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Alpbach

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Alpbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Alpbach
Alpbach (Österreich)
Alpbach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Tirol Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 58,37 km²
Koordinaten: 47° 24′ N, 11° 57′ OKoordinaten: 47° 23′ 55″ N, 11° 56′ 38″ O
Höhe: 975 m ü. A.
Einwohner: 2.510 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 43 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6236
Vorwahl: 05336
Gemeindekennziffer: 7 05 01
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Alpbach 168
6236 Alpbach
Website: www.alpbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Bischofer (OLA)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(15 Mitglieder)

4 ZAM, 4 FÜR, 3 AL, 3 OLA, 1 FPÖ

Lage von Alpbach im Bezirk Kufstein
Lage der Gemeinde Alpbach im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)
Lage der Gemeinde Alpbach im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Alpbach
Alpbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Alpbach (mundartlich Åibåch) ist eine Gemeinde im Bezirk Kufstein in Tirol in Österreich mit 2510 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) und liegt am Ende des Alpbachtals. Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Rattenberg. Die Gemeinde ist nach dessen Hauptort (ein Dorf) benannt, wo der Sitz der Gemeindeverwaltung ist.

Bekannt ist Alpbach insbesondere durch sein weitgehend einheitliches Ortsbild im traditionellen Holzbaustil sowie als Austragungsort des seit 1945 jährlich stattfindenden Europäischen Forums Alpbach.[1]

Alpbach liegt in den Kitzbüheler Alpen südöstlich des Inntals. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Alpbachs bis nach Inneralpbach und umfasst zahlreiche Weiler und Einzelhöfe. Die Höhenlage reicht von den Talbereichen auf rund 700 Metern bis zu den Gipfeln der umliegenden Berge mit über 2400 m ü. A.[1][2]

Alpbach liegt in den Kitzbüheler Alpen im inneren Alpbachtal am Fuß des 1898 Meter hohen Gratlspitz. Der Ortsteil Inneralpbach (mundartlich Innătåi) bildet den Talschluss.

Der Große Galtenberg mit seinen 2424 m ü. A. liegt am südlichen Talschluss von Alpbach und ist vom Ortsteil Inneralpbach aus zu erreichen. Zwischen Alpbach und Reith im Alpbachtal liegt im Südwesten das Wiedersberger Horn mit einer Höhe von 2127 m ü. A., welches touristisch sowohl im Winter als Skigebiet als auch im Sommer genutzt wird. Der Schatzberg im Osten trennt mit seinen 1898 m ü. A. Alpbach von der Wildschönau.

Das Gemeindegebiet ist geprägt von Almflächen, Bergwäldern und den Gipfeln der Kitzbüheler Alpen. Zu den bekanntesten Bergen zählen der Große Galtenberg (2424 m ü. A.), das Wiedersberger Horn (2127 m ü. A.), die Gratlspitze (1899 m ü. A.) sowie die Joelspitze (1964 m ü. A.). Das gesamte Tal wird vom Alpbach durchflossen, der schließlich bei Brixlegg in den Inn mündet.[1][3]

Gemeindegliederung

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Gliederung
Katastralgemeinden Ortschaften in der Gemeinde

Alpbach (58,38 km²)

Alpbach (D)

Außerland (R)
Außerneader (ZH)
Bach (R)
Dorferwinkel (R)
Dörfl (D)
Feilmoos (D)
Haus (R)
Hausberg (ZH)
Hochzeile (ZH)
Inneralpbach (D)
Innerneader (ZH)
Lagerhaus (R)
Mitterzeile (R)
Moos (R)
Tierberg (R)
Trat (D)
Legende zur Gliederungstabelle
In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Klammer ist die jeweilige Fläche in km² angegeben.
In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene derselben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt.

