Buzy
Erscheinungsbild
| Buzy | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Pyrénées-Atlantiques (64) | |
| Arrondissement | Oloron-Sainte-Marie | |
| Kanton | Oloron-Sainte-Marie-2 | |
| Gemeindeverband | Vallée d’Ossau | |
| Koordinaten | 43° 8′ N, 0° 27′ W | |
| Höhe | 296–561 m | |
| Fläche | 16,70 km² | |
| Einwohner | 1.006 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 60 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 64260 | |
| INSEE-Code | 64157 | |
| Website | https://buzy.fr/ | |
Rathaus von Buzy | ||
Buzy ist eine französische Gemeinde mit 1006 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-2 (bis 2015: Kanton Arudy).
Die Bewohner werden Buzéens oder Buzéennes genannt.[1] Der Name in der gaskognischen Sprache lautet Busi.[2]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Buzy liegt ca. 20 km südöstlich von Oloron-Sainte-Marie am Eingang des Vallée d’Ossau in der historischen Provinz Béarn.
Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:
| Lasseubetat Gan |
|||||||||
| Buziet | Rébénacq Bescat | ||||||||
| Arudy |
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 899 | 838 | 840 | 940 | 951 | 880 | 867 | 929 | 1.006 |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kirche, gewidmet Saturninus von Toulouse, der um 250 n. Chr. von Papst Fabianus zur Mission nach Gallien gesandt worden ist und erster Bischof von Toulouse war. Die Kirche ist im Jahre 1734 errichtet worden und hat mehrfache Änderungen im 19. Jahrhundert erfahren, insbesondere was den Glockenturm und Maueröffnungen betrifft. Das Langhaus birgt drei Kirchenschiffe. Das Besondere an dem Gotteshaus ist ein Gisant aus dem 16. Jahrhundert. Es handelt sich um Joannès de Aula oder Jean de La Salle, geboren 1445 in Busy, gestorben 1522. Er war Bischof von Couserans, später Bischof von Lascar.[9]
- Kapelle, gewidmet Maria. Die kleine Kapelle am Ortsrand war in früheren Zeiten dem heiligen Blasius von Sebaste gewidmet. Der Wechsel des Patroziniums erfolgte im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts im Zuge der Wiederherstellung der katholischen Konfession im Béarn.[10]
- Herrenhaus de Lassalle. Das im Renaissancestil errichtete Gebäude gehörte im 16. Jahrhundert wahrscheinlich Joannès de Aula, oder Jean de La Salle genannt, dessen Gisant sich in der Ortskirche befindet. Ein viereckiger Turm ist in der Mitte der Westfassade an das eingeschossige Wohnhaus gebaut. Der Zugang zum Gebäude führt über eine Spindeltreppe innerhalb des Turms. Die Außenmauern der Gebäude sind aus Kieselsteinen verschiedenen Ursprungs verbunden mit Kalksteinblöcken errichtet.[11]
- Haus Balesta. Häuser mit Toreinfahrten mit Kielbogen und Koppelfenstern werden im Ossautal häufig angetroffen, aber keine Straßenfassade aus Natursteinmauerwerk wie bei diesem Gebäude. Dieser Gebäudeteil scheint auch der älteste Teil des Bauwerks zu sein. Spuren eines ehemaligen Turmes sind anhand der Struktur des Mauerwerks zu erkennen. Die späteren Trakte sind rund um einen Innenhof errichtet worden. Bemerkenswert sind auch die Staffelgiebel, bei der jede Stufe von einer Schieferplatte gedeckt ist.[12]
- Dolmen von Buzy.
- Felsen, genannt Caillou de Téberne. In der unmittelbaren Nähe des Dolmens ragt ein unregelmäßig geformter Felsen empor, ein Relikt des einstigen Gletschers von Ossau. Auch der Felsen besaß eine kultische Funktion, wie mysteriöse Inschriften zeigen. In seiner Nachbarschaft befand sich ein weiterer flacher Stein mit zwölf Sonnenkreisen, jeder mit einem Durchmesser von ungefähr 10 cm. Er ist zweifellos aus der Bronzezeit datiert und heute im Museum von Arudy ausgestellt.[13]
Wirtschaft und Infrastruktur
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Der wichtigste Faktor der Wirtschaft der Gemeinde sind Ackerbau und Viehzucht.[4]
Buzy liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch.[14]
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[15]
Gesamt = 95
Gesamt = 95
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Buzy verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule mit 68 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2016/2017.[16]
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fernwanderweg GR 78 von Carcassonne nach Saint-Jean-Pied-de-Port führt durch die Gemeinde. Er folgt einem Nebenweg des Jakobswegs nach Santiago de Compostela.[17]
Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich ein Motocross-Rundkurs mit einer Länge von 1.300 Metern.

Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Buzy wird durchquert von den Routes départementales 34, 920 (ehemalige Route nationale 618b) und 936 (ehemalige Route nationale 636).
Die Linie 63 des TER Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, bedient mehrmals täglich die Bahnstrecke von Pau nach Bedous über Oloron-Sainte-Marie. Es befindet sich ein Halt auf dem Gebiet der Gemeinde außerhalb des Ortszentrums in nördlicher Richtung gelegen.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jean de Préchac (1647–1720), Schriftsteller
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Buzy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Website des TER Aquitaine (französisch)
- Website des Tourismusbüros des Kantons (französisch)
- Website des Tourismusbüros des Gemeindeverbands
- Website des Motocross-Clubs von Buzy (französisch)
- Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch)
- Buzy auf der Karte von Cassini 1750
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ Buzy. Gasconha.com, abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ Ma commune : Buzy. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- 1 2 3 Conseil régional d’Aquitaine: Buzy. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 22. März 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
- 1 2 Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 38, abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 22. März 2017 (englisch).
- 1 2 Notice Communale Buzy. EHESS, abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ Populations légales 2014 Commune de Buzy (64157). INSEE, abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ Église Saint-Saturnin de Buzy. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 23. März 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
- ↑ Chapelle de la Vierge. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 22. März 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
- ↑ Gentilhommière de Lassalle. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 23. März 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
- ↑ Maison Balesta. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 22. März 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
- ↑ Rocher dit Caillou de Téberne. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 22. März 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité: Ossau-Iraty. Abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ INSEE: Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Buzy (64157). Ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. März 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ École maternelle et élémentaire. Nationales Bildungsministerium, archiviert vom am 22. März 2017; abgerufen am 22. März 2017 (französisch).
- ↑ GR®78 : le chemin du piémont pyrénéen. Comité Régional de la Randonnée Pédestre Midi-Pyrénées, archiviert vom am 8. November 2017; abgerufen am 4. April 2023 (französisch).
