Krönung Hugo Capets durch Adalbero von Reims, Darstellung aus dem 14. Jahrhundert Mit Hugo Capet beginnt die Herrschaft der Kapetinger im Westfrankenreich.
Das Westfrankenreich beim Regierungsantritt Hugo Capets, blau seine Hausmacht
21. Mai: Ludwig V., letzter westfränkischer Herrscher aus dem Geschlecht der Karolinger, stirbt im Alter von rund 20 Jahren nach einem Jagdunfall, ohne Nachkommen zu hinterlassen.
Hugo Capet wird auf einer Adelsversammlung in Senlis zum König des Westfrankenreichs gewählt. Der Beginn der Herrschaft der Kapetinger gilt als das Gründungsdatum des Königreichs Frankreich. Ludwigs Onkel Karl wird mit dem Argument übergangen, dass er als Herzog von Niederlothringen Vasall eines ausländischen Herrschers sei und er eine nicht standesgemäße Ehe geschlossen habe. Wahrscheinlich am 3. Juli wird Hugo von Erzbischof Adalbero von Reims in Noyon geweiht und gekrönt.
Nach der Niederlage des byzantinischen Kaisers Basileios II. gegen die Bulgaren im Vorjahr kehrt Bardas Skleros aus seinem Exil in Bagdad zurück und bekräftigt neuerlich seinen Anspruch auf den Kaiserthron. Gleichzeitig revoltiert auch Bardas Phokas der Jüngere erneut. Bei einem ersten Zusammentreffen bietet er seinem Rivalen ein Bündnis gegen Basileios II. und eine Teilung des Reiches an, nimmt ihn dann aber überraschend gefangen und setzt ihn in der Festung Tyropoion fest. Am 15. August oder 14. September lässt er sich in Charsianon zum zweiten Mal zum Basileus ausrufen. Er erobert in der Folgezeit mit Unterstützung des Königs David II. von Tao-Klardschetien fast ganz Kleinasien.
Wladimir Swjatoslawitsch lässt sich von byzantinischen Priestern in Kiew taufen. Daraufhin heiratet er die purpurgeborene byzantinische Prinzessin Anna. Damit wird dem Großfürsten der Kiewer Rus als bis dato einzigem europäischen Herrscher die Ehre zu Teil, eine Tochter eines Kaisers von Byzanz zu ehelichen. Dem deutschen König Otto III. ist diese Ehre kurz zuvor verwehrt worden.
Almansor zerstört Coimbra und León, erobert mehrere Burgen nördlich des Douro und erreicht Santiago de Compostela. Die Stadt wird evakuiert und die Mauren brennen sie bis auf die Grundmauern nieder. Al-Mansur lässt die Türen und Glocken des Heiligtums nach Córdoba bringen und die Kirche des Heiligtums zerstören.