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Etyek

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Etyek
Etyek (Ungarn)
Etyek (Ungarn)
Etyek
Basisdaten
Staat: Ungarn Ungarn
Region: Mitteltransdanubien
Komitat: Fejér
Kleingebiet bis 31.12.2012: Bicske
Kreis: Bicske
Koordinaten: 47° 27′ N, 18° 45′ OKoordinaten: 47° 26′ 57″ N, 18° 45′ 11″ O
Fläche: 53,27 km²
Einwohner: 4.510 (1. Jan. 2025)
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 22
Postleitzahl: 2091
KSH-kód: 02316
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart: Großgemeinde
Gliederung: Etyek, Botpuszta
Bürgermeister: Tamás Zólyomi[1] (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Körpince köz 4
2091 Etyek
Website:
(Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office)

Etyek ['ɛcɛk] (deutsch Edeck)[2] ist eine ungarische Großgemeinde im Kreis Bicske im Komitat Fejér. Zur Großgemeinde gehört der Ortsteil Botpuszta.[2] Der Name Etyek wird auch für die umliegende Weinbauregion benutzt.

Geografische Lage

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Etyek befindet 22,5 Kilometer südwestlich des Zentrums der Hauptstadt Budapest und grenzt im Nordwesten an die Kreisstadt Bicske. Nachbargemeinden sind Herceghalom, Biatorbágy, Pusztazámor, Sóskút, Gyúró und Alcsútdoboz.

Eine erste urkundliche Erwähnung fand Etyek als „Ethik“ im Jahre 1326. Der Name des Dorfes wurde ursprünglich von einer Person mit dem Namen „Ete“ abgeleitet. Durch Krieg und Hungersnöte wurde die ungarische Bevölkerung zwischen 1593 und 1683 dezimiert. Ab 1723 wurden katholische Bauern aus Württemberg in Etyek angesiedelt. 1741 kam die zweite Welle der Deutschen an. 1776 lebten 1091 Personen in Etyek. Von 1814 bis 1816 wurde die neobarocke Kirche „Maria Heimsuchung“ erbaut. Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Großgemeinde 535 Häuser und 3114 Einwohner auf einer Fläche von 5461 Katastraljochen.[3] Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Vál im Komitat Fejér. Im Zweiten Weltkrieg kämpften ungarndeutsche Edecker in den rumänischen und ungarischen Armeen auf der Seite des Deutschen Reiches, aber auch in der Wehrmacht und in der Waffen-SS. Im März 1946 wurden 2300 deutschstämmige Personen ausgewiesen (etwa 80 % der Bevölkerung). Nach der Enteignung siedelten sich die Vertriebenen der Gemeinde Etyek in der amerikanischen Besatzungszone überwiegend wieder in der Nähe von Stuttgart an. 1986 wurde der Gedenkstein der Edecker in Lauffen am Neckar auf dem Parkfriedhof eingeweiht. Auf der Frontseite ist eine Darstellung der Kirche „Maria Heimsuchung“ zu sehen und auf der Rückseite: „Wir gedenken der Heimat.“

Gemeindepartnerschaften

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Etyek führt eine Gemeindepartnerschaft mit dem baden-württembergischen Remshalden, die im August 1994 in Remshalden und im Oktober 1995 in Etyek unterzeichnet wurde.

Sehenswürdigkeiten

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  • Heimatkundliche Sammlung
  • Kalvarienberg
  • Korda Filmstudios (Korda Filmstúdiók)
  • Marienstatue aus dem Jahr 1771
  • Reformierte Kirche, erbaut 1839 im spätbarocken Stil
  • Römisch-katholische Kirche Sarlós Boldogasszony, erbaut 1814–1816 nach Plänen von József Rieder im spätbarocken Stil
  • Römisch-katholische Kirche Szeplőtelen Fogantatás, erbaut im 15. Jahrhundert, umgebaut 1794 (im Ortsteil Botpuszta)
  • Traditionelle Weinkeller
  • „Ungarischer Brunnen“ (Magyar-kút)
  • Weltkriegsdenkmäler und sowjetisches Soldatendenkmal zum Gedenken der Opfer beider Weltkriege

In Etyek treffen die Landstraßen Nr. 8106 und Nr. 8108 aufeinander. Es bestehen Busverbindungen nach Bicske sowie über Biatorbágy nach Budapest. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich gut sechs Kilometer nördlich in Herceghalom.

Einzelnachweise

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  1. Helyi önkormányzati választások 2024. június 9. - Etyek. Nemzeti Választási Iroda, 2. August 2024, abgerufen am 31. Mai 2026 (ungarisch, englisch).
  2. 1 2 Magyarország helységnévtára: Etyek. Daten zur Großgemeinde. In: ksh.hu. Központi Statisztikai Hivatal, abgerufen am 31. Mai 2026 (ungarisch, englisch).
  3. Etyek. In: A Magyar Korona Országainak helységnévtára 1913. Budapest 1913, S. 539 (ungarisch).
Commons: Etyek – Sammlung von Bildern