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Xavier Naidoo

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Xavier Naidoo (2012)

Xavier Kurt Naidoo (* 2. Oktober 1971 in Mannheim) ist ein deutscher Soul- und R&B-Sänger, Komponist und Musikproduzent. Er gründete die Musikgruppe Söhne Mannheims mit und war Gründer der Musiklabel Beats Around the Bush und Naidoo Records. Gelegentlich war er auch als Schauspieler, Hörbuchsprecher, Fernsehmoderator und Juror tätig.

Sein Debütalbum Nicht von dieser Welt verkaufte sich seit 1998 mehr als eine Million Mal und erreichte wie fünf weitere seiner Soloalben Platz eins der deutschen Charts. Seine Liedtexte behandeln oft seine Vorstellungen vom Christentum und apokalyptische Szenarien.

Einige Texte und öffentliche Aussagen Naidoos lösten Kontroversen aus und wurden als rechtspopulistisch, rassistisch und antisemitisch eingestuft. Unter anderem verbreitete er Holocaustleugnung und die antisemitische Hetzschrift Protokolle der Weisen von Zion, vertrat Verschwörungstheorien von Reichsbürgern und QAnon-Gruppen sowie wissenschaftsfeindliche Positionen. Damit wurde er zu einem bekannten Vertreter der Querdenker-Bewegung. Nachdem er sich 2022 entschuldigt und teilweise von seinen Aussagen distanziert hatte, verbreitete er 2026 erneut Verschwörungstheorien.

Herkunft, Familie, Werdegang

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Naidoo wurde 1971 in Mannheim geboren. Seine Eltern stammen aus Südafrika, seine Mutter hat irische und der Vater indische Wurzeln.[1] Er wuchs im Mannheimer Stadtteil Wallstadt auf und wurde römisch-katholisch erzogen. Nach Eigenangaben wurde er in seiner Schulzeit wegen seiner dunklen Hautfarbe gehänselt und lernte Kickboxen zur Selbstverteidigung.[2] Er begann in Schul- und Kirchenchören mit dem Singen, wurde Mitglied im Mannheimer Celebration Gospel Choir und in der Regionalband Just 4 Music. Er machte die Mittlere Reife, begann eine Lehre als Koch, arbeitete als Model für Bademoden[3] und als Türsteher des Mannheimer Milk!-Clubs.[4]

Am Silvesterabend 1992 hatte Naidoo nach späteren Eigenangaben ein persönliches Bekehrungserlebnis. Seitdem sah er es als seine Berufung an, eine christliche Botschaft zu verbreiten. Er verarbeitet religiöse Motive in seinen Liedtexten. Diese beziehen sich auf Inhalte des Alten Testaments, oft verbunden mit einer Naherwartung der Wiederkunft Christi oder Beschreibungen einer schon begonnenen Apokalypse.[5] Er identifiziert seine Heimatstadt Mannheim mit dem Neuen Jerusalem.[6]

1993 zog Naidoo in die USA und produzierte dort unter dem Namen Kobra das englischsprachige Soloalbum Seeing Is Believing, das sich jedoch kaum verkaufte. Er kehrte nach Deutschland zurück und trat ab 1994 als Backgroundsänger beim Rödelheim Hartreim Projekt der Frankfurter Produzenten Moses Pelham und Thomas Hofmann auf. Daraufhin baute das Musiklabel Pelham Power Productions (3p) ihn zum Solokünstler auf und produzierte mit ihm und Sabrina Setlur 1994 die Single Freisein. Dies machte ihn erstmals einem größeren Publikum bekannt.[3] 1995 und 1998 trat er als Hauptdarsteller der Musicals Human Pacific und People in Mannheim und Hockenheim auf.[7]

Im Jahr 2000 wurde Naidoo wegen Drogenbesitzes und wiederholten Fahrens ohne Führerschein zu 20 Monaten Haft verurteilt, die gegen Zahlung von 100.000 DM sowie drei Drogentests zur Bewährung ausgesetzt wurden.[8] Im selben Jahr verklagte das Label 3p ihn wegen eines angeblichen Vertragsverstoßes durch seine ersten Produktionen mit den Söhnen Mannheims. Das Landgericht Mannheim entschied zu seinen Gunsten.[9]

Auf Einladung der deutschen Botschaft gab Naidoo mit den Söhnen Mannheims im Juni 2005 ein Konzert in der Israeli Opera in Tel Aviv.[10] Neben seiner Band engagierte sich Naidoo unter anderem bei Brothers Keepers, 4 Your Soul, Rilke Projekt, Rock gegen Rechts,[11] Zeichen der Zeit und Fourtress.[12] 2010 unterstützte er die Fernsehsendung Tatort Internet – Schützt endlich unsere Kinder mit dem Titelsong Sie verdienen einen besonderen Schutz. Er wurde nach eigener Aussage durch den Song Der beste Tag meines Lebens von Kool Savas Vegetarier.[13] Seiner Heimatstadt widmeten er und seine Band Söhne Mannheims einige Lieder wie Meine Stadt und Wo ist mein Platz. In einem Interview im Jahr 2013 gab Naidoo an, dass er in Heidelberg lebe.[1]

Von 1997 bis 2007 war Naidoo mit Stefanie Johst zusammen, die auch nach der Trennung Geschäftsführerin seiner Plattenfirma blieb.[14] Im Januar 2012 heiratete Naidoo, ohne dies und den Namen seiner Frau bekanntzugeben. Im Herbst 2012 bestätigte er die Eheschließung.[15] Seit 2013 hat das Paar einen Sohn, was er im Mai 2015 öffentlich machte.[16] Im April 2022 gab Naidoo bekannt, dass seine Ehefrau Julia heiße und aus der Ukraine stamme.[17]

1998–2004: Nicht von dieser Welt, Zwischenspiel – Alles für den Herrn

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Xavier Naidoo (2002)

Mit seinem Album Nicht von dieser Welt und der gleichnamigen Single, die die Zeitschrift Bravo einer Kompilation beifügte, wurde Naidoo einem breiteren jungen Publikum bekannt. Er organisierte Liveauftritte in ganz Deutschland überwiegend selbst und in Zusammenarbeit mit dem Label 3p. Insgesamt besuchten mehr als 300.000 Menschen die Konzerte der Tour. 1999 erschien ein Mitschnitt davon.

Das Album wurde mehr als eine Million Mal verkauft und damit Naidoos größter Erfolg.[18] Auch der hymnenhafte Titelsong Sie sieht mich nicht (Musik von Jean-Jacques Goldman) für den Kinofilm Asterix und Obelix gegen Caesar brachte ihm 1999 beträchtliches Airplay in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein.

Naidoos zweites Soloalbum Zwischenspiel – Alles für den Herrn von 2002, ein Doppelalbum, thematisiert vor allem seinen persönlichen Glauben und enthält „apokalyptische Pop-Visionen“ sowie „entspannte Reggae-Psalmen“.[19] Es erreichte in Deutschland und Österreich Platz eins und in der Schweiz Platz drei der Albumcharts.

Ebenfalls 2002 war Naidoo Synchronsprecher des Hauptdarstellers Alexandre Rodrigues für die deutschsprachige Fassung des Films City of God. Die Single Ich kenne nichts (das so schön ist wie du) aus dem Album The World According to RZA mit RZA erreichte 2003 in Deutschland den ersten Platz der Charts. Für das Album nahm er auch eine Coverversion von Don’t Give Up auf.

2005–2008: Telegramm für X, Fußball-WM in Deutschland

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Naidoos drittes Soloalbum Telegramm für X vom Dezember 2005 stieg auf Platz eins der Albumcharts in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wurde vierfach mit Platin ausgezeichnet und verkaufte sich rund 800.000 Mal. Die von Philippe van Eecke produzierte Single Dieser Weg vom November 2005 erreichte Platz zwei der deutschen Charts, blieb dort mehrere Wochen lang und wurde zum Hit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Außerdem erreichte der Song die Top Ten in Österreich und in der Schweiz. Die zweite Singleauskopplung Bist du am Leben interessiert erreichte Platz 27 der deutschen Singlecharts. Im Juni 2006 erschien der Song Zeilen aus Gold, im November 2006 folgte Was wir alleine nicht schaffen.

Nachdem die deutsche Fußballnationalmannschaft im Halbfinale der WM ausgeschieden war, sang Naidoo im Juli 2006 zu ihrer Begrüßung auf der Fanmeile in Berlin und veröffentlichte dann das Lied Danke für die Mannschaft. Der Song stieg auf Platz eins der deutschen Singlecharts, hielt sich dort insgesamt fünf Wochen und erreichte auch in Österreich und in der Schweiz die Top Ten.

2007 legte Naidoo mit seinen Soloprojekten eine Pause ein, beteiligte sich jedoch musikalisch an einigen Projekten anderer Künstler. Im selben Jahr veröffentlichte er die im Kinderbuchverlag Wolff erschienene Kinderplatte Peter und der Wolf von Sergei Sergejewitsch Prokofjew. 2008 trat er zusammen mit den Söhnen Mannheims in der Reihe MTV Unplugged auf.

2009–2019: Weitere Alben, The Voice of Germany und Bundesvision Song Contest

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2009 tourte Naidoo mit den Söhnen Mannheims durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und trat jeden zweiten Abend mit ihnen und dazwischen alleine auf. Dabei stellte er sein viertes Soloalbum Alles kann besser werden (erschienen Oktober 2009) vor, die Band ihr Album Iz On (erschienen Juli 2009).[20]

2011 und 2012 war Naidoo Juror und Coach in der deutschen Castingshow The Voice of Germany. 2012 trat er zusammen mit Kool Savas unter dem Namen Xavas für Baden-Württemberg beim Bundesvision Song Contest an. Die beiden siegten und produzierten dann ihr Album Gespaltene Persönlichkeit. Im selben Jahr erschien Naidoos Song Eye Opener, den er mit dem Produzenten Kris Menace für dessen Album Features geschrieben hat.[21]

2013 veröffentlichte Naidoo das Album Bei meiner Seele. Dessen Titelsong sowie die Songs Der letzte Blick und Hört, Hört wurden als Singles ausgekoppelt. Im selben Jahr erschien auch das Dubstep-Album Mordsmusik unter dem Pseudonym Der Xer; 2014 folgte das Album Tanzmusik.[22]

Im April 2016 erschien das Album Nicht von dieser Welt 2, das Naidoo mit seinem ehemaligen Mentor Moses Pelham drei Jahre lang erstellt hatte. Es wurde sein neuntes Nummer-eins-Album. Die erste Single Frei hielt sich eine Woche lang in den deutschen Charts. Im selben Jahr lud ihn Andreas Gabalier als Duettpartner in die Konzertreihe MTV Unplugged ein, wo sie den Titel A Meinung ham – dahinter stehn sangen.[23] Naidoos Album Für dich (November 2017) erreichte Platz drei der deutschen Charts. Im Juli 2019 erschien sein elftes und vorerst letztes Studioalbum Hin und weg. Im Dezember 2019 gab er sein letztes Konzert vor einer mehrjährigen Bühnenpause.

