen. Um 1815 wurde die erste Schule in Ippensen gegründet. Als Unterrichtsraum diente entweder eine Wohnstube oder das Backhaus. Lehrer waren vom Pastor ausgewählte Knechte und Tagelöhner, die nur notdürftig lesen, schreiben und rechnen konnten.
1848 wurde das erste Schulhaus gebaut, das eine 25 m² große Schulstube hatte. Ab 1950 wurden ausgebildete Lehrkräfte eingestellt. Die Kosten trug bereits damals die Gemeinde.
Nach 1918 wurde eine neue Schule gebaut und 1966 wieder geschlossen. Die Grundschule gibt es in Klein Meckelsen.