Amicale Sportive des Employés de Commerce Mimosas, besser bekannt unter der Abkürzung ASEC Mimosas oder bei internationalen Spielen ASEC Abidjan, ist ein ivorischer Fußballverein in Abidjan.
Der 1948 gegründete Verein dominiert die ivorische Meisterschaft und hat bereits über 20 Meistertitel und etliche Pokalerfolge errungen. Außerdem gelang 1998 der Sieg der CAF Champions League und anschließend der Erfolg im afrikanischen Supercup.
Der Verein ist international vor allem für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt. 1993 schuf Jean-Marc Guillou auf dem Trainingsgelände der Mimosas ein Internat, in dem den Jugendlichen Schulbildung vermittelt wird, sie medizinische Versorgung erhalten und regelmäßig trainieren und spielen. Während Guillous Zeit als Trainer bei KSK Beveren wechselten viele junge Spieler dorthin, um sich in der belgischen Ersten Division für andere Vereine zu empfehlen. Viele ehemalige Spieler wie Kolo Touré, Aruna Dindane, Salomon Kalou, Didier Zokora, Yaya Touré, Emmanuel Eboué und Gilles Yapi Yapo unterstützen das Internat.
Das große Hauptstadtderby zwischen ASEC Mimosas und Africa Sports Abidjan, den beiden größten und erfolgreichsten Klubs der
Elfenbeinküste, ist das bedeutendste Vereinsduell im ivorischen Fußball und prägt die Fußballkultur in Abidjan seit Jahrzehnten.[1]
Traditionell wurde das Abidjan-Derby entlang ethnischer Linien wahrgenommen, wobei ASEC Mimosas vor allem mit den Baoulé verbunden war, während Africa Sports Abidjan mit den Bété und wurde sogar unter dem Namen Club Sportif Bété gegründet. Heute bestehen die ethnischen Linien weiterhin, spielen aber eine geringere Rolle, und beide Vereine haben landesweit Anhänger aus allen Volksgruppen.[2]
Darüber hinaus besteht auch eine Rivalität zu Stade Abidjan, einem traditionsreichen Verein aus der Hauptstadt.
Im Mai 2023 ging ASEC Abidjan eine Partnerschaft mit dem tunesischen Verein Club Africain ein. Im Rahmen dieser Partnerschaft soll Club Africain unter anderem bevorzugt werden, wenn mehrere Vereine Interesse an einem Talent der Jugendakademie bekunden.[3]