Zaha Hadid Architects
| Zaha Hadid Architects | |
|---|---|
| Rechtsform | Limited |
| Gründung | 1979 |
| Sitz | London, |
| Leitung | Patrik Schumacher |
| Mitarbeiterzahl | 400 (2026) |
| Branche | Architektur |
| Website | www.zaha-hadid.com |

Zaha Hadid Architects (kurz ZHA) ist ein britisches Architektur- und Designbüro mit Sitz in London. Es wurde 1979 von der irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid gegründet und zählt zu den international bekanntesten Büros der zeitgenössischen Architektur. ZHA arbeitet in den Bereichen Kultur-, Verkehrs-, Büro-, Wohn-, Bildungs- und Infrastrukturarchitektur sowie Städtebau, Innenarchitektur und Produktdesign.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zaha Hadid gründete ihr Architekturbüro 1979 in London, nachdem sie an der Architectural Association School of Architecture studiert und zeitweise im Umfeld des Office for Metropolitan Architecture gearbeitet hatte. In den ersten Jahren wurde das Büro vor allem durch Wettbewerbsentwürfe, Zeichnungen und theoretische Projekte bekannt, darunter The Peak in Hongkong aus dem Jahr 1983 und der Entwurf für das Opernhaus in Cardiff aus den 1990er Jahren. Viele dieser frühen Projekte wurden nicht gebaut, trugen jedoch wesentlich zur internationalen Wahrnehmung Hadids als Vertreterin einer radikalen, von konstruktivistischen und suprematistischen Einflüssen geprägten Architektur bei.[1][2][3]
Mit der wachsenden Zahl gebauter Projekte entwickelte sich ZHA seit den 2000er Jahren von einem stark auf Wettbewerbe und experimentelle Studien ausgerichteten Studio zu einem global tätigen Großbüro. Hadid erhielt 2004 als erste Frau den Pritzker-Preis, was auch die internationale Stellung ihres Büros stärkte.[4] Im Jahr 2016 wurde Hadid als erste Frau in eigenem Recht mit der Royal Gold Medal des Royal Institute of British Architects ausgezeichnet.[5] Nach ihrem Tod im März 2016 übernahm ihr langjähriger Partner und Mitarbeiter Patrik Schumacher die Leitung des Büros.[6]
Das Unternehmen hatte sich in den 2020er Jahren der künstlichen Intelligenz zugewandt, um die Gestaltung von Arbeitsplätzen zu unterstützen; es gründete eine eigene interne Abteilung namens ZHAI (Zaha Hadid Analytics + Insights), die sich mit dem Einsatz von KI befasste – etwas, das unter vergleichbaren Unternehmen eher ungewöhnlich war.[7]
Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zaha Hadid Architects ist ein in London ansässiges Architektur- und Designbüro. Nach eigenen Angaben arbeitet das Büro in unterschiedlichen Maßstäben und Sektoren, darunter Kultur-, Unternehmens-, Wohn- und öffentliche Gebäude sowie städtebauliche Projekte. ZHA nennt für sein internationales Werk über 900 Projekte in mehr als 40 Ländern. Das Büro beschäftigt knapp 400 Mitarbeiter aus zahlreichen Nationen.[8]
Seit 2021 befindet sich Zaha Hadid Architects im Eigentum eines Employee Benefit Trust. Das Büro erklärte damals, die Umstellung auf Mitarbeiterbeteiligung diene der langfristigen Sicherung der Unabhängigkeit und Kontinuität des Unternehmens.[9] Patrik Schumacher ist Principal von ZHA und führt das Büro seit Hadids Tod weiter. Er war 1988 zu Zaha Hadid gestoßen und war an der Entwicklung des Büros zu einer international tätigen Architekturmarke beteiligt.[10]
Die Architektur von ZHA wurde häufig dem Dekonstruktivismus und später einer stärker digital geprägten, fließenden Formensprache zugerechnet. Neben klassischen Architekturaufgaben bearbeitet ZHA auch Brücken, Verkehrsbauten, Masterpläne, Innenräume, Möbel und Produktdesign. Mit Zaha Hadid Design besteht zudem eine mit dem Architekturbüro verbundene Designmarke für Objekte, Möbel und Ausstellungen.[11]