Die wichtigsten der verwendeten Abkürzungen sind:

  • M = Hauptort der Gemeinde
  • Stt = Stadtteil
  • R = Rotte
  • W = Weiler
  • D = Dorf
  • ZH = Zerstreute Häuser
  • Sdlg = Siedlung
  • Hgr = Häusergruppe
  • E = Einzelgehöft (nur wenn sie eine eigene Ortschaftskennziffer haben)

Die komplette Liste der Statistik Austria ist in: Topographische Siedlungskennzeichnung nach STAT

Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können. So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Gemeinden.

Quelle: Statistik Austria

Nachbargemeinden

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Brixlegg
Reith im Alpbachtal Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wildschönau
Hart im Zillertal Stumm Hopfgarten im Brixental
Klimatabelle für Alpbach (Mittelwerte 2008–2025)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) −1,5 0,0 3,6 7,8 11,6 16,1 17,3 16,9 12,5 8,4 3,4 −0,4 ⌀ 8
Mittl. Tagesmax. (°C) 2,6 5,6 10,2 15,0 18,0 22,7 23,8 23,9 19,0 14,5 8,2 3,3 ⌀ 13,9
Mittl. Tagesmin. (°C) −4,2 −3,3 −0,4 3,0 6,8 10,9 12,3 12,2 8,6 5,0 0,6 −2,9 ⌀ 4,1
Niederschlag (mm) 67,4 39,7 60,2 58,8 135,2 142,5 167,2 175,6 118,5 85,4 55,1 57,7 Σ 1.163,3
Sonnenstunden (h/d) 2,6 4,3 5,3 6,2 5,5 6,6 6,4 7,0 5,7 4,8 3,5 2,0 ⌀ 5
Regentage (d) 10,4 7,8 10,4 9,4 15,2 14,6 15,6 14,3 11,4 9,6 8,2 10,3 Σ 137,2
Luftfeuchtigkeit (%) 82 77 73 71 75 73 76 78 82 82 82 84 ⌀ 77,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,6
−4,2
5,6
−3,3
10,2
−0,4
15,0
3,0
18,0
6,8
22,7
10,9
23,8
12,3
23,9
12,2
19,0
8,6
14,5
5,0
8,2
0,6
3,3
−2,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Alpbach (ID 12015), Mittelwerte 2008–2025, aufbereitet von Tauernwetter Forschung[4]

Die älteste urkundliche Erwähnung erfolgte 1240. Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage war Alpbach bis in das frühe 20. Jahrhundert nur schwer erreichbar; eine Straßenverbindung ins Inntal entstand erst 1926. Diese lange Isolation trug wesentlich zum Erhalt traditioneller Bauformen und bäuerlicher Strukturen bei.

Jedoch zeugt der Fund einer Bronzeaxt, die auf die mittlere Bronzezeit (1600–1250 v. Chr.) datiert wurde, von einem bereits früheren Aufenthalt von Menschen in Alpbach. Namen von gelegenen Örtlichkeiten wie Greit und Mareit lassen auch auf eine Besiedelung in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt schließen, da auch Funde im Nachbarort Reith im Alpbachtal auf eine römische Besiedelung hinweisen.[5]

Eine Rolle spielte die Almwirtschaft und der Bergbau, der im 15. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte. Besonders Kupfer, aber auch Silber wurden hauptsächlich in Stollen rund um die Gratlspitze abgebaut, wobei die ältesten überlieferten Angaben über den Bergbau in Alpbach im Salbuch von 1416 enthalten sind.[5]

Die Handelsfamilie Fugger aus Augsburg übernahm neben dem Bergbau in Kitzbühel und Schwaz auch den Bergbau in Alpbach. Sitz des Berggerichts sowie der fuggerischen Verwaltung war der Böglerhof. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bergbau jedoch aufgrund geringer Erträge wieder eingestellt.[6]