In den Folgejahren wurde er zu einem bekannten Vertreter der Querdenker-Bewegung und verbreitete weitere Verschwörungstheorien und antisemitische Äußerungen. 2022 entschuldigte er sich und distanzierte sich teilweise von seinen Aussagen, ohne konkret zu benennen, auf welche vergangenen Äußerungen er sich bezieht.

Auftritte ab 2024

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Im April 2024 trat Naidoo überraschend bei der Liebeskasper-Tournee von Komiker Oliver Pocher auf.[24] Im Januar 2025 erschien das Album Letzte Worte des Musikers Moses Pelham, auf dem Naidoo bei einem Lied als Gastsänger mitwirkte. Dies zog erste kritische Reaktionen nach sich.

Im Dezember 2025 begann Naidoo nach sechsjähriger Auftrittspause eine Tournee mit zwei Auftritten in Köln.[25][26] Dort sang er vor allem seine bekannten Hits und schwieg über seine Vorgeschichte und den laufenden Prozess. Dies nahmen Beobachter als verpasste Chance wahr, sich zu erklären, auch weil seinem kurzen und vagen Entschuldigungsvideo keine Erklärung gefolgt war.[27][28]

Kontroverse Aussagen

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Einige politische Aussagen Naidoos in seinen Interviews, Songs und Videos von etwa 1998 bis 2022 lösten Kontroversen aus. Sie wurden unter anderem als verschwörungsideologisch, rechtspopulistisch, rassistisch, antiamerikanisch, antisemitisch, homophob, demokratiefeindlich und als Aufrufe zu Gewalt und Selbstjustiz kritisiert.

„Reichsbürger“-Thesen und Kontakte zu Rechtsextremen

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Nach Angaben des Journalisten Dirk Laabs bezweifelte Naidoo 1998 in einer Livesendung die Legitimität der Bundestagswahl 1998, so dass er ihm habe den Ton abdrehen müssen.[29]

2011 behauptete Naidoo im ARD-Morgenmagazin, Deutschland sei „immer noch ein besetztes Land“. Es habe keinen Friedensvertrag, sei also „kein echtes Land“. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag sei kein gültiger Friedensvertrag.[30] Die USA seien hier nach wie vor die Besatzungsmacht. Er vertrat damit ein von Rechten bekanntes Opfernarrativ, wonach die Alliierten Deutschland nicht vom Nationalsozialismus befreit, sondern die US-Amerikaner es unterjocht hätten.[29]

2010 zeigte Naidoo den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Mitglieder der Bundesregierung erfolglos wegen Hochverrats an, weil er sie für die Finanzkrise ab 2007 verantwortlich machte. Köhler, so behauptete er 2011 in einem Interview, habe als „der maßgebliche Finanzreferent […] Deutschland in die Währungsunion und die EU gebracht“, aber dafür „kein Mandat des eigentlichen Souveräns, nämlich des Volkes“ gehabt. Bei der Werbung für spätere seiner Alben verwies Naidoo auf seine Strafanzeigen und forderte „das Volk“ auf, es solle aufstehen und „Unmut äußern, Petitionen schreiben, auf die Straße gehen, übers Internet Flashmobs organisieren“.[31] 2015 erklärte Naidoo, direkt nach seiner Internetlektüre, wonach Köhler den Euro in Deutschland „ohne verfassungsrechtliche Legitimation“ habe einführen wollen, habe er ihn angezeigt und sich dazu „etwas Mut angetrunken“.[32]

Bei einer der Mahnwachen für den Frieden im August 2014 in Mannheim spekulierte Naidoo, die National Security Agency (NSA) der USA überwache Menschen, „weil die Deutschen es ihr per Gesetz erlauben“. Deutschland sei „eigentlich gar kein richtiges Land“, „weil wir immer noch besetzt sind“. Mit solchen Aussagen vermengte Naidoo laut dem Journalisten Georg Diez (Der Spiegel) „Verschwörungstheorien, Demokratiefeindlichkeit, Nationalismus, Antiamerikanismus, Antikapitalismus und Friedensgeraune zu einer dunklen Suppe“. Er vertrete seit 2011 Gedanken und Codes von Rechten, die den Sieg der Alliierten über NS-Deutschland als Kriegsniederlage, nicht als Befreiung sehen, und eine fortdauernde Besetzung behaupten. Seine „Mission“ richte sich „gegen Deutschland in seiner gegenwärtigen Form und Gestalt“. Daher benutzten Gruppen wie reichsbund.org seine Lieder für ihre Propagandavideos, etwa den Song IZ on der Söhne Mannheims, der einen Gewaltaufruf enthalte.[33]

Im Song Die Wahrheit (September 2014) beschrieb Naidoo sich daraufhin als Kämpfer, hinter dem Gott stehe, und nannte als seine Gegner „Georg“ (Diez) und Bundespräsident Joachim Gauck, der zum „Krieg animiere“. Deutschland stehe eine Invasion bevor: „Was wirst du machen, wenn die Russen hier sind und die Cheneys drüber lachen.“ Ferner griff er Bundeskanzlerin Angela Merkel unter ihrem Geburtsnamen „Frau Kasner“ an.[34] Er selbst sei zu jung, um „Reichsbürger“ zu sein. Er sehe sich „am ehesten als libertären gläubigen Menschen“ gemäß der Definition von Murray Rothbard und sehe die Dinge so wie Oliver Janich in dessen Buch Die Vereinigten Staaten von Europa, das er zu lesen empfahl. Die Wahrheit sei „blutrot wie ein rotes Buch“ und ein so hohes Gut, dass man allen Mut dafür brauche. Damit stilisierte er sich laut dem Musikexpress zum Medienopfer und zugleich zum Prediger für seine Fans, die den Song feierten.[35]

Wiederholt bekräftigte Naidoo, Deutschland sei besetzt und der Zwei-plus-Vier-Vertrag sei ungültig.[36] Am 3. Oktober 2014, dem Tag der Deutschen Einheit, trug er bei einer Reichsbürgerkundgebung vor dem Berliner Reichstagsgebäude[30] ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Freiheit für Deutschland“ und erklärte: Es müsse „Ordnung geschaffen (werden) in diesem Land“. Als Beleg für eine angebliche US-amerikanische Besatzungsmacht verwies er auf die Ramstein Air Base.[29] Über diesen Auftritt berichtete er später, er sei nur zufällig in die Kundgebung geraten.[37] Aber auch grundsätzlich wolle er auf Mahnwachenbesucher und „Reichsbürger“ zugehen; sie seien „alles Systemkritiker so wie ich“. Zugehen wolle er auch auf die NPD.[38] Diese „Systemkritik“ wurde als Deckmantel zum Verbreiten von Verschwörungstheorien kritisiert.[39]

Im März 2015 behauptete Naidoo mit Bezug auf den Historiker Josef Foschepoth, die Bundesregierung habe den Amerikanern in Geheimvereinbarungen erlaubt, die Deutschen zu überwachen. Somit sei Deutschland „kein souveränes Land, wir sind nicht frei.“[40] Im März 2020 ergänzte er, er gehe „in diesem Unrechtssystem“ nicht wählen, um sich nicht am Unrecht zu beteiligen. Er kündigte ein „patriotisches Album“ an und behauptete, die historischen Nazis seien „eigentlich Linke gewesen“ und „die wahren Faschisten“ seien heute die SPD und die Partei Die Linke.[29] Im April 2020 nannte er den Morgenthau-Plan, den Hooton-Plan und Nizer-Plan „Pläne zur Vernichtung Deutschlands“, die jeder Migrant und Flüchtling kennen solle. Damit griff er die rechtsextreme These auf, die heutigen Bundesregierungen führten diese Nachkriegspläne für einen „großen Austausch“ der deutschen Bevölkerung aus.[41]

Naidoo nannte den wegen eines Mordversuchs verurteilten „Reichsbürger“ Rüdiger Hoffmann einen „wahren Helden“. Er erwog auch eine Zusammenarbeit mit dem rechtsextremen Rapper Chris Ares. 2020 erklärte er, er habe sich von der Unterhaltungsindustrie losgesagt und sehe seine Aufgabe darin, „die Leute aufzuklären“.[42] Er distanzierte sich gegenüber dem rechtsextremen Magazin Compact von Teilen des antifaschistischen Liedes Adriano, bereute seine Mitwirkung daran, hielt nun für möglich, dass „V-Männer“ statt Nazis ihn für diesen Song angegriffen hätten, und behauptete, es gebe laut Europol keine rechte Gewalt in Deutschland.[43]

2021 veröffentlichte Naidoo in seinem online-Projekt „Die Konferenz“ das Duett Heimat mit dem ehemaligen Sänger der Hooligan-Band Kategorie C, Hannes Ostendorf: Sie seien der „letzte Widerstand mit Fackeln und Flammen“; auf die Frage, ob die Heimat „wert zu sterben“ sei, antworteten sie: „Deine Heimat gibst du so schnell nicht auf.“[44] Auf einer Mini-CD mit vier Titeln, die über die Kategorie-C-Homepage verkauft wurde, sangen Naidoo und Ostendorf ein weiteres Duett mit dem Titel Deutschland krempelt die Ärmel hoch. Das Video dazu zeigt Mitglieder rechtsextremer Rocker- und Hooligan-Gruppen. An einem anderen Lied auf dieser CD wirkte der Holocaustleugner Nikolai Nerling mit.[45] Beim Song Ich mach da nicht mit wirkte Naidoo unter anderem mit dem rechten Influencer Matthäus Westfal zusammen.[44]

Ab 2009 trat Naidoo mit Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 hervor, etwa in dem Song Goldwaagen/Goldwagen: „911, London und Madrid / jeder weiß, dass al-Qaida nur die CIA ist. World Trade Center Nr. 7. Warum ist von dem Gebäude nichts mehr übrig geblieben“. Er behauptete damit, die Central Intelligence Agency der USA habe die islamistischen Terroranschläge am 11. September 2001, die Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London und die Madrider Zuganschläge von 2004 inszeniert.[30] Im Juni 2010 besuchte er jedoch die deutschen Truppen der Bundeswehr in Afghanistan im Camp Marmal (Masar-e Scharif) und im Feldlager Kundus und gab dort mehrere Konzerte.

Bei der Reichsbürgerkundgebung am 3. Oktober 2014 sagte er: Wer glaube, dass Islamisten hinter den Anschlägen vom 11. September 2001 steckten, habe „den Warnschuss“ nicht gehört und „einen Schleier vor den Augen“.[29]

Eigenbezeichnung als Rassist

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Im Juni 1999 bezeichnete sich Naidoo in einem Interview mit dem Musikexpress als „Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“.[46] Er trete lieber für Mannheim ein, als „irgendwelchen Tieren oder Ausländern“ Gutes zu tun. Zugleich deutete er Texte an, die er bislang nicht publiziere, da sie „zu krass rübergekommen wären“. Diese Aussagen wurden damals von jenen, die Naidoo Preise verliehen und ihn als Friedensbotschafter ehrten, kaum beachtet.[29]

Songtext zu angeblichen Ritualmorden an Kindern

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Auf dem Album Gespaltene Persönlichkeit von 2012 erschien als Hidden Track am Ende der Song Wo sind sie jetzt?. Darin singt Naidoo: „Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend, trotzdem will ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?“[33] Kool Savas folgt mit den Zeilen: „Okkulte Rituale besiegeln den Pakt mit der Macht / Teil einer Loge getarnt unter Anzug und Robe / Sie schreiben ihre eigenen Gebote.“ Laut Naidoo beschreibt der Song „furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren, über die aber nie jemand spricht, nie jemand berichtet.“ Dies erläuterte er im September 2012 bei radio ffn.

