Deutsche Zentrumspartei
| Deutsche Zentrumspartei | |
|---|---|
| Bundesvorstand | Christian Otte |
| Stellvertretende Vorsitzende | Andreas Erkes Dirk Horhäuser |
| Bundesschatzmeister | Hans-Joachim Woitzik |
| Gründung | 13. Dezember 1870 Wiedergründung nach Selbstauflösung: 1945 |
| Gründungsort | Berlin |
| Hauptsitz | Am Alten Bach 18 41470 Neuss[1] |
| Jugendorganisation | Windthorstbund (ehemals); Jugend im Zentrum |
| Zeitung | Germania (ehemals) Kölnische Volkszeitung (ehemals) Rhein-Mainische Volkszeitung (ehemals) |
| Ausrichtung | Politischer Katholizismus Christdemokratie Konservatismus |
| Farbe(n) | Blau |
| Bundestagssitze | 0/630 |
| Mitgliederzahl | 189 (Stand 31.12.2023)[2] |
| Mindestalter | 16 Jahre[3] |
| Europaabgeordnete | 0/96 |
| Website | zentrumspartei.de |
| Landesverband | Vorsitzender[13] (Stand: 27. März 2024) |
|---|---|
| Baden-Württemberg | vakant |
| Hessen | vakant |
| Niedersachsen | Sergei Meier |
| Nordrhein-Westfalen | Christian Otte |
Mandate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Europäisches Parlament
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 10. Juni 2022 trat der ehemalige Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Jörg Meuthen, der Zentrumspartei bei. Mit ihm war sie erstmals im Europäischen Parlament vertreten.[14] Im September 2023 erklärte Meuthen im Einvernehmen mit dem Parteivorsitzenden wieder seinen Austritt aus der Partei.[15]
Deutscher Bundestag
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von Januar bis August 2022 war der aus der AfD ausgetretene Bundestagsabgeordnete Uwe Witt Mitglied der Zentrumspartei, sodass diese erstmals seit 1957 wieder im Deutschen Bundestag vertreten war.[16][17]
Kommunale Mandate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Zentrum hält in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kommunale Mandate. Es ist mit je einem Mandat in den Kreistagen des Rhein-Kreises Neuss und des Landkreises Cloppenburg vertreten. In Dormagen[18] hat sie nach der Kommunalwahl 2025 zwei[19] sowie in Cloppenburg[20] einen Sitz im Stadtrat und außerdem vier Sitze im Rat der Gemeinde Molbergen.[21]
In früheren Wahlperioden gab es auch Mandate in Mönchengladbach, Neuss, Meerbusch, Kaarst und Korschenbroich.[22]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans-Georg Aschoff: CDU und Zentrumspartei in Niedersachsen nach 1945. In: Marlis Buchholz, Claus Füllberg Stolberg, Hans-Dieter Schmid (Hrsg.): Nationalsozialismus und Region. Festschrift für Herbert Obernaus zum 65. Geburtstag (= Hannoversche Schriften zur Regional- und Lokalgeschichte, Bd. 11). Bielefeld 1996, S. 315–337.
- Bernhard Fritze: Nachdenkliches über die einstmals einflussreiche Zentrumspartei und meine Zeit als Abgeordneter des Zentrums im Lingener Kreistag. In: Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte (Hrsg.): Emsländische Geschichte 16 (2009), S. 381–401.
- Markus Göb: Wiedergründung und Entwicklung des Zentrums nach 1945 unter besonderer Berücksichtigung seiner Gruppierungen in den Landtagen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie im Bundestag (1946–1958). Düsseldorf 2006.
- Heinz Kleene: Zur Geschichte der Zentrumspartei im Emsland 1945 bis 1955 – Beispiel einer Sonderentwicklung beim Aufbau demokratischer Strukturen. In: Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte (Hrsg.): Emsländische Geschichte 29 (2022), S. 108–191.
- Joseph Nietfeld: Die Zentrumspartei. Geschichte und Struktur 1945–1958. Diss. Braunschweig 1985.
