Esquiule
Erscheinungsbild
| Esquiule Eskiula | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Pyrénées-Atlantiques (64) | |
| Arrondissement | Oloron-Sainte-Marie | |
| Kanton | Oloron-Sainte-Marie-1 | |
| Gemeindeverband | Haut Béarn | |
| Koordinaten | 43° 12′ N, 0° 42′ W | |
| Höhe | 190–661 m | |
| Fläche | 28,58 km² | |
| Einwohner | 522 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 18 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 64400 | |
| INSEE-Code | 64217 | |
Ortseingangsschild von Esquiule | ||
Esquiule ist eine französische Gemeinde mit 522 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015: Kanton Oloron-Sainte-Marie-Ouest).
Die Bewohner werden Esquiulais oder Esquiulaises genannt.[1] Der Name in der gascognischen Sprache lautet Esquiula.[2] Der Name der Gemeinde lautet in der baskischen Sprache Eskiula.[3]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Esquiule liegt ca. 10 km westlich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn.
Die höchste Erhebung im Gebiet der Gemeinde ist der Sommet de Cambillou (661 m).[4]
Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:
| Géronce Orin |
Moumour | ||||||||
| Barcus | Oloron-Sainte-Marie | ||||||||
| Ance-Féas Aramits |
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 617 | 538 | 497 | 474 | 523 | 500 | 541 | 534 | 522 |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche, gewidmet der Unbefleckten Empfängnis. Die Pfarrgemeinde wurde im 17. Jahrhundert von Barcus unabhängig und so wurde die erste Kirche in Esquiule im Jahre 1645 auf der Basis mehrerer durch die Gemeinde aufgenommenen Anleihen gebaut. Nachdem sie 1859 von einem Blitz getroffen worden war, wurde sie 1873 insgesamt als unzureichend und veraltet angesehen. Von 1874 bis 1879 wurden das Langhaus und der Chor neu errichtet. Der Glockenturm über dem Eingang wurde von 1882 bis 1885 gebaut. Das Tympanon über dem Haupteingang trägt das Datum 1885, das Jahr, in dem die neue Kirche geweiht wurde. Vor 1894 wurde die Malerei auf den Wänden und auf dem Gewölbe durch das Atelier des Pfarrers und Künstlers Xavier Montaut aus Oloron-Sainte-Marie realisiert. Das Langhaus hat ein Hauptschiff, flankiert von zwei Kapellen, die ein falsches Querschiff bilden. Emporen auf zwei Ebenen überragen auf drei Seiten das Kirchenschiff, wie in baskischen Kirchen üblich.[12][13]
- Ruinen des ehemaligen Schlosses Jauréguia. Der Sohn von Guicharnaud de Mesples, der am Ende des 16. Jahrhunderts die Grundherrschaft von Esquiule erlangte, ließ um 1600 ein Schloss im Renaissancestil erbauen. Von der Anlage ist als intaktes Gebäudeteil nur der Treppenturm übrig geblieben, da die Baumaterialien der anderen Partien dazu verwendet wurden, das Schloss in Aren zu restaurieren. Das mit Efeu bewachsene Gebäude trägt eine Spindeltreppe mit einer Spindel aus Sandstein. Das ehemalige, heute nicht mehr vorhandene Wohnhaus bestand aus zwei Flügeln, die einen Turm umschlossen. Von der Kapelle sind nur die runde Apsis und hohe Fenster übrig geblieben.[14]
- Verzierter Türsturz. Es gibt noch viele Häuser in Esquiule, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, wie die Inschriften auf den Türstürzen belegt. In einem dieser Beispiele ist die Jahreszahl 1826 und die Inschrift „CASE NOVE“, neues Haus, auf einem rechteckigen Stein eingemeißelt. Außerdem sind in der Mitte ein lateinisches Kreuz, Symbol der katholischen Religion, und Motive in Form von Wellen und Blumen zu erkennen.[15]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Landwirtschaft und Dienstleistungen sind wichtige Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde. Esquiule liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[16]
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[17]
Gesamt = 59
Gesamt = 59
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule.[18]
Sport und Freizeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Wanderweg von 10,7 km Länge mit einem Höhenunterschied von 520 m führt vom Ortszentrum zum Sommet de Cambillou. Der gleiche Weg kann auch mit dem Fahrrad oder mit dem Pferd durchgeführt werden.[19]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Esquiule ist erreichbar über die Routes départementales 24, 159 und 524.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Esquiule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Esquiule auf der Website des Tourismusbüros des ehemaligen Gemeindeverbands (französisch)
- Esquiule auf der Website des Tourismusbüros des Gemeindeverbands (französisch)
- Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch)
- Website der Filière Porc Basque (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Esquiule. Gasconha.com, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Lieux – toponymie: Eskiula (Zuberoa). Königliche Akademie der Baskischen Sprache, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ géoportail – Esquiule. Institut national de l’information géographique et forestière, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Ma commune : Esquiule. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- 1 2 3 Esquiule. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 9. September 2016; abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- 1 2 Esquiule Histoire du village. Gemeinde Esquiule, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 62, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 18. Mai 2017 (englisch).
- 1 2 Notice Communale Esquiule. EHESS, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Populations légales 2014 Commune d’Esquiule (64217). INSEE, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église de l’Immaculée Conception. Visites en Aquitaine, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ église paroissiale de l’Immaculée-Conception. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Ruines de l’ancien château Jauréguia. Visites en Aquitaine, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Linteau de porte sculpté dans le village d’Esquiule. Visites en Aquitaine, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Esquiule (64217). INSEE, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
- ↑ La porte du Pays Basque. (PDF) Tourismusbüro des Piémont Oloronais, abgerufen am 18. Mai 2017 (französisch).