Harald Peters (Die Welt) fasste die Textaussage polemisch so zusammen: „Schwule Kapitalisten entwickeln unter dem Eindruck der Macht eine unbändige Lust, Kinder abzuschlachten, und schließen sich zu diesem Zweck zu Geheimgesellschaften zusammen.“ Bei Naidoo gehe Homophobie mit der Sehnsucht nach einer starken männlichen Schulter einher. Das ganze Album sei mit den Schwerpunkten „Gott ist groß“ und „Ich bin der Größte“ bzw. „Wir sind die Größten“ von Selbstgerechtheit, Humorlosigkeit und mangelnder Qualitätskontrolle geprägt.[47] Georg Diez kritisierte die zitierten Zeilen als „Mischung aus Homophobie und Heilsfantasien“ und nannte sie als Beispiel für den „Furor des Kleinbürgers“ und „Gedanken des christlichen und sonstigen Fundamentalismus“.[33]

Die Linksjugend solid zeigte beide Musiker, ihre Plattenlabels und ihre Vertriebsfirma wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten wie schwerer Körperverletzung und Totschlag sowie wegen Volksverhetzung an. Eine Sprecherin kritisierte den Liedtext als „Gewaltverherrlichung, Menschenverachtung und Homophobie“. Er setze satanistische Rituale von Kindesmissbrauch mit Pädophilie und Homosexualität gleich.[48] Naidoo inszeniere sich als „Kämpfer für das Gute mit Heiligenschein“, stachele tatsächlich aber mit seiner „verqueren Weltsicht“ zu Gewalt und Selbstjustiz an. Die Landesarbeitsgemeinschaft queer.NRW der Linkspartei unterstützte die Anzeige: Naidoo sei ein „christlich-homophober Gewaltverherrlicher mit Führerkomplex“.[49] Auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) erstattete Anzeige gegen die Musiker und forderte, sie müssten den Song zurücknehmen.

Im November 2012 wiesen Naidoo und Savas die Vorwürfe auf der Projektseite für das Album zurück: Sie wollten nur auf das Thema des rituellen Kindermords aufmerksam machen und hätten nicht beabsichtigt, Homosexualität und Pädophilie gleichzusetzen oder zu Gewalt aufzurufen. Die Frage nach Helfern, starken Männern und Führern im Liedtext beziehe sich nur auf die „Verantwortlichen in Politik, Medien und bei den Ermittlungsbehörden“. Naidoo betonte: „Wenn ich in meinem Leben eines erreichen möchte, dann, dass nie wieder Kinder auf diese furchtbare Weise ums Leben kommen.“ Er sei als Kind selbst von einem Pädophilen missbraucht worden.[50]

Die Staatsanwaltschaft Mannheim sah keinen Anfangsverdacht auf eine strafbare Handlung und eröffnete darum kein Ermittlungsverfahren gegen die Musiker.[51]

Judenstern-Vergleich

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Im Dezember 2015 veröffentlichte der Publizist Jürgen Todenhöfer in Absprache mit Naidoo auf Facebook den Song Nie mehr Krieg der Söhne Mannheims. Darin heißt es: „Muslime tragen den neuen Judenstern, alles Terroristen, wir haben sie nicht mehr gern.“ Anlass war die bevorstehende Bundestagsentscheidung über den Bundeswehreinsatz gegen den Islamischen Staat in Syrien. Der Song, der die Ablehnung des Einsatzes ausdrückte, wurde vielfach geteilt und kontrovers diskutiert.[52] Medien kritisierten ihn scharf: Arno Frank bezeichnete die Zusammenarbeit von Naidoo und Todenhöfer als „heilige Allianz aus Aluminiumhut und Palästinensertuch“. Die Verbreiter des Songs verträten die „bizarre Ansicht, ein Genozid an der muslimischen Bevölkerung Europas stünde unmittelbar bevor“.[53] Michael Hanfeld (Frankfurter Allgemeine Zeitung) warf Naidoo vor, „wirr“ zu reden.[54] Johannes Boie (Süddeutsche Zeitung) kritisierte die Verharmlosung der Judenverfolgung während der NS-Diktatur durch den „grotesken“ Judensternvergleich.[55] Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg, der zuvor eine Solidaritätsaktion für Naidoo initiiert hatte, nannte den Vergleich „fragwürdig wie unzutreffend und überflüssig“ und kritisierte Naidoos Allianz mit Todenhöfer.[56]

Im April 2017 veröffentlichte Naidoo mit den Söhnen Mannheims das Lied Marionetten.[57] Dessen Text wurde in der Presse teils als antisemitisch, rechtspopulistisch und verschwörungstheoretisch wahrgenommen.[58] Leonie Feuerbach (FAZ) stufte das Lied als „Reichsbürger-Hymne“ ein.[59] Für Andreas Borcholte (Spiegel) zeigte das Lied, wo Naidoo stehe, „sehr tief im Wutbürger-Morast nämlich, wo Kampfbegriffe wie ‚Lügenpresse‘ und ‚Volksverräter‘ gesellschaftszersetzend vor sich hin stinken“.[60] Die Stadt Mannheim distanzierte sich danach von den Söhnen Mannheims und forderte eine Erklärung für „die anti-staatlichen Aussagen in den Songtexten“.[61] Der Satiriker Jan Böhmermann veröffentlichte im Mai 2017 eine Parodie auf Text und Band.[62]

Flüchtlingsfeindliche Aussagen

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Im März 2020 erschien ein Video, in dem Naidoo zwischen den Zeilen „Ihr seid verloren“ singend behauptete: „[…] Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden. Sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden. […] Weit und breit ist hier kein Mann, der dieses Land noch retten kann. […] Aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht? Bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt. Dann muss ich harte Worte wählen. Denn keiner darf meine Leute quälen. Wenn doch, der kriegt's mit mir zu tun. Lass uns das beenden und zwar nun.“[63]

Auf Telegram verbreitete der Nutzer Xavier N. den Songausschnitt mit „patriotischen Grüßen“ als Refrain eines neuen Albums. Auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka und andere Rechtspopulisten verbreiteten das Video im Netz. Die Aussagen wurden als rassistische Anspielungen auf angebliche Taten und Ziele Geflüchteter verstanden. Scharfe Kritik äußerten unter anderen Oğuz Yılmaz, Georg Restle und Karolin Schwarz: Sie verwies darauf, dass auch der Attentäter von Hanau wenige Wochen zuvor tatsachenwidrig tägliche Morde von Geflüchteten an Deutschen behauptet hatte.[64]

In einem zweiten Video sang Naidoo, die Künstlerinitiative „Wir sind mehr“ sei „einfach nur peinlich und deutschlandfeindlich“. Beide Videos waren nach den rechten Aufmärschen in Chemnitz 2018 entstanden. Ohne auf die vorherige Kritik einzugehen, bekräftigte Naidoo im März 2020, alle Gäste (Flüchtlinge) müssten sich an Recht und Moral des „Gastgebers“ halten. Ein kleiner Teil belaste und gefährde mit erschreckend zunehmenden Gewaltakten alle anderen.[65]

Rechtsextreme begrüßten Naidoos Videos begeistert.[66] Jürgen Elsässer erklärte Naidoo in seinem Magazin Compact zu einem der „wenigen Helden“.[67] Compact hatte Naidoo schon seit 2014 in mehreren Ausgaben gelobt und nach dem DSDS-Ausschluss eine biografische Sonderausgabe zu ihm veröffentlicht. Im April 2020 warb Naidoo im Gegenzug auf seinem Telegramkanal für das Magazin, das das Bundesamt für Verfassungsschutz inzwischen als rechtsextremen Verdachtsfall eingestuft hatte.[68]

Klimawandelleugnung

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In einem weiteren Video vom März 2020 präsentierte sich Naidoo als Klimakrisenleugner[69] und behauptete, hinter der Bewegung Fridays for Future stecke der Antichrist. Denn die drei Buchstaben F ihres Kürzels stünden an sechster Stelle im Alphabet, symbolisierten also die Zahl Sechshundertsechsundsechzig. Er bezichtigte den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und den Astrophysiker Harald Lesch der Lüge, kündigte an, ihrer Aussagen vor Gericht prüfen zu lassen, und erklärte, er werde keins seiner Autos wegen der „Klimahysterie“ verschrotten.[70]

QAnon-Ideologie

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Im April 2020 behauptete Naidoo in einem selbst gefilmten Video weinend, weltweit würden gerade Kinder aus den Händen von Pädophilen befreit. Er forderte dazu auf, im Internet nach Adrenochrom zu suchen. Damit griff er eine Hauptthese der QAnon-Verschwörungsideologie auf, wonach Adrenochrom eine aus den Körpern entführter und gefolterter Kinder gewonnene Verjüngungsdroge der „Hollywood-Elite“ sei. Er übernahm die These wohl von QAnongruppen auf Telegram, betonte aber, er wisse „seit mindestens 15 Jahren, was los ist“.[71] Wie in früheren Songs sprach er hier erneut über entführte und gefolterte Kinder, diesmal, um ihnen Blut für eine Art Anti-Aging-Produkt abzuzapfen. Dann würden sie an Organhändler verkauft und für Kannibalismus getötet. Im Kontext erwähnte er Ritualmorde, eine geheimnisvolle Sekte und Satanismus. Die Adrenochrom-Legende gilt als Neuauflage der antisemitischen Ritualmordlegenden.[72]

Naidoos Video wurde auf Telegram mit Links zu rechtsextremen Medien und QAnonparolen verknüpft,[73] auf einem verschwörungsideologischen YouTube-Kanal zudem mit einer weiteren QAnonthese: Aktuell würden auf einem vor New York City ankernden Hospitalschiff für Coronakranke Kinder versorgt, die aus unterirdischen Anlagen befreit worden seien. Dort habe man sie als Sexsklaven gehalten.[72] Damit trug Naidoo erheblich zur Verbreitung der QAnonideologie im deutschsprachigen Raum bei, die schon rechtsextreme Attentäter beeinflusst hatte.[74]

Auch in weiteren Videos befasste sich Naidoo mit der angeblichen Superdroge. Im Mai 2020 übernahm er eine weitere QAnonthese: Unter Europa befinde sich ein riesiges, weitverzweigtes Tunnelnetz, das bis nach New York reiche. Dort werde eine brutale Schlacht zwischen Robotern und Klonen ausgetragen. Die Tunnel würden mit einer Menschen unbekannten Technologie gebaut.[75] Durch seine Bekanntheit brachte Naidoo viele Menschen mit solchen Fantasien in Kontakt und ermutigte Rechtsextreme, indem er ihre Narrative und Floskeln verbreitete.[76]