In den 1930er Jahren wurde der Ort vom Fremdenverkehr entdeckt. Eine schon 1953 beschlossene Bauordnung schrieb traditionelles Bauen im Holzstil vor, was das Entstehen von großen, das Ortsbild verändernden Hotelbauten verhinderte, wie sie andernorts in Tourismusregionen zu finden sind. Die Gemeinde erhielt für ihre Bemühungen die Auszeichnungen „Schönstes Dorf Österreichs“ und „Schönstes Blumendorf Europas“.
In Alpbach sind circa 22 Bauernhöfe als Erbhöfe geführt, was bedeutet, dass jeder dieser Bauernhöfe für mindestens 200 Jahre hindurch im Besitz derselben Familie war. Dabei wurden hauptsächlich nur Vererbungen in männlicher Linie beachtet, mit einem Landesgesetz von 1957 wurde jedoch auch die weibliche Erbfolge stillschweigend anerkannt.[5][7]

Name und Etymologie

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Alpbach [ˈalpax] wird mundartlich als Åibåch (Bairische Schreibung) [ˈɔe̯b̥ɔx] und seine Einwohner als Åibékchărinnă [ˈɔe̯b̥ekxɐrenɐ] und Åibékchă [ˈɔe̯b̥ekxɐ] bezeichnet.

Der Ortsname leitet sich von der Alp, nicht jedoch von Bach ab. Vielmehr ist -ach hier ein Kollektivsuffix, sodass Alpbach als „Ansammlung von Almen“ verstanden werden kann. Erstmals genannt wurde der Ort ca. 1150 (fraglich) und 1231–1234, wo er auch Alpach geschrieben wurde. Allerdings wurde schon im Hochmittelalter das Wort „Bach“ eingekreuzt (erstmals 1300 als Alppach, später auch Altpach). Heute ist der Bach auch im Gemeindewappen vertreten. Er ist in Silber gehalten, um den ehemaligen Bergbau in der Region zu symbolisieren, während das Grün die fruchtbaren Almen darstellt.[8]

2009 wurde der Asteroid (13217) Alpbach nach dem Ort benannt.

Bevölkerungsentwicklung

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Alpbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.024
1880
  
1.027
1890
  
960
1900
  
943
1910
  
1.013
1923
  
1.097
1934
  
1.234
1939
  
1.226
1951
  
1.390
1961
  
1.576
1971
  
1.853
1981
  
1.998
1991
  
2.163
2001
  
2.489
2011
  
2.589
2021
  
2.530
2026
  
2.510
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Ortsbild und Architektur

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Das Ortsbild von Alpbach ist durch eine weitgehend einheitliche Bauweise geprägt. Wohn- und Wirtschaftsgebäude besitzen oberhalb des gemauerten Sockels Holzfassaden oder sind vollständig in Holzbauweise errichtet. Einen nachhaltigen Einfluss auf das Ortsbild hatte die 1953 beschlossene Bauordnung, welche den traditionellen Holzbaustil für Neubauten vorschreibt. Diese Regelung gilt als wesentliches Merkmal der Ortsentwicklung.[9]

Zum Ortsbild gehören zahlreiche Erbhöfe, die sich über mehrere Generationen im Besitz derselben Familien befinden. Neben traditionellen Bauernhäusern prägen die Pfarrkirche St. Oswald, der historische Dorfkern sowie das teilweise in den Hang integrierte Congress Centrum Alpbach das Erscheinungsbild der Gemeinde.[9]

Pfarrkirche Alpbach
  • Pfarrkirche Alpbach: Katholische Pfarrkirche zu Ehren des Hl. Oswalds mit umliegendem Ortsfriedhof. Kennzeichnend für den Ortsfriedhof ist das einheitliche Erscheinungsbild der Grabstätten, wobei schmiedeeiserne Kruzifixe über den Gräbern errichtet worden sind bzw. errichtet werden.
  • Vollholzhäuser: Sehenswert sind die Vollholzhäuser, die im Sommer mit Blumen reichlich geschmückt werden, und weiters die Bauernhöfe an den Hängen
  • Hof Vorderunterberg: als Bergbauernmuseum eingerichtet
  • Congress Centrum Alpbach: 1999 wurde das Congress Centrum Alpbach eröffnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Europäisches Forum Alpbach

