Krönung Ludwigs V., Darstellung aus dem 14. Jahrhundert, Grandes chroniques de France Nach dem Tod König Lothars regiert Ludwig V. das westfränkische Reich.
2. März: Nach dem Tod König Lothars regiert Ludwig V., schon seit 979 Mitkönig, das westfränkische Reich alleine. An seinem Hof gibt es zwei Parteien. Ludwigs Mutter Emma ist stark von ihrer Mutter, Kaiserin Adelheid, beeinflusst und vertritt somit eine den Ottonen gegenüber freundliche Politik; dieser Richtung gehörte auch Erzbischof Adalbero von Reims an. Die Gegenpartei will den Kurs Lothars fortsetzen, der darauf abzielt, jede Schwäche des minderjährigen Kaisers Otto III. auszunutzen, um im Osten wieder eine Expansionspolitik zu verfolgen und das alte Lotharingien gewaltsam zurückzugewinnen. Der weitaus mächtigste unter den Vasallen Ludwigs ist Hugo Capet, Herzog von Franzien und Burgund. Dieser gehört dem Geschlecht der Robertiner an, das schon seit langem mit den Karolingern um die führende Stellung im Reich rivalisiert und bereits zwei westfränkische Könige gestellt hat.
26. November: Die französische Stadt Montpellier wird erstmals urkundlich erwähnt.
Die chinesische Song-Dynastie unternimmt einen weiteren Feldzug nach Nordchina, um die Kitan unter der Liao-Dynastie zu unterwerfen, wird aber neuerlich zurückgeschlagen.