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Colin Fleming

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Colin Fleming (* 13. August 1984 in Linlithgow) ist ein ehemaliger britischer Tennisspieler aus Schottland. Seine Erfolge feierte er vornehmlich im Doppel, wobei der Einzug ins Masters-Finale von Montreal 2013 seinen größten Erfolg darstellt. Seit 2019 ist er Kapitän der britischen Fed-Cup-Mannschaft.[1]

Anfänge (2004–2008)

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Fleming begann 2004 professionell Tennis zu spielen und konnte zusammen mit seinem damaligen Doppelpartner Jamie Murray, Bruder von Top-10-Spieler Andy Murray, einige Future-Turniere gewinnen. Im Sommer 2006 war er im ATP-Ranking unter den Top 200 zu finden.

Um sein Studium in Betriebswirtschaftslehre auf der University of Stirling abzuschließen, unterbrach Fleming zunächst 2006 und 2007 seine Tennisprofikarriere.

2008 kam Fleming zurück und schaffte es, sechs Future-Doppelturniere in Serie zu gewinnen. Innerhalb von drei Monaten gelang ihm so der Sprung von Platz 1230 auf 422.

Etablierung in Top 100 der Doppel-Weltrangliste (2009–2012)

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Nachdem er mit seinem neuen Doppelpartner Ken Skupski Anfang 2009 wieder einige Future-Turniere gewonnen hatte, trat er auch auf der ATP Challenger Tour an. Bereits bei seinem ersten Anlauf konnte er in Jersey das Finale erreichen und zwei Monate später gewann er das Challenger-Doppelturnier in Cremona. Bei seinem ersten Anlauf nach seinem Comeback bei einem ATP-Turnier im Londoner Queen’s Club konnten Skupsi und Fleming das topgesetzte Paar Bob und Mike Bryan in zwei Sätzen schlagen; sie verloren dann im Viertelfinale in drei Sätzen gegen Łukasz Kubot und Oliver Marach. Mit dem Sieg beim ATP-Turnier in Metz gelang Fleming der Sprung unter die Top 100 der ATP-Weltrangliste. Anfang November 2009 konnte die Paarung auch das Turnier in Sankt Petersburg gewinnen.

2010 verlief weniger erfolgreich auf der ATP Tour, er gewann allerdings drei Challenger-Turniere und erreichte in Eastbourne das Finale. Außerdem siegte er zusammen mit Jocelyn Rae beim Mixed-Doppel der Commonwealth Games. Als die Resultate nicht besser wurden, entschloss sich das Duo Fleming und Skupski im Oktober 2010 zur Trennung. Mit seinen neuen Partnern Ross Hutchins und abermals Jamie Murray gelangen ihm bis zum Ende des Jahres noch zwei weitere Challenger-Doppeltitel.

2011 konnte Fleming mit der Finalteilnahme in Casablanca mit Igor Zelenay an alte Erfolge anknüpfen. Mit seinem nun wieder dauerhaften Doppelpartner Hutchins gewann er zwei Challenger-Turniere und sie erreichten das Viertelfinale in Wimbledon sowie bei den US Open. Im November konnten sie ihren Erfolg von 2009 beim Turnier in St. Petersburg wiederholen.

In der Saison 2012 spielte er weiterhin mit Hutchins zusammen und konnte gleich beim ersten Grand-Slam-Turnier, den Australian Open, mit dem Einzug ins Achtelfinale seinen größten Erfolg bei diesem Turnier feiern. Den beiden Briten gelangen in Delray Beach und Eastbourne zwei weitere Titel. Im weiteren Verlauf des Jahres erreichten Fleming und Hutchins auch noch in Newport und bei den Malaysian Open das Finale. Außerdem erzielten sie mit der Halbfinalteilnahme beim Masters-Turnier in Schanghai und der Achtelfinalteilnahme bei den US Open weitere Erfolge.

Bestes Turnierjahr und Rücktritt (2013–2017)

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Beim zweiten Turnier 2013 in Auckland gelang Fleming mit seinem zeitweiligen Partner Bruno Soares, gegen den er noch bei den Malaysian Open 2012 im Finale verloren hatte, der sechste Turniererfolg seiner Karriere. Im selben Jahr gelang ihm mit Rohan Bopanna der Titelgewinn in Marseille. Das Jahr wurde Flemings bestes, er erreichte seine persönliche Höchstplatzierung von Rang 13 im September und schloss wie im Vorjahr auf Platz 27 ab. 2015 folgte schließlich mit Jonathan Erlich in Shenzhen sein achter und letzter Turniersieg.