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Congresscentrum Alpbach

Seit 1945 findet jährlich das Europäische Forum Alpbach statt. Die Konferenz vereint internationale Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik, darunter auch mehrere Nobelpreisträger, jährlich im Spätsommer im Congress Centrum Alpbach.[10]

Das Europäische Forum wurde im August 1945 von Otto Molden und Simon Moser unter dem Namen Internationale Hochschulwochen gegründet. Wenig später, im Jahr 1949, erfolgte die Umbenennung in Europäisches Forum Alpbach.[11] Mit dem Bau des Congress Centrums Alpbach erhielt die Veranstaltung Ende der 1990er Jahre einen modernen Veranstaltungsort.[10]

Das Brauchtum nimmt in Alpbach einen wichtigen Stellenwert im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde ein und ist eng mit dem Kirchenjahr, der Almwirtschaft sowie den bäuerlichen Traditionen verbunden. Zahlreiche Bräuche werden bis heute von örtlichen Vereinen und der Bevölkerung gepflegt und regelmäßig durchgeführt.

Zu den bedeutendsten traditionellen Veranstaltungen zählt der Almabtrieb im Herbst. Nach dem Ende des Almsommers werden die festlich geschmückten Rinder von den Hochalmen zurück ins Tal geführt. Der Almabtrieb geht häufig mit Musik, regionaler Kulinarik und einem Rahmenprogramm einher und wird von Einheimischen wie Gästen besucht. Die geschmückten Tiere gelten als Zeichen dafür, dass während des Almsommers kein Vieh verunglückt ist.[12]

Eine lange Tradition besitzt auch das Anklöpfeln, das in der Adventzeit stattfindet. Gruppen von Anklöpflern ziehen in den Wochen vor Weihnachten von Haus zu Haus und tragen Lieder sowie kurze Spielszenen vor. Der Brauch erinnert an die Herbergssuche von Maria und Josef und ist in vielen Gemeinden Tirols verbreitet.[13]

Kirchliche Feste

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Im Jahresverlauf finden außerdem verschiedene kirchliche Prozessionen und Feste statt. Dazu gehören unter anderem die Fronleichnamsprozession sowie Erntedankfeiern, die gemeinsam von der Pfarrgemeinde, Vereinen und der Bevölkerung gestaltet werden. Diese Veranstaltungen werden traditionell von den örtlichen Musikkapellen und Schützenkompanien begleitet.[9]

Volkstanz und Musik

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Ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens sind die Alpbacher Plattler, die Tiroler Volkstänze und Schuhplattler aufführen und damit zur Pflege des regionalen Brauchtums beitragen.

Ebenso prägt die Bundesmusikkapelle Alpbach, gegründet im Jahr 1823, mit Konzerten, kirchlichen Feiern und Festveranstaltungen das kulturelle Leben der Gemeinde.[14] 2018 zählte der Verein 74 Mitglieder.[15] Die Musikkapelle Alpbach ist in den Sommermonaten durchschnittlich jeden dritten Tag im Einsatz. Im Sommer finden wöchentlich Platzkonzerte statt. Weitere Aufgaben sind die musikalische Umrahmung von Beerdigungen, kirchlichen Festen und Prozessionen sowie die Teilnahme an landesüblichen Empfängen.

Bekannt ist Alpbach auch für seine Volksmusikanten. Erwähnenswert ist hier vor allem Peter Moser, der mit viel Einsatz für den Erhalt von unzähligen Liedern und Weisen im Alpenraum eintrat. Weiteren Bekanntheitsgrad erlangten Alpbach und das Alpbachtal als Drehort der Fernsehserie Wildbach.

Die Trachten haben im öffentlichen Leben weiterhin einen hohen Stellenwert. Bei kirchlichen Feiertagen, Festumzügen und traditionellen Veranstaltungen werden vielfach die Alpbacher Festtracht sowie regionale Trachten getragen.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Landwirtschaft, insbesondere Alm- und Grünlandwirtschaft, bildet weiterhin einen Teil der örtlichen Wirtschaftsstruktur. Daneben stellen Tourismus, Beherbergungsbetriebe, Gastronomie sowie das Kongresswesen wichtige Wirtschaftszweige dar. Durch das Europäische Forum Alpbach und weitere Kongresse hat sich der Ort zusätzlich als Veranstaltungsstandort etabliert.[10] Abseits des Tourismus sind auch Kleinbetriebe wie Tischlereien, Zimmereien oder eine Schmiede wichtige Arbeitgeber im Ort.

Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Gemeinde Alpbach. Seine Entwicklung setzte verstärkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein und wurde durch den Ausbau der Straßenverbindung ins Inntal sowie durch die zunehmende touristische Erschließung der umliegenden Bergwelt begünstigt. Heute ist Alpbach sowohl im Sommer als auch im Winter ein bedeutender Ferienort innerhalb der Tourismusregion Alpbachtal.[16][10]

Die touristische Infrastruktur umfasst Beherbergungsbetriebe, Gastronomiebetriebe, Bergbahnen sowie Einrichtungen für den Kongress- und Veranstaltungstourismus. Eine besondere Rolle spielt dabei das Congress Centrum Alpbach, das vor allem im Zusammenhang mit dem jährlich stattfindenden Europäischen Forum Alpbach genutzt wird. Dadurch weist die Gemeinde neben dem klassischen Urlaubsverkehr auch einen ausgeprägten Tagungs- und Kongresstourismus auf.[16][10]

Sommertourismus

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Im Sommer bildet vor allem der Wander- und Bergtourismus einen Schwerpunkt. Das Gemeindegebiet ist durch ein weitläufiges Netz an Wanderwegen erschlossen, die zu Almen, Berggasthöfen und Gipfeln in den Kitzbüheler Alpen führen. Zu den häufig besuchten Zielen zählen unter anderem das Wiedersberger Horn, die Gratlspitze und der Große Galtenberg. Die Wanderwege reichen von einfachen Spazier- und Familienwegen bis zu anspruchsvolleren Bergtouren.[17]

Die Wiedersbergerhornbahn erschließt das Gebiet rund um das Wiedersberger Horn und dient während der Sommermonate als Ausgangspunkt für Wanderungen und Freizeitangebote. Im Bereich der Bergstation befinden sich Einrichtungen, die insbesondere auf Familien mit Kindern ausgerichtet sind. Daneben gehören Mountainbiken, E-Biken und weitere alpine Freizeitaktivitäten zum touristischen Angebot.[3]

Neben sportlichen Aktivitäten spielen Kultur- und Veranstaltungsangebote eine wichtige Rolle. Das Europäische Forum Alpbach bringt jedes Jahr internationale Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur in den Ort. Darüber hinaus finden im Sommer Konzerte, Brauchtumsveranstaltungen, Dorffeste und geführte Wanderungen statt.[9][10]

Auch das traditionelle Ortsbild, die Holzbauweise der Gebäude und die bäuerlich geprägte Kulturlandschaft zählen zu den touristisch relevanten Merkmalen der Gemeinde. Zahlreiche bewirtschaftete Almen und landwirtschaftliche Betriebe prägen das Erscheinungsbild des Tales und sind teilweise in das touristische Angebot eingebunden.[9]

Wintertourismus

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Im Winter ist Alpbach Teil des Skigebiets Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau. Das Skigebiet entstand durch die Verbindung der zuvor eigenständigen Skigebiete im Alpbachtal und in der Wildschönau. Von Alpbach und Inneralpbach aus führen mehrere Bergbahnen und Liftanlagen in das Skigebiet.[18]

Das Wintersportangebot umfasst Skipisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade sowie Übungsbereiche für Anfänger und Kinder. Ergänzt wird das Angebot durch Skischulen, Skiverleihe und bewirtschaftete Hütten. Inneralpbach bildet einen wichtigen Einstiegspunkt in das zusammenhängende Skigebiet.[19]