Ebenfalls im Mai 2020 vertrat Naidoo auf seinem Telegram-Kanal unter anderem die Flache-Erde-These[77] und sprach von Aliens: Diese seien „Dämonen und Gefallene, deren Ursprung unter der Erde liegt.“ Auch gebe es keinen Weltraum.[78]

Leugnung des Coronavirus

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In einem Video vom 24. April 2020 bestritt Naidoo die Existenz des Corona-Virus, forderte Beweise für seine Existenz, lehnte das Tragen von Mund-Nasen-Schutz-Masken ab und kündigte an, die Regierung wegen der Schutzmaßnahmen zu verklagen.[79]

Am 24. August 2020 rief Naidoo mit zur damals noch verbotenen Protestkundgebung in Berlin am 29. August 2020 auf. Er empfahl Teilnehmern, ihre Handys schon bei der Anfahrt auszuschalten und in Alufolie oder Blechdosen zu packen, da „von Sendemast zu Sendemast die Signale gezählt“ würden. Sonst könne „erfasst werden, wie viele Menschen in die Stadt fahren“, um entsprechende Autobahnabschnitte sperren zu lassen und so Anreisende absichtlich an der Teilnahme zu hindern.[80] Bei den zuletzt erlaubten Protesten kam es zu Gewaltübergriffen, öffentlicher Zurschaustellung rechtsextremer Symbole und einem Versuch, das Reichstagsgebäude zu stürmen.[81]

Nachdem Attila Hildmann im Februar 2021 während laufender Ermittlungen gegen ihn in der Türkei untergetaucht war, schrieb Naidoo auf seinem Telegram-Kanal: „Ich bin glücklich, dass er in Sicherheit ist, dass er sich wohlfühlt. Ich stehe weiterhin zu ihm“. Hildmann sei „ein blitzgescheiter Unternehmer“.[82]

Im Mai 2021 erschienen zwei Musikvideos von Naidoo und weiteren Musikern. Das Lied Ich mach da nicht mit erschien unter dem Projektnamen Rapbellion mit einigen bis dahin eher unbekannten Rappern aus dem rechten Lager.[83] Darin wurden Verschwörungsmythen zur COVID-19-Pandemie verbreitet und es wurde zum bewaffneten Kampf gegen einen vermeintlichen Deep State aufgerufen. Naidoo rief dort auch zur Verweigerung der Impfung gegen COVID-19 auf.[84] Zudem zeigt das Video einen computeranimierten Bombenanschlag auf ein reales Impfzentrum in Bremen und körperliche Gewalt gegen einen fiktiven Sicherheitsmitarbeiter[85] sowie Personen mit T-Shirts der „Coronarebellen Düsseldorf“. Diese Gruppe war am 29. August 2020 am versuchten Sturm auf den Reichstag beteiligt. Das Video wurde kurz darauf auf YouTube gesperrt, wurde aber danach über andere Kanäle wieder hochgeladen.[86]

Am Song Heimat unter dem Projektnamen „Die Konferenz“ beteiligten sich mehr als 15 Personen aus dem Querdenker-, Impfgegner- und Reichsbürger-Umfeld, darunter Hannes Ostendorf von der rechtsextremen Band Kategorie C, der Verschwörungsideologe Oliver Janich und der ehemalige AfD-Politiker Heinrich Fiechtner. Inhaltlich greift der Song neben dem Heimatbegriff die Themen Migration, Impfungen und Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie auf.[87] Der Song ist als eine Art Hymne auf die Heimat angelegt.[88] Simone Meier (Watson.ch) bezeichnete ihn als „süsslich-pathetische Mobilmachung konservativer Kräfte“.[83] Naidoo ist bei beiden Liedern als Texter und Komponist aufgeführt. Zusammen mit ihm sind auch der Rapper Umut Karakaya („Ukvali“) sowie der Verschwörungstheoretiker Sebastian Verboketan als Komponisten und Texter beteiligt.[87]

Nach diesen beiden Veröffentlichungen mehrten sich Stimmen gegen für 2021 geplante Konzerte des Musikers,[89] besonders gegen das am 9. Oktober in der SAP Arena von Mannheim.[90]

Naidoo erhielt ca. 1,1 Mio. Euro in vier Tranchen an Corona-Hilfen für entgangene Konzerteinnahmen, die vermutlich nicht zurückgezahlt werden müssen.[91][92]

Antisemitische Aussagen

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Im Oktober 2009 erschien auf Naidoos Album Alles kann besser werden der Song Raus aus dem Reichstag mit den Zeilen:

„Wie die Jungs von der Keinherzbank, die mit unserer Kohle zocken.
Ihr wart sehr, sehr böse und steht bepisst in euren Socken.
Baron Totschild gibt den Ton an und er scheißt auf euch Gockel.
Der Schmock ist’n Fuchs und ihr seid nur Trottel.“

Xavier Naidoo

Der Ausdruck „Baron Totschild“ wurde als Angriff auf die jüdische Bankiersfamilie Rothschild verstanden.[93]

Im März 2015 kritisierte der Journalist Roland Sieber diese Zeilen als „antisemitischen Jargon“. Er verwies darauf, dass auch Neonazis mit dem Ausdruck „Baron Totschild“ auf die Rothschild-Familie anspielen und Antisemiten Naidoos Lied in ihren Netzwerken verbreiteten, etwa auf dem Videoportal TruTube. Naidoo und andere Mahnwachenredner von 2014 unterstellten wie die frühen Nazis, dass Juden hinter dem Federal Reserve System (FED) stünden, und gäben ihnen „in verschwörungsideologischer Weise die Schuld an allen sozialen Missständen und Krieg der Welt“. Naidoo werde seit 2011 für seine These, Deutschland sei ein besetztes Land, in der Reichsbürgerszene gefeiert. Dass er deutschnationalistische und antisemitische Verschwörungsthesen vor einem Millionenpublikum verbreite, sei gefährlich. Sieber verwies auf die „Reichsbewegung – Neue Gemeinschaft von Philosophen“, die jüdischen und muslimischen Organisationen Drohbriefe gesandt und dann ein mit einem Song der Söhne Mannheims unterlegtes Propagandavideo veröffentlicht hatte. Einige Naidoo-Fans aus dem Pegida- und Reichsbürgerspektrum riefen für den 8. Mai 2015 zu einem Sturm auf den Reichstag auf, um dort eine Übergangsregierung auszurufen.[94]

Die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlichte Siebers Kritik auf dem Portal Netz gegen Nazis. Daraufhin beantragte Naidoo beim Landgericht Mannheim eine einstweilige Verfügung gegen Sieber und die Stiftung. Im August 2015 stimmte diese einem Vergleich zu, verpflichtete sich, die Person Xavier Naidoo nicht als Antisemiten zu bezeichnen, und entfernte Siebers Artikel von ihrem Portal. Sie hielt aber fest, dass jene Zeilen aus Naidoos Song von 2009 „als antisemitisch interpretiert werden könnten“.[95]

Nach Naidoos Auftritt beim Bluetone-Festival im Juli 2017 in Straubing hielt eine Referentin der Stiftung dort einen Vortrag zur Reichsbürgerszene und sagte auf eine Publikumsnachfrage über Naidoo: „Ich würde ihn zu den Souveränisten zählen, mit einem Bein bei den Reichsbürgern. Er ist Antisemit, das darf ich, glaube ich, aber gar nicht so offen sagen, weil er gerne verklagt. Aber das ist strukturell nachweisbar.“ Naidoo beantragte erneut eine einstweilige Verfügung, der die Referentin widersprach. In der Hauptsacheverhandlung vor dem Landgericht Regensburg erklärte sie die „verschwörungsideologische Welterklärung“ der Reichsbürgerszene, wonach „die Geschicke der Welt in den Händen einer kleinen Gruppe Mächtiger“ lägen. Naidoo propagiere dieses Muster mit seinen Aussagen über das angeblich besetzte Deutschland und auch in seinem Lied Marionetten. Die Anspielung „Totschild“ und das jiddische Schimpfwort „Schmock“ seien bewusste Codes und Bilder, die antisemitische Klischees bedienten. Jedoch sei das ihre persönliche Meinung, denn es gebe keine allgemeingültige Definition für die Bezeichnung „Antisemit“. Naidoo sei in ihrem Vortrag eigentlich nicht Thema gewesen; sie habe nur auf Nachfrage gesagt, was sie von ihm halte.[96]

Naidoo erwiderte, er habe nie „aktiv Menschen mit semitischer Herkunft diffamiert“ und habe viele Freunde jüdischen Glaubens.[96] Sein Sohn trage einen hebräischen Vornamen. Auch sein Konzertveranstalter sei jüdischen Glaubens. Er selbst stehe für „Frieden und Liebe“, engagiere sich für soziale Projekte und gegen Rassismus. Mit dem Ausdruck „Totschild“ habe er konkret den Eintritt des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in die Rothschild Bank kritisieren wollen.[97] Mit der Textzeile habe er eine allgemeine Bankenkritik mit Bezug zur Bankenkrise 2008 spontan ausgedrückt. Codes und Chiffren seien ihm unbekannt. Wenn eine Bank den Rothschilds gehöre, dann könne er das auch sagen. Er habe diese Familie so ansprechen wollen, „dass sie es versteht“. Das Schimpfwort „Schmock“ habe er eher lustig gemeint und nenne auch Freunde manchmal so. Bei dem Lied Marionetten sei es ihm um Lobbyismus gegangen und um Politiker, „die sich weniger dem Volk verpflichtet fühlen, sondern denen, die ihnen einflüstern“.[96] Dass der Vergleich mit Puppenspielern und Marionetten auch mit antisemitischen Klischees verknüpft werden könne, sei ihm bei der Abfassung des Liedes nicht bewusst gewesen.[97]

Im Juli 2018 urteilte das Landgericht, die Referentin dürfe Naidoo nicht mehr als „Antisemit“ bezeichnen und diese Meinungsäußerung nicht wiederholen. Denn der Begriff sei in Deutschland sehr negativ besetzt und stelle „einen erheblichen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht“ dar. Die Gründe der Beklagten hätten nicht überzeugt, dagegen habe Naidoo seine Textpassagen schlüssig erläutert. Als Sänger äußere er sich nicht immer „objektiv-nüchtern“.[98] Er habe sich im Prozess glaubhaft „von der Verwendung antisemitischer Codewörter im Rahmen der beiden Lieder distanziert“. Eine eindeutige Festlegung auf eine bestimmte Interpretation sei wegen der Kunstfreiheit nicht möglich. Ob seine Texte antisemitisch seien oder nicht, habe das Gericht nicht zu beurteilen. Doch dass Naidoo in seiner ganzen Person ein Antisemit sei, sei nicht belegt. Die Referentin kündigte Berufung an und betrachtete das Urteil als „ein fatales Signal für die politische Bildung“. Charlotte Knobloch, die früher den Zentralrat der Juden in Deutschland geleitet hatte, kritisierte das Urteil als unverständlich: „Hass ist keine Meinung, und die Verwendung einer decodierten Ausdrucksweise, die sich leicht als antisemitisch verstehen lässt, vergiftet unsere Sprache und unsere Gesellschaft.“[97] Im Oktober 2019 bestätigte das Oberlandesgericht Nürnberg das Regensburger Urteil jedoch, weil es die Pranger-Wirkung der Bezeichnung „Antisemit“ höher einstufte als das Recht auf freie Meinungsäußerung.[99]

