Zeev Sherf

Zeʾev Sherf (hebräisch זְאֵב שֵׁרְף ‚Səʾev Scherf‘, amtlicher Geburtsnachname: Schärf; * 21. April 1906 in Izwor (heute Izvoarele Sucevei), südlich Czernowitz’, Bukowina, Österreich-Ungarn; † 18. April 1984) war ein israelischer Politiker und Minister.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach seiner Übersiedlung aus seiner zwischenzeitlich rumänisch gewordenen Heimat nach Israel 1925 war er in der marxistisch-zionistischen Bewegung Poalei Zion aktiv und einer der Gründer und Führer der Sozialistischen Jugend. Als solcher war er auch Organisator von Jugendlagern in Warschau.[1] In den 1930er Jahren war er Sekretär des Zentralkomitees (ZK) der Ha'Poʿel, des Arbeitersportbundes der Histadrut. Während des Zweiten Weltkrieges war er zwischen 1940 und 1944 Mitarbeiter des Kommandos der Hagana. Nach dem Kriegsende war er zunächst von 1945 bis 1947 Sekretär der Politischen Abteilung der Jewish Agency[2] und anschließend bis April 1948 Sekretär des Lageausschusses (וַעֲדַת הַמַּצָּב Waʿadat haMatzav), den Nationalausschuss der Repräsentantenversammlung des Jischuvs und Schärfs Arbeitgeber Jewish Agency nach Vorschlag des UN-Teilungsplans für Palästina im Dezember 1949 gegründet hatten, um die damit absehbare Staatsgründung Israels und einen Verwaltungsapparat vorzubereiten.[3] Der Lageausschuss stellte seine Tätigkeit mit der Gründung der Volksverwaltung (hebräisch מִנְהֶלֶת הָעָם Minhelet haʿAm) im April 1948 ein.
Nach der Gründung des Staates Israel war er von 1948 bis 1957 Sekretär der Regierungen der Ministerpräsidenten David Ben Gurion und Mosche Scharett. Anschließend war er Mitarbeiter des Finanzministeriums und als solcher verantwortlich für das Staatseinnahmen.
Seine politische Laufbahn begann er mit der Wahl zum Abgeordneten der Knesset am 22. November 1965, wo er bis zum 21. Januar 1974 die Interessen der Awoda vertrat. Am 22. November 1966 wurde er von Ministerpräsident Levi Eschkol zum Minister für Handel und Industrie ernannt und bekleidete dieses Amt bis zum 15. Dezember 1969. Zugleich war er vom 5. August 1968 bis zum 15. Dezember 1969 Finanzminister. Unter Eshkols Nachfolgerin Golda Meir war er im Anschluss daran bis zum 10. März 1974 Wohnungsbauminister.
Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Law and Administration in the State. 1953
- Three Days. 1959
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zeev Sherf auf der Webseite der Knesset (englisch)
- Minister of Finance, Past Finance Ministers
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ E. Eisenberg: Plotzk; a History of an Ancient Jewish Community in Poland. 1967, S. 59
- ↑ Yoav Gelber: Jewish-Transjordanian Relations, 1921-48: Alliance of Bars Sinister. 1996, ISBN 0-7146-4675-X, S. 213
- ↑ Giora Goldberg, Chaya Naor: Ben-Gurion Against the Knesset. London: Frank Cass, 2003, ISBN 0-7146-5556-2, S. 21
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sherf, Zeev |
| ALTERNATIVNAMEN | Sherf, Zeʾev |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 21. April 1906 |
| GEBURTSORT | Czernowitz |
| STERBEDATUM | 18. April 1984 |
, +
- Person (Hagana)
- Histadrut-Funktionär
- Person (Arbeitersport)
- Knesset-Abgeordneter
- Finanzminister (Israel)
- Wohnungsbauminister (Israel)
- Minister für Handel und Industrie (Israel)
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Rumänischer Emigrant
- Immigrant in Palästina zur Mandatszeit
- HaMa’arach-Mitglied
- Arbeitersport (Israel)
- Israeli
- Geboren 1906
- Gestorben 1984
- Mann