Sittensen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 17′ N, 9° 30′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Rotenburg (Wümme) | |
| Samtgemeinde: | Sittensen | |
| Höhe: | 31 m ü. NHN | |
| Fläche: | 18,53 km² | |
| Einwohner: | 6264 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 338 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 27419 | |
| Vorwahl: | 04282 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ROW, BRV | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 57 044 | |
| LOCODE: | DE SIT | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Markt 11 27419 Sittensen | |
| Website: | www.sittensen.de | |
| Bürgermeister: | Diedrich Höyns (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Sittensen im Landkreis Rotenburg (Wümme) | ||
Sittensen (plattdeutsch Zittens) ist eine Gemeinde und der Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde Sittensen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sittensen liegt in der Zevener Geest im Süden der Samtgemeinde umgeben von den Gemeinden Klein und Groß Meckelsen, Lengenbostel, Tiste und Vierden. Südlich grenzen die Gemeinde Hamersen und die Samtgemeinde Fintel mit den Gemeinden Helvesiek und Stemmen an, im Norden die Gemeinden Wohnste und Vierden. Durch Sittensen verläuft der Fluss Oste, der in der früheren Ortsmitte die Wassermühle Sittensen angetrieben hatte. An dieser Stelle staut sich der Fluss auf und bildet den Mühlenteich, der von einem kleinen Park umgeben ist.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bremervörde 40 km |
Stade 40 km |
Buxtehude 28 km |
| Zeven 17 km |
Tostedt 16 km | |
| Rotenburg (Wümme) 23 km |
Scheeßel 13 km |
Schneverdingen 32 km |
| Partei / Liste | 2021[26] | 2016[27] |
| SPD | 7 | 8 |
| CDU | 6 | 5 |
| Grüne | 2 | 2 |
| WFB* | 1 | 1 |
| FDP | 1 | 1 |
| Gesamt | 17 | 17 |
* Wählergemeinschaft Freier Bürger Sittensen
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister ist Diedrich Höyns (SPD). Er wurde in der Ratssitzung am 4. November 2021[28] gewählt.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wappen der Gemeinde ist längs zweigeteilt. Auf der nichtheraldisch linken Seite findet sich eine Heiligengestalt (der heilige Dionysius) auf rotem Grund, auf der nichtheraldisch rechten Seite die St.-Dionysius-Kirche des Ortes auf einer grünen Fläche und einem silbernen Flusslauf (die hier fließende Oste).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- St.-Dionysius-Kirche von 1613 mit Turm von 1909 und Anbau von 1892
- Pfarrhaus Kirchenweg 6 von 1905, heute Kirchenbüro
- Wassermühle Sittensen vom 16. Jh., Gebäude von 1854 in Fachwerk und Backstein; heute Handwerkermuseum Sittensen mit gegenüberliegender Scheune
- Wohn- und Wirtschaftsgebäude Am Markt 10 von um 1900 in Backstein; heute Gemeindehaus der Ev.-luth. Christusgemeinde
- Moorbahn Burgsittensen
- Freilichtbühne Königshof – Schauplatz plattdeutschen Laientheaters
- Scheune Alte Dorfstraße 7 von 1791 als sehr verfallener Gefügebau
- Schafställe in Sittensen am Appeler Weg und in der Feldmark vom 18. und 19. Jh. in Fachwerk
Museen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heimathaus Sittensen mit Backhaus, Speicher und Schafstall
- Wassermühle mit Handwerkermuseum, Schmiede und Stellmacherei
Naturdenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Hochmoor und Naturschutzgebiet Ekelmoor mit dem NSG Tister Bauernmoor und einem Aussichtsturm
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Reitclub Königshofer Heide Sittensen
- Golf Club Königshof Sittensen
- VfL Sittensen
- Reitverein Sittensen
- St.-Dionysius-Kirche im März 2006
- Die Freilichtbühne „Königshof“
- Sittenser Mühlenteich
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schiene
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bahnhof Sittensen liegt an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt, die jedoch nicht im SPNV befahren wird. Der nächste Bahnhof mit Personenverkehr befindet sich in Tostedt.