Ab 2020 radikalisierte sich Naidoo zunehmend. In einem weiteren in rechten Kanälen verbreiteten Video behauptete er, sein Vater habe „in jüdischen Goldminen gearbeitet“ und sei dabei auch misshandelt worden. Er selbst habe aber „niemals Judenhass entwickelt“.[42] Nicht „die Juden“ seien „das Übel der Menschheit“, sondern „die Jesuiten“. Zudem solidarisierte sich Naidoo mit Attila Hildmann, der seinerseits mit Verschwörungstheorien und Judenhass hervorgetreten war.[77] Im Sommer 2021 behauptete Naidoo in einem auf seinem Telegram-Kanal geposteten Video, mit Zyklon B ließen sich keine Menschen vergasen. Daher sei der Holocaust eine „gelungene historische Fiktion“ oder ein „Märchen“. Damit vertrat und verbreitete er eine Holocaustleugnung.[100][101] Ferner teilte er die antisemitischen Protokolle der Weisen von Zion in der Zusammenfassung des NS-Ideologen Alfred Rosenberg und nannte sie eins der „wichtigsten Dokumente der Menschheitsgeschichte“.[102] Er behauptete, 1933 habe „das Weltjudentum“ Deutschland den Krieg erklärt, und leugnete damit indirekt den Holocaust.[103] Er forderte, das Deutsche Kaiserreich inklusive seiner Kolonien wiederherzustellen. Er äußerte sich beleidigend über den Talmud und erklärte, alle hellhäutigen Juden sowie alle in Israel lebenden Juden seien Betrüger, denn das wahre heilige Land befinde sich in Südafrika und Jerusalem liege in der Kalahari. Die Bewegung Black Lives Matter sei „absolut verachtenswürdig“. Der Zentralrat der Juden in Deutschland sei ein „Zentralrat der Lügen“ ohne echte Juden: „Wenn Ihr Juden seid, bin ich ein Koreaner.“[104] „Lügen, Hochverrat, Bestechung und Erpressung“ seien eine „Art und Lebensweise der Juden“; er könne „den sogenannten Juden nichts mehr glauben“. Zudem verbreitete er direkt auf Juden bezogen antisemitische Verschwörungsmythen der Ritualmordlegende und Vergiftung.[102]

Nach einer Verfassungsbeschwerde hob das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) am 11. November 2021 die beiden vorherigen Gerichtsurteile auf und entschied de facto, dass die Referentin Naidoo als Antisemiten bezeichnen durfte,[105] indem es deren „Prangerwirkung“ bestritt. Die Vorinstanzen hätten die Bedeutung der Meinungsfreiheit im öffentlichen Meinungskampf unzureichend berücksichtigt.[106] Daher verwies das BVerfG die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht Regensburg zurück.

Der Journalist Sebastian Leber kommentierte, Naidoo sei zweifellos Antisemit. Diese Bezeichnung sei zuvor nur verboten worden, weil er seine Ansichten 2017 noch nicht so „schamlos“ wie später geäußert habe. Das Regensburger Gericht habe nicht geahnt, „wie offen Xavier Naidoo später auf Telegram hetzen würde“. Er selbst habe inzwischen die Rechtssicherheit geschaffen, ihn Antisemit nennen zu dürfen.[102]

Entschuldigungsvideo 2022

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Am 19. April 2022 erklärte Naidoo in einem YouTube-Video, er habe seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine Angehörige seiner Frau, einer Ukrainerin, und Freunde aus der Ukraine herausholen müssen. Seither habe er über seine früheren Aussagen nachgedacht und „Irrwege“ und „viele Fehler“ der letzten Jahre erkannt. Er entschuldigte sich für seine „verstörenden Äußerungen“, mit denen er Angehörige, Fans und andere Menschen „irritiert und provoziert“ habe. Auf der Suche nach Wahrheit, die zu seinem Charakter gehöre, habe er sich „letztlich verrannt“. Er habe sich „Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen“ geöffnet, von denen er sich nun „ohne Wenn und Aber“ distanziere. Er sei „von Verschwörungserzählungen geblendet“ gewesen, habe sich „manchmal vom Bezug zur Realität entfernt“ und „Dinge gesagt und getan, die ich heute bereue“. Er stehe für „Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander. Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus sind mit meinen Werten nicht vereinbar. Und ich verurteile diese aufs Schärfste.“ Er bat für einige seiner Äußerungen und Verhaltensweisen, die andere verletzt hätten, um Verzeihung.[107]

Naidoos bisherige Verbündete reagierten teils geschockt und aggressiv oder suchten geheime andere Ursachen für Naidoos Abkehr von der Verschwörungsszene. Der Sänger Michael Wendler fand, Naidoo schockiere die „Freiheitsbewegung“, denn die „Wahrheit“ sei „nicht verhandelbar“. Attila Hildmann nannte Naidoos Entschuldigung „Verrat“, „Dolchstoß“ und „ekelerregend“. Damit sei „ein ganz Großer eingeknickt“.[108] Der Holocaustleugner Nikolai Nerling teilte Hildmanns Urteil: Naidoo sei offensichtlich nicht „der Führer“, den sich viele gewünscht hätten. Nerling spekulierte über jüdische Hintermänner, die Naidoo bedroht hätten, und einen späteren erneuten Sinneswandel des Sängers. In einem Livestream auf Gettr und Odysee stellten die Verschwörungsideologen Oliver Janich, Sebastian Verboket (Fakten Frieden Freiheit) und Miró Wolsfeld (Unblogd) die Echtheit des Videos in Frage. Janich behauptete, der „Mainstream“ habe Naidoo die Entschuldigung abgepresst. Alle drei begrüßten, dass er seine bisherigen Verbündeten nicht namentlich genannt, nicht angegriffen und seine Distanzierungen mit dem Wort „teilweise“ abgeschwächt hatte. Sie hofften auf ein Wiedersehen mit ihm. Der Stuttgarter „Querdenken“-Anführer Markus Haintz verfasste eine Fragenliste an Naidoo, etwa, warum er das Wort „Verschwörungen“ „mit negativ besetzten Begriffen wie Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus ‚verknüpft‘“ habe. Die „Freien Sachsen“ spekulierten, Naidoo brauche Geld oder seine Familie werde bedroht. Martin Sellner erklärte auf Telegram, er habe Naidoo nie idolisiert, und warnte die Identitäre Bewegung vor „durchlauferhitzten Leuten, die von einem Extrem zum anderen und wieder zurück kippen“.[109]

Der Rechtsextremismusexperte Andreas Speit konnte in dem Video keine komplette Kehrtwende Naidoos erkennen. Dieser habe sich nicht erst während der COVID-19-Pandemie verrannt, sondern seine Prominenz seit 2011 genutzt, um radikale Verschwörungserzählungen in der Mitte der Gesellschaft zu verankern und bekannten Rechtsextremisten zu Akzeptanz bei einem breiten Publikum zu verhelfen. Ein Ausstieg aus der rechtsextremen Szene sei nicht mit einem Video zu leisten, da es dabei um einen lebenslangen Prozess gehe.[110] Der Politikwissenschaftler Josef Holnburger (CeMAS) bemängelte, dass Naidoo sich „in Teilen“ von Gruppierungen distanziert habe, ohne diese klar zu benennen. Zudem stelle sich Naidoo als teilweise instrumentalisiert dar, obwohl er selbst andere instrumentalisiert habe. Der Rechtsextremismusexperte David Begrich ergänzte, es sei für Aussteiger typisch, sich als passiver „Konsument der Ideologie“ zu stilisieren. Dagegen sei Naidoo aktiver Produzent der von ihm vertretenen Thesen gewesen.[100][111]

Die Schriftstellerin Jenni Zylka begrüßte, dass Naidoo sich im Video „gegen den gesammelten Quatsch“ geäußert habe, selbst wenn er weiter „heimlich heiße Tränen über unterirdische Folterlager vergießen, im Privaten rechtspopulistische und antisemitische Wordings benutzen und den Antichristen als Oberlehrer der Fridays-for-Future-Schüler:innen vermuten würde“. Sein „Image als Popstar und Mensch“ sei „dauerhaft beschädigt“. Seine wahren Motive – „‚niedere‘ wie der Wunsch nach Moneten und Erfolg oder ‚hehre‘ wie die Suche nach Erkenntnis oder die Verantwortung gegenüber der eigenen Moral“ – kenne vermutlich nur er selbst.[112]

Sebastian Leber (Tagesspiegel) kritisierte Naidoos Vagheit: Er sage im Video nicht, wen er verletzt habe und welche Aussagen er bereue. Eine Anfrage des Tagesspiegels, ob er sich auch von bestimmten antisemitischen Aussagen distanziere und den Zentralrat der Juden um Entschuldigung gebeten habe, habe Naidoo nicht beantwortet.[113]

Der Religionswissenschaftler Michael Blume wollte Naidoo eine Chance geben, zu zeigen, dass er seine Einsicht ernst meine. Jan Riebe (Amadeu Antonio Stiftung) meinte, nach mehr als zehnjähriger Aktivität Naidoos in „verschwörungsideologischen Kreisen“ und erst knapp achtwöchigem Ukrainekrieg könne ein glaubhafter Ausstieg nicht funktionieren. Weil Naidoo nicht benannt habe, von wem er sich distanziere, habe er „keine einzige Brücke abgerissen“ und könne „jederzeit wieder zurück“. Auch beim Vorwurf der Homophobie habe Naidoo früher immer wieder gesagt, es sei nicht so gemeint gewesen.[114]

Der Politik- und Religionswissenschaftler Monty Ott (Berliner Zeitung) betonte ebenfalls, dass Naidoo keine konkreten Fehler und Personen, die ihn instrumentalisiert hätten, benannt habe. Wofür er sich entschuldigt habe, sei unklar, daher sei Misstrauen gegen ihn berechtigt. Sein Fall zeige exemplarisch, wie Menschen öffentlich rehabilitiert würden, „die sich (vermeintlich) von menschenfeindlichen Positionen lossagen“. Oft würden dieselben, die seine eindeutigen Aussagen sehr lange ignoriert hätten, nun umso bereitwilliger „Schwamm drüber“ und Vergebung für ihren gefallenen Helden fordern. Dabei würden nur wenige die Problematik des offenen Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungsglaubens in seinen Aussagen begreifen. Es sei zu klären, wie Naidoo jahrelang zur Normalisierung solcher Haltungen beitragen konnte, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, und dann wegen eines nur dreiminütigen Videos derart viel Aufmerksamkeit erhalte. Damit würden die Gefahr hinter Naidoos Denken weiter verharmlost und die Ursachen der verschwörungsideologischen Radikalisierung und deren gewaltsamen gesellschaftlichen Folgen nicht aufgeklärt. Gleichwohl stehe Naidoo wie jedem Szeneaussteiger die Chance zur Rehabilitation zu. Diese dürfe nicht mit Vergebung verwechselt werden, die nur von Betroffenen kommen könne. Man könne Aussteiger aus der rechten Szene auch unterstützen, ohne sie zu Idolen zu machen.[115]

