Aus dem Evangeliar Ottos III.: Der Kaiser thronend von Reichsfürsten und Bischöfen umgeben, links huldigen ihm Slawia, Germania, Gallia und Roma als Vertreter des Reichsgedankens, Buchmalerei der Reichenauer Schule, um 1000Otto III. wird volljährig und tritt die selbständige Regentschaft als römisch-deutscher König an.
König Otto III. hält im Sommer einen Hoftag in Quedlinburg ab und führt von Mitte August bis Anfang Oktober die seit dem Slawenaufstand von 983 fast jährlich stattfindenden Züge gegen die nördlich wohnenden Elbslawen fort. Dabei weilt Otto als Freund und Schutzherr des AbodritenherzogsMistislaw, der gerade die Nachfolge seines Vaters Mistiwoj angetreten hat, in Mecklenburg. Im September werden für eine Brautwerbung Ottos III. Erzbischof Johannes Philagathos und Bischof Bernward von Würzburg nach Byzanz geschickt. Nach seiner Rückkehr ins Reich erweitert er durch ein in Frankfurt ausgestelltes Privileg am 6. Dezember das Bistum Meißen erheblich und vervielfacht dessen Zehnteinkünfte.
Papst Johannes XV. verfeindet sich mit dem römischen Patrizier Crescentius I. Nomentanus aus der Familie der Crescentier und muss in die Toskana fliehen. Er schickt einen Hilferuf an König Otto III.
31. März: Die Stadt Gera wird in einer Grenzbeschreibung erstmals erwähnt.
10. September: In einer Urkunde von König Otto III. wird erstmals die Burg Mikelenburg im Dorf Mecklenburg erwähnt. Der Ort gibt dem ganzen Land Mecklenburg seinen künftigen Namen.
20. Oktober: Ströbeck wird erstmals in einer Urkunde erwähnt.
Die Stadt Krems wird als Chremisa erstmals urkundlich erwähnt: Im Wortlaut heißt es orientalis urbs quae dicitur Chremisa – ein befestigter Ort im Osten, der Chremisa genannt wird.