Straße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Gemeinde verläuft die Bundesautobahn 1 mit der Anschlussstelle 47 Sittensen, die Sittensen an das überregionale Verkehrsnetz anschließt.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ludwig Otto Ehlers (1805–1877), evangelisch-lutherischer Pastor, Kirchenrat und Superintendent
- Johann Jakob Hoops (1840–1916), Bremer Pädagoge
- Hans Helmers (1894–1982), Politiker (DVP, NSDAP, DP)
- Hans Heinrich Seedorf (1923–2020), Geograph und Historiker
- Wilhelm Brunkhorst (1936–2007), Kommunalpolitiker (CDU)
- Georg Hauser (1946–2024), Archäologe
- Wolfgang Schilling (1955–2018), Fußballspieler
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
- ↑ Wohnste Kreis Rotenburg (Wümme), aus Vergangenheit und Gegenwart eines Geestdorfes. Gemeinde Wohnste (Hrsg.). J.F. Zeller, Zeven 1992, ISBN 3-922913-08-3.
- ↑ Das Handwerkermuseum Sittensen. Landschaftsverband Stade ( vom 17. Dezember 2007 im Internet Archive).
- ↑ Seedorf, Hans Heinrich, Wilhelm Seedorf, Wilhelm Vieths: Zeitzeugengeschichte der Börde Sittensen 1918–1956. Weimarer Republik – Nationalsozialismus – Zweiter Weltkrieg – Zusammenbruch und Nachkriegszeit. J.F. Zeller, Zeven 2006, hier S. 50–52.
- ↑ Seedorf et al., 2006; S. 53.
- ↑ Seedorf et al., 2006; S. 57, 63.
- ↑ Historie. Samtgemeinde Sittensen, abgerufen am 1. Mai 2024.
- ↑ Seedorf et al., 2006; S. 80–81, 96–97.
- ↑ Heimatbuch des Kreises Viersen. Oberkreisdirektor Viersen (Hrsg.). 43. Folge, 1992, S. 139 (PDF; 19,3 MB).
- ↑ Seedorf et al., 2006; S. 114.
- ↑ Seedorf et al., 2006; S. 131–132, 143–148, 157, 178, 183.
- ↑ Seedorf et al., 2006; S. 207, 232–234, 241, 254.
- ↑ Energie-Chronik auf der Webseite von Udo Leuschner
- ↑ Sittensen – Brandanschlag auf islamischen Gebetsraum. In: sueddeutsche.de. 11. Mai 2010, abgerufen am 29. November 2014.
- ↑ Brandanschlag in Sittensen: Hauptverdächtiger Neonazi lernte bei NPD. In: rp-online.de. 27. März 2008, abgerufen am 31. Januar 2024.
- ↑ Rentner schoss jugendlichem Räuber in den Rücken. In: Spiegel Online. 15. Dezember 2010, abgerufen am 29. November 2014.
- ↑ Wohlhabender Rentner (77) erschiesst Räuber (16). Bild, 20. Dezember 2010 ( vom 7. Oktober 2013 im Webarchiv archive.today).
- ↑ Bruno Schrep: Hey Hase, lebst du noch? In: Der Spiegel. Nr. 21, 2011 (online).
- ↑ Lars Koch: War Todesschuss auf Einbrecher doch keine Notwehr? In: abendblatt.de. 23. Dezember 2011, abgerufen am 28. Januar 2024.
- ↑ 77-Jähriger erschießt Räuber: Sittensen: Polizei findet Masken und Waffe der Täter. In: augsburger-allgemeine.de. 9. November 2019, abgerufen am 26. Februar 2024.
- ↑ Rentner tötet Räuber mit Schuss in den Rücken. Rhein-Zeitung, 15. Dezember 2010 ( vom 22. April 2014 im Internet Archive).
- ↑ Emilia Smechowski: Wenn die Grenzen verschwimmen. In: taz.de. 5. August 2011, abgerufen am 29. November 2014.
- ↑ Tödliche Schüsse auf jungen Räuber. 80-Jähriger vor Gericht. In: Focus Online. 23. April 2014, abgerufen am 23. April 2014.
- ↑ Thorsten Penz: Revision gegen Urteil im Sittensen-Prozess. In: kreiszeitung-wochenblatt.de. 6. November 2014, abgerufen am 29. November 2014.
- ↑ Wolfgang Janisch Karlsruhe: Schuss in den Rücken. In: sueddeutsche.de. 2015, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 30. Mai 2018]).
- ↑ Ergebnis Gemeinderatswahl 2021. Abgerufen am 12. August 2022.
- ↑ Kommunalwahlergebnis 2016, Gemeinde Sittensen, abgerufen am 17. September 2019
- ↑ SessionNet | Kalender 2021 November. Abgerufen am 3. September 2022.