Weitere Verschwörungstheorien 2026

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Im Februar 2026 fand vor dem Bundeskanzleramt in Berlin eine Kundgebung unter dem Motto „Sexuelle Gewalt an Kindern stoppen“ statt, die von Opfern sexualisierter Gewalt initiiert worden war. An dieser Demo nahmen auch mehrere Medien aus dem rechtsextremen und verschwörungsideologischen Milieu teil, mit denen Naidoo in der Vergangenheit kooperiert hatte. Nach dem Ende der Veranstaltung äußerte Naidoo öffentlich mehrere Verschwörungstheorien unter anderem über „Menschen- und Kinderfresser“. Er behauptete, alle Menschen hätten „unwissentlich schon Menschenfleisch gegessen“, und stellte Bezüge zu den Epstein-Akten her. Auch die deutsche Justiz und Politiker seien in Pädophilenringe verstrickt. Ein großer Chipshersteller, so Naidoo, versehe seine Produkte mit „embryonalen Gewürzmitteln“. Denen sei „das Allerwichtigste, dass wir alle Kannibalen werden. Mit ihnen zusammen, damit wir alle in die Hölle runterfahren“.[116] Er erhielt anschließend einen Platzverweis. Die Organisatoren der Demonstration distanzierten sich von Naidoos Auftritt und betonten, dieser sei nicht geplant gewesen.[117] Die Journalistin Elena Rothammer schlussfolgerte, dass Naidoo sich von der verschwörungstheoretischen Szene doch nicht losgesagt habe.[118] Auch laut dem Politikwissenschaftler Josef Holnburger war Naidoos damalige „vage“ Distanzierung „keine glaubwürdige Entschuldigung“, das habe sich „wiederum gezeigt“. Aussagen wie die Naidoos verhinderten sogar einen realistischen Kampf gegen Kindesmissbrauch.[116] Der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume verwies darauf, dass Naidoo bereits in der Vergangenheit „mit sehr deutlichen Anspielungen wie ‚Tothschild‘ die Spur zum Antisemitismus gelegt und dies leider nicht glaubwürdig aufgearbeitet“ habe. Ein „großer Teil seiner Anhängerschaft“ werde daher „auch die Begriffe ‚Kinderfresser‘ und ‚Menschenfresser‘ als antijüdische Verschwörungsmythen aufnehmen“.[119]

Mediale Bewertungen

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Nach Einschätzung der ZDF-History-Folge Deutschland, deine Popmusik (2012) steht Naidoo für „Nächstenliebe, Toleranz und Integration – das ist die zentrale Botschaft des Soulsängers, dessen Vater aus Sri Lanka stammt.“[120] Auch die VOX-Dokumentation Die Xavier-Naidoo-Story 2016 attestierte Naidoo, er habe sich „mehrfach […] für den Frieden und gegen die Spaltung der Gesellschaft eingesetzt“. Kontroversen um seine Äußerungen und Handlungen wurden im Film nicht thematisiert. Stefan Niggemeier sah den Grund dafür in Senderinteressen an der weiteren Vermarktbarkeit Naidoos, die durch eine realistische Darstellung seiner Positionen beeinträchtigt wäre.[121] Der für die VOX-Sendung inhaltlich verantwortliche Dokumentarfilmer Harold Woetzel bezog daraufhin in einem ausführlichen Beitrag auf kress.de zur Kritik Niggemeiers Stellung und sprach in diesem Zusammenhang von einer „völlig irre gewordenen medialen Hasskampagne und eines offensichtlichen Gesinnungsjournalismus gegen einen dunkelhäutigen Mannheimer Sänger“, was auch Musikerkollegen und prominente Freunde beklagt hätten.[122]

Naidoo wurde im November 2012 von Marcus Staiger, dem einstigen Plattenchef von Royal Bunker und ehemaligen Chefredakteur von Rap.de, als „christlicher Fundamentalist“ bezeichnet. Das gesamte Werk von Naidoo durchziehe die Huldigung „einer gewissen Highlander-Romantik, [eines] völkischen Heroismus, in dem unentwegt einer aufsteht, einer sich erhebt, eine messianische Lichtgestalt, der Eine, der von der Vorsehung Auserwählte, der die Massen mitreißt und in die Schlacht führt und am Ende das Dunkle vernichtet“.[123] Ebenfalls im November 2012 warf Thomas Steiner Naidoo in einem Leitartikel der Badischen Zeitung vor, „krude Verschwörungstheorien zu verbreiten“ sei „keine Aufklärung, sondern Verdummung“, und „primitive Ressentiments gegen gewählte Repräsentanten zu schüren“ sei „keine Provokation, sondern Verachtung“.[124]

Der Rapper Alligatoah parodierte in dem Ende 2015 veröffentlichten Lied Denk an die Kinder Naidoos Einsatz für Tatort Internet. Das Lied erschien auf dem Album Musik ist keine Lösung. Im zugehörigen Musikvideo wird er neben anderen Prominenten in der Rolle eines Charity-Sängers durch den Rapper imitiert.[125]

Absage der Teilnahme am Eurovision Song Contest

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Am 19. November 2015 gab der Norddeutsche Rundfunk bekannt, dass Naidoo Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten solle. Die Zuschauer hätten dabei am 18. Februar 2016 – ähnlich wie 2011 bei Lena Meyer-Landrutüber den Beitrag abstimmen dürfen. Die Entscheidung wurde im Hinblick auf Naidoos politische Aussagen teilweise heftig kritisiert, unter anderem in Süddeutscher Zeitung, Zeit, Spiegel und in den sozialen Netzwerken.[126] Auch 40 festangestellte Redakteure des NDR aus dem Bereich Zeitgeschehen, Kultur und Dokumentation kritisierten die Entscheidung in einem Brief.[127] Am 21. November wurde bekanntgegeben, dass Naidoo doch nicht beim ESC antreten werde.[128] Diese Entscheidung löste eine erneute Welle der Kritik aus.[129] Befreundete Prominente wie der Schauspieler Til Schweiger verteidigten Xavier Naidoo gegen die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Anwürfe.[130] Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg schaltete am darauffolgenden Samstag eine Solidaritätsanzeige für Naidoo in der FAZ, die von 121 Menschen und Gruppen unterschrieben wurde, darunter prominenten Künstlern wie Mario Adorf, Til Schweiger, Jan Josef Liefers, Jan Delay und Andreas Gabalier.[131]

Ausschluss aus der DSDS-Jury

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Am 11. März 2020 trennte sich der Fernsehsender RTL wegen Naidoos Video zu Flüchtlingen zunächst vorübergehend, am Folgetag endgültig von ihm als Juror von Deutschland sucht den Superstar. Ihm werde „nicht zum ersten Mal Fremdenhass und Rassismus vorgeworfen“.[132] RTL-Geschäftsführer Jörg Graf bedauerte, dass Naidoo Bitten des Senders um persönlichen Dialog und Klärung seiner Haltung nicht beantwortet hatte.[133] Das britische Unternehmen Human Blood stellte Strafanzeige gegen Naidoo wegen des Verdachts der Volksverhetzung nach § 130 StGB.[134]

Florian Reiter (Focus) begrüßte den Ausschluss Naidoos, kritisierte jedoch RTLs Schritt als viel zu spät, da Naidoos Nähe zu Reichsbürgertum und Verschwörungstheorien längst bekannt gewesen seien. Auch befreundete Künstler und Kollegen hätten jahrelang zu Naidoos „wirren Umtrieben“ geschwiegen oder diese unterstützt.[135] Dominik Göttker (Funke Mediengruppe) schrieb, Naidoo treibe „Spaltung und Hass“ voran und habe sich menschlich und beruflich disqualifiziert.[136] Auch der Rapper Smudo unterstützte die RTL-Maßnahme und sagte, wenn jemand „so beratungsresistent und unreflektiert die üblichen Verschwörungstheorien“ bewerbe, mache er „rechtsextreme Aussagen auch in der Mitte der Bevölkerung populär“.[137]

Verschiedene Freunde und Weggefährten distanzierten sich angesichts seiner Videos und Thesen von Naidoo, so die „Söhne Mannheims“[138] und Chefket: Er werde keine weitere Musik mehr mit ihm machen. Megaloh kündigte an, Naidoos Stimme aus alten gemeinsamen Liedern zu entfernen. Der Rapper Credibil löschte den gemeinsamen Track Wackelkontakt und veröffentlichte eine neue Version ohne Naidoo.[139] Kool Savas gab an, er werde das mit Naidoo geplante gemeinsame Album Gespaltene Persönlichkeit 2 vorerst auf Eis legen, aber sich um Dialog mit ihm bemühen.[140]

Naidoo lehnte Medienanfragen zu seinem Ausschluss aus der DSDS-Jury ab, erklärte aber dazu in einem Videointerview mit Oliver Janich: Er habe den Eklat bewusst provoziert und die Reichweite als Juror bei der Talentshow genutzt, um sein kommendes „patriotisches“ Album zu bewerben. Zudem leugnete er erneut den menschengemachten Klimawandel.[141]

Auftritts- und Sendungsabsagen

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Ab April 2017 kündigte Radio Bremen wegen der zunehmenden Kritik an Naidoos Liedtexten an, Konzerte von ihm und seiner Band in Zukunft nicht mehr zu senden. Sky 1 hingegen hielt an der Sendung Xaviers Wunschkonzert Live mit ihm fest.[142]

Wegen Naidoos Aussagen wurde sein Konzert im August 2020 in Hof von der Stadtverwaltung abgesagt. So erklärte die Oberbürgermeisterin Eva Döhla: „Die Aussagen des Künstlers auch außerhalb seines künstlerischen Engagements sind umstritten und haben aus meiner Sicht an Deutlichkeit gewonnen“.[143] Von Seiten der Veranstalter gab es Verständnis für diese Entscheidung, die daher nicht juristisch angefochten wurde. Auch in anderen Städten wurden Konzerte von Naidoo abgesagt.

Anklage wegen mutmaßlicher Volksverhetzung

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Nach mehreren Strafanzeigen gegen Naidoo erhob die Staatsanwaltschaft Mannheim im Juli 2023 Anklage wegen Volksverhetzung in vier Fällen: Er habe zwischen Anfang Dezember 2020 bis Ende April 2021 über einen Telegramkanal antisemitische und den Holocaust leugnende Inhalte veröffentlicht, nämlich als Texte, mit einer eigenen Audiobotschaft sowie Verlinkung einer fremden Audiobotschaft und eines Videos. Zudem habe er eine zur Amadeu-Antonio-Stiftung gehörende Person beleidigt und in diesem Zusammenhang antisemitische Textinhalte veröffentlicht.

