20. Februar: Otto III. erreicht auf seinem neuen ItalienzugRom, wo ihm freiwillig Einlass gewährt wird. Crescentius I. Nomentanus, der Anführer der kaiserfeindlichen Partei, verschanzt sich in der Engelsburg, während Gegenpapst Johannes XVI. aus der Stadt flieht. Er wird wenig später von ottonischen Truppen in einem Turm entdeckt, geblendet, grausam verstümmelt und im Triumphzug durch die Stadt geführt. Auf einer rasch einberufenen Synode wird er formell abgesetzt und in ein Kloster gesteckt. Papst Gregor V., ein Verwandter des Kaisers, erhält wieder die Herrschaft über die Stadt.
28. April: Auf einer Urkunde Ottos III. erscheint erstmals offiziell die Devise der Renovatio imperii Romanorum.
29. April: Nach längerer Belagerung wird Crescentius I. Nomentanus gefangen genommen und enthauptet.
nach dem 3. August: Heribert wird nach dem Tod des Hildebold von Worms von Otto III. zum Kanzler von Deutschland ernannt.
Mittelalterliche Miniatur der Hinrichtung Koppánys
In der Schlacht bei Veszprém unterliegt der ungarische Stammesfürst Koppány aus dem Geschlecht der Árpáden den Truppen Herzog Stephans, der die entscheidende Unterstützung bayerischer Ritter hat, und wird noch am Schlachtfeld hingerichtet. Stephan ist damit unumstrittener Herrscher Ungarns.
998/1000: Am Christi-Himmelfahrtstag erringt eine venezianische Flotte unter dem Dogen Pietro II. Orseolo einen Sieg über die Dalmatiner, an die die Stadtrepublik seit einer Niederlage im Jahr 887 Tribute hat zahlen müssen. Nach seiner Rückkehr im Juli trägt Pietro den Titel eines Herzogs von Dalmatien (Dux Dalmatiae).
Abd al-Malik wird von seinem Vater Almansor, dem eigentlichen Herrscher des Kalifat von Córdoba in Fès als Statthalter im nördlichen Marokko eingesetzt.
Sultan Mahmud von Ghazni verdrängt seinen Bruder Ismail in Chorasan und übernimmt die Macht im Reich der Ghaznawiden mit der Hauptstadt Ghazni – vorläufig unter der Oberherrschaft der persischen Samaniden. Unter ihm erreicht die ehemalige Militärsklavendynastie der Ghaznawiden ihren Machthöhepunkt.
2. November: Abt Odilo von Cluny bestimmt diesen Tag als Gedenktag für die Verstorbenen. Der Tag entwickelt sich darauf in wenigen Jahren zum kirchlichen Gedenktag Allerseelen.