Neben dem alpinen Skisport bestehen Möglichkeiten zum Winterwandern, Schneeschuhwandern, Rodeln und Langlaufen. Präparierte Winterwanderwege führen durch das Gemeindegebiet und zu mehreren Gasthöfen und Almen. Für den Langlauf stehen je nach Schneelage Loipen im Talbereich zur Verfügung.[19]

Der Wintertourismus ist für die örtliche Beherbergungs- und Gastronomiewirtschaft von großer Bedeutung. Gemeinsam mit dem Sommertourismus trägt er wesentlich zur Beschäftigung und Wertschöpfung in der Gemeinde bei. Die touristische Entwicklung steht dabei in engem Zusammenhang mit der Berglandwirtschaft, da zahlreiche Almen und landwirtschaftlich genutzte Flächen zugleich Teil der Freizeit- und Erholungslandschaft sind.[2]

Alpbach ist über eine Landesstraße mit Brixlegg im Inntal verbunden. Die Erschließung des Ortes durch eine Fahrstraße erfolgte erst im Jahr 1926. Der öffentliche Verkehr wird überwiegend durch Regionalbuslinien abgewickelt; der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Brixlegg.[20]

Gemeindeamt

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern.

Partei 2022[21] 2016[22] 2010[23]
% Mandate % Mandate % Mandate
Zukunft Alpbachs Mitgestalten 26,75 4 35,52 5
Für Alpbach 23,08 4
Alpbacher Liste – Arbeitnehmer, Bauern und Wirtschaft 20,58 3 21,54 3 32,07
Offene Liste Alpbach 19,82 3 36,33 6 46,68
FPÖ Alpbach 9,77 1
Wichtig ist Alpbach! 6,62 1 4,68
Unabhängige Alpbacher 10,06
Bürgerliste Alpbach 6,51
  • 0000–1902 Johann Larch[24]
  • 1902–1908 Johann Moser
  • 1908–1914 Simon Kostenzer
  • 1914–1919 Ignaz Moser
  • 1919–1925 Peter Moser
  • 1925–1938 Simon Kostenzer
  • 1938–1945 Alois Haaser
  • 1945–1979 Alfons Moser (1901–1979)
  • 1979–1992 Oswald Moser
  • 1992–2004 Ägidius Bletzacher
  • 2004–0000 Markus Bischofer (Offene Liste Alpbach)

Blasonierung: Im grünen Feld ein silberner Schrägfluss.[25]

Das 1963 verliehene Gemeindewappen basiert auf dem Siegel des Richters Heinrich aus dem Alpache aus dem Jahr 1345. Es verweist zugleich auf den Namen der Gemeinde.[26]

Grab von Erwin Schrödinger

Persönlichkeiten

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Geboren in der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Erwin Schrödinger (1887–1961), Physiker und Wissenschaftstheoretiker, Nobelpreisträger der Physik 1933. Erwin Schrödinger verbrachte die letzte Zeit seines Lebens in Alpbach und ist auf eigenen Wunsch auf dem Dorffriedhof begraben.
  • Karl Julius Joest (1896–1975), deutscher Maler aus Düsseldorf, lebte von 1940 bis 1943 in Alpbach
  • Werner Scholz (1898–1982), deutsch-österreichischer Maler, lebte seit 1939 in Alpbach

Ehrenbürger der Gemeinde sind:[27]