Im Juni 2025 ergänzte die Staatsanwaltschaft weitere Vorwürfe: Naidoo habe im März 2021 über einen Telegramkanal den Holocaust leugnende und antisemitische Inhalte veröffentlicht, indem er ein Video und eine mit einem Text versehene Bilddatei verlinkt habe. Naidoos Anwälte wiesen die Vorwürfe als unzutreffend zurück und verwiesen auf seine öffentliche Distanzierung von jeglicher Diskriminierung.[144]

Rezeption zu Naidoos Comeback ab 2025

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Andreas Büttner, der Beauftragte zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg sah in Naidoos Gastbeitrag im Januar 2025 auf Moses Pelhams Album „ein gefährliches Signal: Antisemitismus [habe] offenbar keine langfristigen Konsequenzen“. Dies sei „ein katastrophales Beispiel für unsere Gesellschaft“. Sigmount Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, forderte von Naidoo, zumindest sein Verbreiten der antisemitischen Protokolle der Weisen von Zion zu erklären und sich persönlich bei denen zu entschuldigen, die er angegriffen habe.[145]

Der Medien- und Kommunikationswissenschaftler Marcus S. Kleiner erklärte Naidoos Rückkehr aus dem Bedarf der deutschen Musikindustrie an „Zugpferden“, die große Hallen füllen könnten. In diesem Fall könnten Besucher ihr Interesse jedoch nicht allein mit Naidoos Stimme begründen und Politik ausblenden. Denn Naidoos antisemitische Chiffren seien keine Randnotiz gewesen, sondern Ausdruck einer Haltung. Daher müsse sich jeder seiner Hörer „zumindest fragen, was er damit unterstützt oder normalisiert“.[146]

Verschiedene Gruppen kritisierten Naidoos Rückkehr auf die Bühne scharf. Der Verein WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen und die Synagogen-Gemeinde Köln forderten eine Absage der Eröffnungskonzerte, um den aktuell akuten Antisemitismus nicht zu legitimieren und ein klares Bekenntnis zu einer demokratischen Grundhaltung zu zeigen. Der Veranstalter Marek Lieberberg lehnte dies ab und führte Naidoos dreiminütiges Entschuldigungsvideo als ernsthafte Selbstkritik an.[147]

Der Kommentator Ralf Fischer (Jüdische Allgemeine) vermisst jedoch eine konkrete öffentliche Aufarbeitung der antisemitischen Aussagen Naidoos, etwa »ziemlich viele Juden (sind) in diesen Kinderschänder-Dreck verwickelt« oder »Zentralrat der Lügen«. Dieses „kollektive Schulterzucken zur Rehabilitierung des Sängers“ sei Symptom für eine besonders im deutschen Kulturbetrieb verbreitete Abwehrhaltung, sich mit dem virulenten antisemitischen Gedankengut zu befassen. Diese Haltung führe den „allseits wortreich vorgetragenen Anspruch, den Antisemitismus bekämpfen zu wollen, ad absurdum“.[148]

Laut Dennis Sand vom Rolling Stone wiegt die „persönliche Bindung“ an den „Vollblutseelenfänger“ Naidoo für viele Fans schwerer als Naidoos „Verrücktheiten“: „Herz schlägt Wahnsinn. Nostalgie verklärt Bullshit.“ Der Erfolg der Tour beweise die riesige Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung in weiten Teilen der Gesellschaft oder auch „[w]ie wenig es die Menschen mittlerweile noch interessiert, wie Polit- und Kulturjournalisten Moral definieren oder wie sehr sich ein Sänger in politischen Verschwörungstheorien verirrt“. Der Kölner Konzertabend sei „der wahre Reality-Check für Deutschland und seine Befindlichkeit“.[149]

Handabdrücke auf dem Munich Olympic Walk of Stars

1999 erhielt Naidoo erstmals den Echo als Bester nationaler Künstler bzw. als „Newcomer National“.[150] Den Echo Pop erhielt er noch fünfmal, nämlich im Jahr 2000 als „Künstler National“,[151] 2004 als „Single International“ für das Lied Ich kenne nichts (das so schön ist wie du) mit RZA,[152] 2006 und 2010 als „Künstler National“[151] und 2015 als „Partner des Jahres“ (Sing meinen Song – Das Tauschkonzert).

Ferner erhielt er 1999 und 2002 den Comet als „Bester nationaler Act“[153] und einen der MTV Europe Music Awards als „Best German Act“.[18]

Naidoo, The BossHoss und Nena als Coaches von The Voice bei der Goldenen Kamera 2012

2002 und 2006 erhielt er eine Goldene Stimmgabel für die Anzahl verkaufter Tonträger. 2003 erhielt er den Fred-Jay-Preis für den Erfolg mit „deutschen Liedtexten“. 2005 folgten ein Bravo Otto in der Kategorie „Sänger“ in „Bronze“, 2006 in „Silber“. In jenem Jahr erhielt er auch den Radiopreis 1 Live Krone als „Bester Künstler“, eine Goldene Schallplatte für die Single Danke und die Goldene Kamera für „Pop National“. 2012 erhielt er die Goldene Kamera 2012 und den Deutschen Fernsehpreis für „Beste Unterhaltung“ (The Voice of Germany), letzteren erneut 2014 für die „Beste Unterhaltung Show“ (Sing meinen Song – Das Tauschkonzert).

Die Hiphop.de-Awards gewann er 2011 für „Bester Gesangs-Soloact national“[154] und 2015 für „Bestes Video national“ (Fata Morgana; mit KC Rebell).[155] Weitere Preise waren die Wahl zum bestangezogenen Mann Deutschlands im Männermagazin Men’s Health und der Schillerpreis der Stadt Mannheim 2004.

Im November 2014 gewann Naidoo den ironischen Negativpreis Das Goldene Brett[156] für rechte Verschwörungsparanoia wegen seiner Nähe zur Reichsbürgerbewegung: Damit werde er „zur Einstiegsdroge in ein ganzes Geflecht an abstrusen Verschwörungstheorien.“[157] 2015 erhielt er den Negativpreis Goldener Aluhut für Rechtsesoterik und Reichsbürgerideologie.[158]

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
1994 Seeing Is Believing
DUR Music/Megaphon Music
Erstveröffentlichung: 27. September 1994 (USA)
Neuauflage: Mai 2003 (DEU)
1998 Nicht von dieser Welt
3p
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(101 Wo.)DE
AT5
Platin
Platin

(37 Wo.)AT
CH12
Platin
Platin

(60 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 30. Mai 1998
Verkäufe: + 1.100.000
2002 Zwischenspiel – Alles für den Herrn
Naidoo Records
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(86 Wo.)DE
AT1
Platin
Platin

(92 Wo.)AT
CH3
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(56 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. März 2002
Verkäufe: + 800.000
2005 Telegramm für X
Naidoo Records
DE1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(77 Wo.)DE
AT1
(60 Wo.)AT
CH1
Dreifachgold
×3
Dreifachgold

(63 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. November 2005
Verkäufe: + 860.000
2009 Alles kann besser werden
Naidoo Records
DE1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(103 Wo.)DE
AT3
(31 Wo.)AT
CH2
Gold
Gold

(42 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2009
Verkäufe: + 415.000
2013 Mordsmusik
Naidoo Records
DE62
(1 Wo.)DE
AT44
(2 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 8. März 2013
als Der Xer
Bei meiner Seele
Naidoo Records
DE1
Platin
Platin

(36 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(27 Wo.)AT
CH3
(21 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 31. Mai 2013
Verkäufe: + 207.500
2014 Tanzmusik (Xavier lebt hier nicht mehr)
Naidoo Records
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2014
als Der Xer
2016 Nicht von dieser Welt 2
Naidoo Records
DE1
Gold
Gold

(24 Wo.)DE
AT1
(15 Wo.)AT
CH1
(19 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 1. April 2016
Verkäufe: + 100.000
2017 Für dich.
Naidoo Records
DE3
(10 Wo.)DE
AT6
(5 Wo.)AT
CH5
(12 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 24. November 2017
2019 Hin und weg
Naidoo Records
DE3
(11 Wo.)DE
AT8
(5 Wo.)AT
CH4
(10 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 19. Juli 2019

Kinofilme

  • 2001: Auf Herz und Nieren
  • 2002: City of God (Synchronsprecher)

Hörbücher

  • 2012: Offenbarung 23 – Die Wahrheit ist unsterblich (Sprecher + Rolle)