- Ute Schmidt: Die Deutsche Zentrumspartei. In: Richard Stöss (Hrsg.): Parteien-Handbuch. Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland 1945–1980. Sonderausgabe Bd. 2, Opladen 1986, S. 1192–1242.
- Ute Schmidt: Zentrum oder CDU: politischer Katholizismus zwischen Tradition und Anpassung (= Schriften des Zentralinstituts für Sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin, 51). Opladen 1987.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Der Bundesvorstand. In: zentrumspartei.de. Abgerufen am 19. Dezember 2024.
- ↑ https://dserver.bundestag.de/btd/21/012/2101205.pdf
- ↑ Satzung der Zentrumspartei, Stand: 25. November 2023, Abschnitt B. Mitgliedschaft, § 5 (PDF; 556 kB).
- ↑ Grundsatzprogramm. In: zentrumspartei.de. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 17. Mai 2022; abgerufen am 11. Juni 2022. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Holocaust verharmlost – „Abtreibung macht frei“: Kölner Buchhandlung leistet sich grobe Geschmacklosigkeit. Focus, 19. September 2018.
- ↑ Scheinbare Pizza-Werbung zeigt zerstückelte Embryonen. Süddeutsche Zeitung, 24. November 2017, abgerufen am 15. Oktober 2022.
- ↑ Abtreibungsgegner verteilen ekliges Pizza-Flugblatt in München. In: tz.de. 27. November 2017, abgerufen am 11. Juni 2022.
- ↑ Rechtliche Schritte vorbehalten. Erzbistum Köln distanziert sich von Anti-Abtreibungsaktion. In: domradio.de. 27. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018: „Über einem Foto einer Abtreibungsklinik ist der Schriftzug „Abtreiben macht frei“ zu lesen – in Anlehnung an die Aufschrift „Arbeit macht frei“ über dem Tor des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.“
- ↑ Antworten auf typische Beitrittsfragen – Religion, Abtreibung, Wahrung der Parteiwerte. Informationen auf der Homepage der Partei vom 7. Oktober 2022, abgerufen am 15. Oktober 2022.
- ↑ Petra Schiffer: Dormagen: Zentrum will bei Landtagswahl antreten. In: ngz-online.de. 12. Mai 2008, abgerufen am 28. Februar 2015.
- ↑ Deutsche Zentrumspartei Kreisverband Cloppenburg-Vechta. Abgerufen am 14. November 2018 (Facebook-Seite des Zentrum-Kreisverbands Cloppenburg-Vechta).
- ↑ Wolf Siegert: Wer die Wahl hat… Day by Day, 13. Juni 2004.
- ↑ Die Landesverbände. 11. Mai 2022, abgerufen am 27. Mai 2022.
- ↑ Ex-AfD-Chef Meuthen in Zentrumspartei gewechselt. In: zdf.de. Abgerufen am 10. Juni 2022.
- ↑ Ex-AfD-Chef Jörg Meuthen verlässt Zentrum und räumt Scheitern ein. 8. September 2023, abgerufen am 8. September 2023.
- ↑ Zentrumspartei erstmals seit 1957 wieder im Bundestag vertreten. In: zeit.de. 18. Januar 2022, abgerufen am 11. Juni 2022.
- ↑ Tilman Steffen: Meuthen verschärft Krise der Zentrumspartei. Zeit Online, 23. August 2022, abgerufen am 23. August 2022.
- ↑ Ratswahl – Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Dormagen – Gesamtergebnis. Stadt Dormagen, archiviert vom ; abgerufen am 14. September 2020.
- ↑ Stadt Dormagen: News. Abgerufen am 21. September 2025.
- ↑ CDU-FDP-Zentrum Gruppe. Stadt Cloppenburg, abgerufen am 22. November 2022.
- ↑ Bürgermeister / Gemeinderat – Gemeinde Molbergen. Abgerufen am 14. September 2020.
- ↑ Amtsblatt für die Stadtteile Korschenbroich, Kleinenbroich, Glehn, Liedberg und Pesch. 18. September 2025, abgerufen am 21. September 2025.