Projekte (Auswahl)
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- Vitra Feuerwehrhaus (1993), Weil am Rhein, Deutschland
- Bergiselschanze (2002), Innsbruck, Österreich
- Rosenthal Center for Contemporary Art (2003), Cincinnati, Ohio, Vereinigte Staaten
- BMW Zentralgebäude (2005), Leipzig, Deutschland
- Ordrupgaard-Erweiterung (2005), Kopenhagen, Dänemark
- Phaeno Science Center (2005), Wolfsburg, Deutschland
- Maggie’s Centre am Victoria Hospital (2006), Kirkcaldy, Schottland
- Neue Stationen der Hungerburgbahn (2007), Innsbruck, Österreich
- Chanel Mobile Art Pavilion (2006–2008), Tokio, Hongkong, New York City, London, Paris und Moskau
- Bridge Pavilion (2008), Saragossa, Spanien
- J. S. Bach Pavilion, Manchester International Festival (2009), Manchester, Vereinigtes Königreich
- MAXXI – Museo nazionale delle arti del XXI secolo (1998–2010), Rom, Italien; Gewinner des Stirling-Preises 2010[12]
- Opernhaus Guangzhou (2010), Guangzhou, Volksrepublik China
- Riverside Museum (2011), Glasgow, Schottland
- Heydər Əliyev Merkezi (2007–2012), Baku, Aserbaidschan[13]
- Eli and Edythe Broad Art Museum der Michigan State University (2008–2012), East Lansing, Michigan, Vereinigte Staaten
- London Aquatics Centre (2012), London, Vereinigtes Königreich[14]
- Galaxy SOHO (2008–2012), Peking, Volksrepublik China
- Innovation Tower (2009–2013), Hongkong
- Dongdaemun Design Plaza (2008–2014), Seoul, Südkorea
- Port House (2009–2016), Antwerpen, Belgien
- Bahnhof Neapel-Afragola (2017), Afragola, Italien
- Neues Seeterminal Salerno (2016), Salerno, Italien
- CityLife-Büroturm Lo Storto und Wohngebäude, Mailand, Italien
- Morpheus Hotel (2018), Cotai, Macau
- 520 West 28th Street (2013–2018), Manhattan, New York City, Vereinigte Staaten
- Terminalgebäude des Flughafen Peking-Daxing (2014–2019), Peking, Volksrepublik China
- Leeza SOHO (2019), Peking, Volksrepublik China
- Jinwan Arts Center (2023), Zhuhai, Volksrepublik China
- Sky Park Residence (2024), Bratislava, Slowakei
- KAFD Metro Station (2024), Riad, Saudi-Arabien
- The Henderson (2024), Central, Hongkong
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ The Peak Leisure Club. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Cardiff Bay Opera House. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Die Architektur von Zaha Hadid: Die 7 beeindruckendsten Werke. 20. September 2024, abgerufen am 5. Juni 2026.
- ↑ Zaha Hadid. The Pritzker Architecture Prize, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Zaha Hadid Becomes the First Woman to Win the RIBA Gold Medal. In: Architectural Digest. 24. September 2015, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Patrik Schumacher Principal. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ How A.I. Is Helping Architects Change Workplace Design. 15. Juni 2023 (nytimes.com [abgerufen am 5. Juni 2026]).
- ↑ Zaha Hadid Architects. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Zaha Hadid Architects transitions to employee ownership. Zaha Hadid Architects, 7. Dezember 2021, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Patrik Schumacher Principal. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Zaha Hadid Design. Zaha Hadid Design, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ MAXXI: Museum of XXI Century Arts. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Heydar Aliyev Centre. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).
- ↑ London Aquatics Centre. Zaha Hadid Architects, abgerufen am 5. Juni 2026 (englisch).