Bussnang
Erscheinungsbild
| Bussnang | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | |||||||||
| Kanton: | |||||||||
| Bezirk: | Weinfelden | ||||||||
| BFS-Nr.: | 4921 | ||||||||
| Postleitzahl: | 9503 Lanterswil 9503 Stehrenberg 9504 Friltschen 9517 Mettlen 9565 Bussnang 9565 Oberbussnang 9565 Oppikon 9565 Rothenhausen 9565 Schmidshof | ||||||||
| Koordinaten: | 723842 / 268842 | ||||||||
| Höhe: | 445 m ü. M. | ||||||||
| Höhenbereich: | 416–723 m ü. M.[1] | ||||||||
| Fläche: | 18,88 km²[2] | ||||||||
| Einwohner: | 2615 (31. Dezember 2024)[3] | ||||||||
| Einwohnerdichte: | 139 Einw. pro km² | ||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 18,7 % (31. Dezember 2024)[4] | ||||||||
| Website: | www.bussnang.ch | ||||||||
Bussnang | |||||||||
| Lage der Gemeinde | |||||||||
| 1850 | 1900 | 1920 | 1950 | 1990 | 2000 | 2010 | 2018 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Politische Gemeinde | 1862 | 1872 | 1767 | 1981 | 1810 | 2085 | 2109 | 2342 | 2568 |
| Munizipalgemeinde | 2062 | 2058 | 1950 | 2220 | 2259 | ||||
| Ortsgemeinde | 267 | 270 | 428 | 453 | |||||
| Quelle | [6] | [10] | [12] | ||||||
Von den insgesamt 2568 Einwohnern der Ortschaft Bussnang (Politische Gemeinde) am 31. Dezember 2023 waren 453 bzw. 17,6 % ausländische Staatsbürger. 959 (37,3 %) waren evangelisch-reformiert und 668 (26,0 %) römisch-katholisch.[12]
Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bussnang wird geprägt durch Stadler Rail, einen der zehn weltweit grössten Eisenbahnhersteller.[13] Stadler Rail hat in Bussnang seit 1962 seinen Hauptsitz, als das Unternehmen auf der Suche nach grösseren Räumlichkeiten aus Zürich in den Thurgau zog. In Bussnang ist zudem neben dem Vertrieb auch das Kompetenzzentrum der Typenreihen SMILE, FLIRT und GTW sowie des Bereichs Tailor Made (inklusive Zahnradbahnen und Breitspurfahrzeuge) beheimatet.
Im Ortsteil Mettlen werden die Bamix-Stabmixer produziert.
Im Jahr 2018 bot Bussnang 2686 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen) – mehr als die gesamte Einwohnerschaft der Gemeinde. Davon waren 7,1 % in der Land- und Forstwirtschaft, 76,5 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 16,4 % im Dienstleistungssektor tätig.[14]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bussnang liegt an der Bahnlinie Weinfelden – Wil.
Kultur und Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Lanterswil findet einmal im Jahr ein Einachserrennen statt.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nebeneinander stehen im Ortszentrum die alte Evangelische Kirche Bussnang (15. Jh., früher als paritätische Kirche gemeinsam benutzt) und die 1935 nach Plänen des expressionistischen Architekten Otto Linder errichtete katholische Kirche St. Joseph, ein Rundbau mit dem Grundriss eines vierblättrigen Kleeblatts.[15][16]
Das für die Gemeinde bedeutendste Baudenkmal ist die 1882 erbaute und 2011 renovierte Fussgänger-Hängebrücke über die Thur, die wegen ihrer Schwankungen «Ganggelisteg» genannt wird. Ortsbildprägend ist auch die ca. 300 Meter lange Eisenbahnbrücke südlich des Ortskerns.
Nachdem in der Gemeinde bis in die 1930er-Jahre die letzten Weinberge verschwunden waren, wurde 2012 unterhalb der katholischen Kirche ein neuer Weinberg angelegt, in der Grösse von ca. 600 Reben. Ein dafür gegründeter Weinbauverein pflegt den Weinberg auf der Nikolauswiese, die nach dem 2. Patron der Kirche, dem Heiligen Nikolaus von Myra, benannt wurde.
Wertbühl ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.
- Wertbühl, Gemeinde Bussnang
- Restaurant zur Traube, Reformierte und (dahinter) Katholische Kirche
- Eisenbahnbrücke bei Bussnang
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kilian Kesselring (1583–1650), Generalwachtmeister und Ehegerichtsschreiber
- Ernst Stadler (1908–1981), Ingenieur, Unternehmer, Gründer Stadler Fahrzeuge AG (heutige Stadler Rail).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Bussnang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019. Auf der Website der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (Excel-Tabelle; 0,1 MB), abgerufen am 20. Juni 2022.
- 1 2 3 4 5 6 7 André Salathé: Bussnang. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. - ↑ Kirche Bussnang. Auf der Webseite der Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken, 2019
- ↑ StiASG, Urk. II 48. Online auf e-chartae, abgerufen am 19. Juni 2020.
- 1 2 Geschichte. Auf der Webseite der Gemeinde Bussnang, abgerufen am 24. November 2019
- 1 2 3 Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden. Kanton Thurgau, 1850–2000 (Excel-Tabelle; 0,1 MB),
Wohnbevölkerung – Wohnbevölkerung der Gemeinden 1990, 2000, 2010 und 2011 (PDF; 1,3 MB) und
Ortschaften und ihre Wohnbevölkerung. Ausgabe 2019 (Excel-Tabelle; 0,1 MB). Auf der Website der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 20. Juni 2022. - 1 2 Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
- 1 2 3 Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung 2024. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ Das sind die größten Zughersteller der Welt. In: WirtschaftsWoche. 29. September 2017, abgerufen am 28. Juni 2022.
- ↑ Thurgau in Zahlen 2021. Abgerufen am 15. März 2023.
- ↑ Cornelia Stäheli, Erich Trösch: Die katholische Kirche St. Josef in Bussnang. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 830, Serie 83). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2008, ISBN 978-3-85782-830-0.
- ↑ Angelus Hux und Alexander Troehler: KlangRäume. Kirchen und Orgeln im Thurgau. S. 128.
- Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. ( vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.
- Thurgau in Zahlen 2019. Auf der Website der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau (PDF-Datei; 1,8 MB), abgerufen am 28. April 2020.
<references> definierte <ref>-Element mit dem Namen „Areal“ wird im vorausgehenden Text nicht verwendet.Referenzfehler: Das in <references> definierte <ref>-Element mit dem Namen „TG in Zahlen“ wird im vorausgehenden Text nicht verwendet.