Im Januar 2017 beendete Fleming seine Karriere als Spieler, um neuer Nationaltrainer bei Tennis Scotland zu werden.[2] Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Colin Fleming Tennisspieler
Colin Fleming
Colin Fleming
Colin Fleming 2013
Nation: Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag: 13. August 1984
(41 Jahre)
Größe: 188 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 2004
Rücktritt: 2017
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 1.076.823 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 1:2
Höchste Platzierung: 359 (14. September 2009)
Doppel
Karrierebilanz: 173:153
Karrieretitel: 8
Höchste Platzierung: 17 (9. September 2013)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open AF (2012)
French Open 2R (2010, 2011, 2016)
Wimbledon VF (2011)
US Open VF (2011, 2013)
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open VF (2012)
French Open 1R (2013, 2014)
Wimbledon VF (2012)
US Open VF (2012)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)
Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP World Tour Finals
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500
ATP International Series
ATP World Tour 250 (8)
ATP Challenger Tour (10)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (7)
Sand (0)
Rasen (1)
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 27. September 2009  Metz Hartplatz (i)  Ken Skupski  Arnaud Clément
 Michaël Llodra
2:6, 6:4, [10:5]
2. 1. November 2009 St. Petersburg (1) Hartplatz (i) Vereinigtes Königreich Ken Skupski  Jérémy Chardy
 Richard Gasquet
2:6, 7:5, [10:4]
3. 30. Oktober 2011 St. Petersburg (2) Hartplatz (i)  Ross Hutchins Michail Jelgin
Alexander Kudrjawzew
6:3, 6:75, [10:8]
4. 4. März 2012  Delray Beach Hartplatz Vereinigtes Königreich Ross Hutchins  Michal Mertiňák
 André Sá
2:6, 7:65, [15:13]
5. 23. Juni 2012  Eastbourne Rasen Vereinigtes Königreich Ross Hutchins  Jamie Delgado
 Ken Skupski
6:4, 6:3
6. 12. Januar 2013  Auckland Hartplatz  Bruno Soares  Johan Brunström
 Frederik Nielsen
7:61, 7:62
7. 24. Februar 2013  Marseille Hartplatz (i)  Rohan Bopanna  Aisam-ul-Haq Qureshi
 Jean-Julien Rojer
6:4, 7:63
8. 4. Oktober 2015  Shenzhen Hartplatz  Jonathan Erlich  Chris Guccione
 André Sá
6:1, 6:73, [10:6]
ATP Challenger Tour
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Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 15. November 2008  Jersey Hartplatz (i)  Ken Skupski  Chris Guccione
 Márcio Torres
6:3, 6:2
2. 23. Mai 2009  Cremona Hartplatz Vereinigtes Königreich Ken Skupski  Daniele Bracciali
 Alessandro Motti
6:2, 6:1
3. 1. August 2009  Granby Hartplatz Vereinigtes Königreich Ken Skupski  Amir Hadad
 Harel Levy
6:3, 7:66
4. 24. Oktober 2009  Orléans Hartplatz (i) Vereinigtes Königreich Ken Skupski  Sébastien Grosjean
 Olivier Patience
6:1, 6:1
5. 5. Juni 2010  Nottingham (1) Rasen Vereinigtes Königreich Ken Skupski  Eric Butorac
 Scott Lipsky
7:63, 6:4
6. 12. November 2010  Astana Hartplatz (i)  Ross Hutchins Michail Jelgin
Alexander Kudrjawzew
6:3, 7:610
7. 20. Januar 2010  Bratislava Hartplatz (i)  Jamie Murray  Travis Parrott
 Filip Polášek
6:2, 3:6, [10:6]
8. 16. April 2011  Athen Hartplatz  Scott Lipsky  Matthias Bachinger
 Benjamin Becker
kampflos
9. 4. Juni 2011  Nottingham (2) Rasen Vereinigtes Königreich Ross Hutchins  Dustin Brown
 Martin Emmrich
4:6, 7:68, [13:11]
10. 13. September 2014  Istanbul Hartplatz  Jonathan Marray  Jordan Kerr
 Fabrice Martin
6:4, 2:6, [10:8]

Finalteilnahmen

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Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 19. Juni 2010  Eastbourne (1) Rasen  Ken Skupski  Mariusz Fyrstenberg
 Marcin Matkowski
3:6, 7:5, [8:10]
2. 10. April 2011  Casablanca Sand  Igor Zelenay  Robert Lindstedt
 Horia Tecău
2:6, 1:6
3. 15. Juli 2012  Newport Rasen  Ross Hutchins  Scott Lipsky
 Santiago González
6:73, 3:6
4. 30. September 2012  Kuala Lumpur Hartplatz (i) Vereinigtes Königreich Ross Hutchins  Alexander Peya
 Bruno Soares
7:5, 5:7, [7:10]
5. 21. Juni 2013 Vereinigtes Königreich Eastbourne (2) Rasen  Jonathan Marray  Alexander Peya
 Bruno Soares
6:3, 3:6, [8:10]
6. 28. Juli 2013  Atlanta (1) Hartplatz Vereinigtes Königreich Jonathan Marray  Édouard Roger-Vasselin
 Igor Sijsling
6:76, 3:6
7. 11. August 2013  Montreal Hartplatz  Andy Murray  Alexander Peya
 Bruno Soares
4:6, 6:74
8. 4. Mai 2014  München Sand Vereinigtes Königreich Ross Hutchins  Jamie Murray
 John Peers
4:6, 2:6
9. 22. Februar 2015 Frankreich Marseille (1) Hartplatz (i) Vereinigtes Königreich Jonathan Marray  Marin Draganja
 Henri Kontinen
4:6, 6:3, [8:10]
10. 2. August 2015 Vereinigte Staaten Atlanta (2) Hartplatz  Gilles Müller  Bob Bryan
 Mike Bryan
6:4, 6:72, [4:10]
11. 21. Februar 2016 Frankreich Marseille (2) Hartplatz (i)  Jonathan Erlich  Mate Pavić
 Michael Venus
2:6, 3:6
Commons: Colin Fleming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Colin Fleming neuer Kapitän der britischen Fed-Cup-Mannschaft. In: tennisnet.com. 20. Dezember 2018, abgerufen am 21. Dezember 2018.
  2. Stewart Fisher: Tennis: Colin Fleming is excited to begin new national coach role. In: thenational.scot. The National, 18. Januar 2017, abgerufen am 4. April 2017 (englisch).