  • ? Otto Habsburg
  • 1933 Johann Zellner, Schuldirektor
  • 1967 Alfons Moser, Bürgermeister[28][29]
  • 1974 Eduard Wallnöfer, Landeshauptmann von Tirol[29]
  • 1979 Otto Molden, Präsident des Europäischen Forums
  • 1986 Josef Kostenzer, Gemeindesekretär
  • 1986 Sebastian Moser, Vizebürgermeister
  • 1996 Walter Philipp, Bezirkshauptmann von Kufstein
  • 1999 Wendelin Weingartner, Landeshauptmann von Tirol[29]
  • 2009 Ägidius Bletzacher, Bürgermeister
  • 2009 Oswald Moser, Bürgermeister
  • 2012 Erhard Busek, Europäisches Forum
  • 2017 Franz Bachmaier, Pfarrer
Commons: Alpbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Offizielle Website des Alpbachtal Tourismus. Abgerufen am 25. September 2026.
  2. 1 2 Alpbach. Abgerufen am 25. September 2026 (österreichisches Deutsch).
  3. 1 2 Wiedersbergerhornbahn Alpbach | Alpbachtal. Abgerufen am 25. September 2026.
  4. ↑ David Kaufmann: Klimadaten Nordtirol – aufbereitete Klimamittel von GeoSphere-Stationen (Gemeinde-Datensätze). Zenodo, 2026, doi:10.5281/zenodo.21272620 (zenodo.org).
  5. 1 2 3 Wolfgang Pfaundler, Johann Zellner: Alpbach – Das schönste Dorf Österreichs – Kultur und Geschichte einer Tiroler Berggemeinde. 1. Auflage. Gemeinde Alpbach, Alpbach 1994.
  6. ↑ Die Geschichte Alpbachs. Abgerufen am 28. April 2014.
  7. ↑ Erbhöfe 1932–2011. In: Land Tirol. (tirol.gv.at [PDF; abgerufen am 28. April 2014]).
  8. ↑ Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols. Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives. Band 17). Universitätsverlag Wagner, 2009, ISBN 978-3-7030-0449-0, S. 275–277.
  9. 1 2 3 4 5 6 Alpbacher Schätze & Traditionen | Alpbachtal Tourismus. Abgerufen am 25. September 2026.
  10. 1 2 3 4 5 6 Europäisches Forum Alpbach | Alpbachtal Tourismus. Abgerufen am 25. September 2026.
  11. ↑ Unsere Geschichte. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Mai 2016; abgerufen am 17. November 2016.
  12. ↑ Almabtrieb Reith im Alpbachtal | Alpbachtal Tourismus. Abgerufen am 25. September 2026.
  13. ↑ Anklöpfler - Singende Boten ziehen von Haus zu Haus. Archiviert vom Original am 18. April 2026; abgerufen am 25. September 2026.
  14. ↑ Chronik I BMK Alpbach. Abgerufen am 25. September 2026 (österreichisches Deutsch).
  15. ↑ Vereinsleben | Bundesmusikkapelle Alpbach. Abgerufen am 2. August 2018.
  16. 1 2 Alpbacher Geschichte. Abgerufen am 25. September 2026 (österreichisches Deutsch).
  17. ↑ Wandern in Tirols Naturjuwel – Alpbachtal entdecken| 500 km Wanderwege | Zertifizierte Wanderregion | Österreichisches Wandergütesiegel |Kitzbüheler Alpen | Rofangebirge | Brandenberger Alpen. Abgerufen am 25. September 2026.
  18. ↑ Skigebiet Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau. In: alpbachtal.at. Abgerufen am 19. Oktober 2026.
  19. 1 2 Winterangebot im Alpbachtal | Offizielle Website des TVB. alpbachtal.at, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  20. ↑ Anreise & Mobilität vor Ort | Alpbachtal Tourismus. In: alpbachtal.at. Abgerufen am 19. Oktober 2026.
  21. ↑ Gemeinderatswahlergebnis 2022. Land Tirol, abgerufen am 28. Juni 2022.
  22. ↑ Gemeinderatswahlergebnis 2016. Land Tirol, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  23. ↑ Gemeinderatswahlergebnis 2010. Land Tirol, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  24. ↑ Alpbach: Politik - Bürgermeister-Chronik (Memento vom 2. August 2018 im Internet Archive). Abgerufen am 2. August 2018.
  25. ↑ Landesgesetzblatt für Tirol. Nr. 15/1963 (Digitalisat).
  26. ↑ Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 38.
  27. ↑ Ehrenbürger. Gemeinde Alpbach, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  28. ↑ Parte zu Alfons Moser (1901–1979) sterbebilder.schwemberger.at
  29. 1 2 3 Ehrenbürger. Abgerufen am 30. Mai 2014.