Audaux
Erscheinungsbild
| Audaux | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Pyrénées-Atlantiques (64) | |
| Arrondissement | Oloron-Sainte-Marie | |
| Kanton | Le Cœur de Béarn | |
| Gemeindeverband | Béarn des Gaves | |
| Koordinaten | 43° 22′ N, 0° 47′ W | |
| Höhe | 98–229 m | |
| Fläche | 7,33 km² | |
| Einwohner | 171 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 23 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 64190 | |
| INSEE-Code | 64075 | |
| Website | www.audaux.fr | |
Schloss von Audaux | ||
Audaux ist eine französische Gemeinde mit 171 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Le Cœur de Béarn (bis 2015: Kanton Navarrenx).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Audaux liegt ca. 28 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie im Béarn.
Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:
| Castetbon Loubieng |
|||||||||
| Ossenx Araujuzon |
Bugnein | ||||||||
| Araux | Viellenave-de-Navarrenx |
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 244 | 270 | 264 | 215 | 203 | 220 | 196 | 198 | 172 |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1991 findet jedes Jahr am dritten Wochenende im Juli eine Montgolfiade am Schloss statt.[5]
Bauwerke
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- Schloss von Audaux. Das aus Stein gebaute Schloss wurde 1423 das erste Mal erwähnt. Françoise d’Audaux heiratete im 16. Jahrhundert Jean de Gontaut, einen Leutnant des französischen Königs im Périgord. Ihr Sohn, Armand de Gontaut, konvertierte zum Protestantismus und wurde von Johanna III., Königin von Navarra, zum Generalleutnant, später zum Seneschall vom Béarn ernannt. 1568 wechselte er das Lager erneut, weil er sich gegen die Verwüstung von Kirchen durch die protestantischen Truppen stellte, und schloss sich Baron de Terride an, der vom König den Auftrag hatte, das Béarn für die katholische Partei einzunehmen. Nach der erfolglosen Belagerung von Navarrenx im Jahre 1569 zog Baron de Terride ab, um Orthez einzunehmen. Die protestantische Armee folgte den katholischen Truppen, und auf dem Weg nach Orthez verwüstete sie Audaux und das Schloss. Nach dem Tod Armands im Jahre 1592 wurde das Schloss teilweise im Renaissance-Stil wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammen die Kreuzstockfenster im Innenhof. Im Jahre 1650 erwarb Jean de Gassion, Präsident des Parlaments von Navarra, das Lehen von Audaux und somit auch das Schloss. Einige Jahre später führte sein Sohn Restaurierung und Umbau des Schlosses durch, die ihm sein heutiges Aussehen im barocken Stil mit Hauptwohnhaus und den beiden Seitenflügeln verliehen. Das Schloss beherbergt seit 1945 mehrere private Lehreinrichtungen.[8][9]
- Kirche von Audaux. Nachdem die Kirche im Hugenottenkrieg durch protestantische Truppen 1569 zerstört worden war, ist sie 1667 restauriert und vergrößert worden, wie an einer Inschrift über dem Eingang abzulesen ist. Er präsentiert sich im barocken Stil mit einem Frontgiebel, der von einem glatten Medaillon unterbrochen ist und einem darüber angebrachten steinernen Kreuz. Anders als die sonst glatte Fassade des Gotteshauses ist der Glockenturm mit einem Natursteinmauerwerk versehen. Der Altaraufsatz im barocken Stil stammt aus dem 17. Jahrhundert.[10][11]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Audaux liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[12]
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[13]
Gesamt = 28
Gesamt = 28
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Audaux wird durchquert von den Routes départementales 27, 427 und 947, der ehemaligen Route nationale 647, und ist über eine Linie des Busnetzes Transports 64 mit Orthez und Navarrenx und damit anderen Gemeinden des Départements verbunden.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Isaac de Portau (1617–nach 1643), genannt Porthos, ist die Vorlage für Alexandre Dumas zu seiner gleichnamigen fiktiven Figur in seinem Roman Die drei Musketiere. Als Spross einer protestantischen Familie aus Audaux ist er am 2. Februar 1617 in Pau geboren und war Musketier in der Garde des französischen Königs.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Audaux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch)
- Website der Filière de l’AOC Porc Basque (französisch)
- Linienbusse „Transports 64“ des Départements (französisch)
- Private Lehreinrichtungen Sainte-Bernadette im Schloss von Audaux (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ma commune : Audaux. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch).
- ↑ géoportail. Institut national de l’information géographique et forestière, abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch).
- ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 16, abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch).
- 1 2 Notice Communale Andaux. EHESS, abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch).
- 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Audaux. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 4. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2021 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006 Commune d’Audaux (64075). INSEE, abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch).
- ↑ Populations légales 2014 Commune d’Audaux (64075). INSEE, abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch).
- ↑ Résumé de l’histoire d’AUDAUX. Gemeinde Audaux, archiviert vom am 4. Februar 2017; abgerufen am 4. Februar 2017 (französisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Château d’Audaux, dit de Gassion. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 4. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2021 (französisch).
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église d’Audaux. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 4. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2021 (französisch).
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Retable de l’église d’Audaux. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 4. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2021 (französisch).
- ↑ Liste des produits par commune. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom am 5. Februar 2017; abgerufen am 6. Februar 2017 (französisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Audaux (64075). INSEE, archiviert vom am 6. Februar 2017; abgerufen am 13. Juni 2021 (französisch).