Fernsehfilme

Fernsehserien

  • 2011: Sesamstraße präsentiert: Ernie & Bert Songs, KiKA

Fernsehshows

Dokumentationen

  • 2006: Mannheimer Schule – Wie Popmusik wirklich entsteht: Version 1.0
  • 2007: Yes, I am!
  • 2013: Traumwärts – Wohin führt Dein Weg (Sprecher)
  • 2013: Deutschland Deine Künstler: Xavier Naidoo (ARD, 45 Minuten)
  • 2015: Xavier Naidoo: Dieser Weg (SWR, 90 Minuten)
  • 2015: Bei meiner Seele – 20 Jahre Xavier Naidoo (VOX, 211 Minuten)
  • 2020: Absolut Xavier Naidoo (RTL)
  • 2005: Sing deine Hits (Songtexte)
  • 2007: X. Naidoo Das Beste Für Piano (Notenbuch)
  • 2012: XAVAS Album (Notenbuch)
  • Charlotte Lehmann: Stimme im Sturm: Die Biografie über Xavier Naidoo. FlipFlop, München 2025, ISBN 978-3-695-32823-9.
  • Sebastian Sommer: pop.kultur.kampf. Der Skandal um Xavier Naidoo als Ausdruck einer Krise nationaler Integration unter neoliberalen Vorzeichen. In: Anna Schürmer, Elfi Vomberg, Sebastian Stauss (Hrsg.): Krise – Boykott – Skandal: Konzertierte Ausnahmezustände. Edition text + kritik, München 2021, ISBN 978-3-9670745-9-8, S. 190–214.
  • Matthias Lemme: Die neuen Psalmensänger. Religiosität in deutschsprachiger Popmusik. IKS Garamond, Jena 2009, ISBN 978-3-938203-72-9.
  • Ulrike Slezak: Religiöse Erziehung. Biographische Studien im Horizont der Stufentheorie nach Oser/Gmünder und religionspädagogische Konsequenzen. Kassel University Press, Kassel 2008, ISBN 978-3-89958-395-3, S. 71–77, 109–111, 137.
  • Ute Fink: Rock, Pop – Amen?! Christlicher Glaube und zeitgenössische Musik. Waxmann, Münster 2006, ISBN 3-8309-1660-4, S. 44, 56–72.
  • Michael Fuchs-Gamböck, Jörg-Peter Klotz: Xavier Naidoo. Seine Wege. Goldmann, München 2002, ISBN 3-442-45317-8.
  • Michael Ganster: Christlich spirituelle Inhalte in zeitgenössischer Popmusik am Beispiel Xavier Naidoos und ihre Rezeption bei Jugendlichen. Hartung-Gorre, Konstanz 2003, ISBN 3-89649-843-6.
  • Jakob Baier, Melanie Hermann: „… der Schmock ist’n Fuchs“ – Verschwörungsglaube, Autoritarismus und Antisemitismus bei Xavier Naidoo. In: Maria Kanitz, Lukas Geck (Hrsg.): Klaviatur des Hasses: Antisemitismus in der Musik. Nomos, Baden-Baden 2022, S. 145–171.
Commons: Xavier Naidoo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. a b Ute Wild: „Obdachlose sind meine Helden“ – Sänger Xavier Naidoo im Exklusiv-Interview für deutsche Straßenzeitungen. Hempels – Das Straßenmagazin für Schleswig-Holstein, Nr. 206, Juni 2013, PDF S. 8–11
  2. Xavier Naidoo: Wer ist seine Frau? jolie.de, 20. April 2022
  3. a b Panorama – Xavier Naidoo. Welt, 23. Januar 2008
  4. Xavier Naidoo. laut.de
  5. Alexander G. Weheliye: My Volk to come. In: Darlene Clark Hine, Stephen Small: Black Europe and the African Diaspora. University of Illinois Press, Champaign (Illinois) 2009, S. 168
  6. Ulrike Slezak: Religiöse Erziehung: Biographische Studien im Horizont der Stufentheorie nach Oser/Gmünder und religionspädagogische Konsequenzen. Kassel University Press, Kassel 2008, S. 73–77
  7. Katja Becher: Xavier Naidoo: So wurde der Mannheimer Sänger berühmt. mannheim24.de, 26. Februar 2020
  8. 20 Monate auf Bewährung – Xavier Naidoo verurteilt. Spiegel, 28. November 2000; Xavier Naidoo: Bewährungsstrafe für den Popstar. Tagesspiegel, 28. November 2000
  9. Joachim Gauger: Naidoo/Pelham – 3p scheitert vor Gericht. laut.de, 26. August 2005; Erfolg für Xavier Naidoo: Verfassungsbeschwerde seiner früheren Plattenfirma nicht zur Entscheidung angenommen. bundesverfassungsgericht.de, 26. August 2005
  10. Ulrich W. Sahm: Ungewöhnliche Töne in der Oper – Söhne Mannheims in Tel Aviv. n-tv.de, 9. Juni 2005
  11. Xavier Naidoo verteidigt sich gegen Rechtspopulismus-Vorwurf. Abendzeitung-muenchen.de, 11. März 2015
  12. „Fourtress“ – Xavier Naidoo auf Clubtour mit Kollegen. krone.at, 14. Januar 2004
  13. Reinhold Hönle: Rapper Kool Savas über Naidoo: «Xavier scheint ein Vampir zu sein». Interview mit Kool Savas. tagblatt.ch, 3. Oktober 2012
  14. Xavier Naidoos geheimnisvolle Frau. schlagerplanet.de, 12. März 2020
  15. Also doch! Xavier Naidoo ist verheiratet. Welt, 13. September 2012
  16. Xavier Naidoo bereits seit einem Jahr Vater. Abendzeitung-muenchen.de, 20. Mai 2015
  17. Xavier Naidoo: Wer ist die Frau an seiner Seite? T-online.de, 2. April 2022
  18. a b Xavier Naidoo. Biografie auf xavier.de, Februar 2012 (Archivlink)
  19. Ute Flink: Rock, Pop – Amen?!: Christlicher Glaube und zeitgenössische Musik. Waxmann, Münster 2006, S. 64
  20. Alles kann besser werden: Tour 2009. xavier.de, Februar 2012 (Archivlink)
  21. Xavier auf Feature-Album von Kris Menace. xaviernaidoo.de, 12. November 2012
  22. „Mordsmusik“: Xavier Naidoo provoziert. Stern.de, 28. Februar 2013 (Archivlink)
  23. Andreas Gabalier – MTV Unplugged. ORF.at, 25. November 2016
  24. Lisa-Marie Yilmaz: Nach Bühnen-Comeback bei Pocher-Show: Die Akte Xavier Naidoo: Seine Skandale von Homophobie über „Reichsbürger“ bis Corona-Leugner. RND, 22. April 2024
  25. Christian Bos: Wie Xavier Naidoo versucht, in die Mitte der Gesellschaft zurückzukehren. Kölner Stadtanzeiger, 17. Dezember 2025
  26. Tobias Rapp: Comeback-Konzert von Xavier Naidoo: Dieser Weg wird kein leichter sein. Spiegel, 17. Dezember 2025
  27. Michael Pilz: „Ihr seid schuld, dass ich hier steh“ – Das Resozialisierungsprogramm des Xavier Naidoo. Welt, 17. Dezember 2025
  28. Nicole Ankelmann: Er ist (leider) wieder da: Xavier Naidoo: Schuld sind immer die anderen. N-tv, 17. Dezember 2025; Vincent Lindig, Kai Brands: Xavier Naidoo feiert umstrittenes Comeback. WDR, 17. Dezember 2025
  29. a b c d e f Steven Sowa: Verschwörungen und rechte Thesen: Xavier Naidoo – der Wolf im Schafspelz. T-online.de, 3. April 2020
  30. a b c Christoph und Sophie Schönberger: Die Reichsbürger: Ermächtigungsversuche einer gespenstischen Bewegung. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80751-0, S. 47
  31. Brigitte Schokarth: Xavier Naidoo steigt auf die Barrikaden. Kurier, 5. Dezember 2011.
  32. Steven Geyer: Naidoos Weg in die rechte Ecke. Frankfurter Rundschau, 1. Juni 2015
  33. a b c Georg Diez: Vom Popstar zum Populisten. Spiegel, 22. August 2014.
  34. Wirre Thesen: Xavier Naido veröffentlicht Konter-Video – 'Straßenunterhaltungsdienst – die Wahrheit'. Rolling Stone, 1. September 2014
  35. Fabian Soethof: Xavier Naidoo verkündet als Straßenunterhaltungsdienst „Die Wahrheit“. Musikexpress, 1. September 2014.
  36. Bettina Kneller: Rechte Parolen oder Worte eines Spinners? Main-Echo, 27. August 2014
  37. Andreas Borcholte: Xavier Naidoo: Jesus bei den Reichsbürgern. Spiegel, 8. Oktober 2014
  38. Xavier Naidoo: „Ich gehe auch auf die NPD zu“. Focus, 9. Oktober 2014
  39. Nils Markwardt: Oh, wie bös ist das System. Die Zeit, 14. Oktober 2014
  40. Nora Gantenbrink, Hannes Roß: Xavier Naidoo: „Deutschland ist kein souveränes Land. Wir sind nicht frei“. Stern, 12. März 2015, Nachdruck 4. Mai 2017
  41. Xavier Naidoo und rechte Propaganda: Morgenthau-Plan, Hooton-Plan, Nizer-Plan. Rolling Stone, 26. April 2020
  42. a b Sebastian Leber: Liebling der Rechten und Verschwörungstheoretiker: Der verstörende Absturz des Xavier Naidoo. Tagesspiegel, 26. April 2020
  43. Xavier Naidoo leugnet rechte Gewalt – und verbreitet AfD-Fake News. mannheim24, 22. Juni 2020
  44. a b Andreas Speit: Xavier Naidoo singt mit Bremer Hooligan: Gemeinsame Sache mit Rechtsextremen. taz, 8. Juni 2021
  45. Michael Klarmann: Xavier Naidoo und Kategorie C-Sänger im Duett. BNR, 27. August 2021 (Archivlink)
  46. Xavier Naidoo im „Musikexpress“: „Ich bin Rassist, aber …“. rollingstone.de, 11. März 2020; Xavier Naidoo im Interview: „Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“. Musikexpress.de, 11. März 2020.
  47. Harald Peters: Kool Savas und Naidoo sind kongenial humorlos. Welt, 21. September 2012
  48. Katrin Kuntz: „Gewaltverherrlichend, menschenverachtend, homophob“. SZ, 14. November 2012.
  49. Linkspartei: Strafanzeige gegen Xavier Naidoo. queer.de, 13. November 2012.
  50. Keine Ermittlungen gegen Xavier und Savas. Vorarlberg Online, 16. November 2012
  51. Staatsanwaltschaft ermittelt doch nicht gegen Naidoo. Spiegel, 15. November 2012
  52. ‚Nie mehr Krieg‘: Todenhöfer veröffentlicht neuen Naidoo-Song. Spiegel, 4. Dezember 2015
  53. Arno Frank: Naidoo und Todenhöfer: „Der neue Judenstern“. Spiegel, 4. Dezember 2015
  54. Michael Hanfeld: Wirres Zeug. FAZ, 4. Dezember 2015 (kostenpflichtig)
  55. Johannes Boie: Todenhöfer und Naidoo – gefährliche Weltinterpreten. SZ, 4. Dezember 2015
  56. Haakon Nogge: „Judenstern“-Eklat um Naidoo: Lieberberg distanziert sich. Tz, 7./9. Dezember 2015
  57. Marionetten. genius.com
  58. Katja Thorwarth: Xavier Naidoo mit neuem Wutbürger-Song. Frankfurter Rundschau, 30. April 2017
  59. Leonie Feuerbach: Xavier Naidoo hat eine Reichsbürger-Hymne geschrieben. FAZ, 3. Mai 2017
  60. Andreas Borcholte: Eklat um Xavier Naidoo: Zerstörer statt Erlöser. Spiegel, 5. Mai 2017
  61. Nach „Marionetten“-Song: Mannheim distanziert sich von seinen „Söhnen“. Rhein-Neckar-Zeitung, 29. April 2017
  62. „Hurensöhne Mannheims“: Jan Böhmermann attackiert Xavier Naidoo. FAZ, 5. Mai 2017
  63. Von Rechten gefeiert: Aufregung um Xavier Naidoo. N-tv, 11. März 2020
  64. Rechtspopulistischer Liedtext: Empörung über mutmaßliches Video von Xavier Naidoo. Spiegel, 11. März 2020
  65. „Peinlich, deutschlandfeindlich“: Zweites Xavier-Naidoo-Video aufgetaucht. N-tv, 11. März 2020
  66. Xavier Naidoo sorgt mit wirrem Video für Entsetzen – RTL wirft ihn aus „DSDS“-Jury. Focus, 15. März 2020
  67. Jan Petter: Das Magazin, das jetzt auch der Verfassungsschutz liest. Spiegel, 12. März 2020
  68. Nach DSDS-Rauswurf: Xavier Naidoo schockiert mit Werbung für fremdenfeindliches Magazin - „Vielen Dank, lieber Xavier“. TZ, 17. April 2020
  69. Xavier Naidoo hetzt gegen “Fridays for Future”. T-online.de, 15. März 2020
  70. Neues Video aufgetaucht: Naidoo verteufelt Fridays for Future. N-tv, 14. März 2020
  71. Ralf Nowotny: Adrenochrome – Die angebliche Verjüngungsdroge der „Hollywood-Elite“. Mimikama.at, 7. April 2020
  72. a b Was ist Adrenochrom – und was hat Xavier Naidoo damit zu tun? Rolling Stone, 6. April 2020
  73. Sebastian Meineck: VICE-Recherche: So radikalisiert Xavier Naidoo seine Fans mit Verschwörungstheorien. Vice, 16. April 2020
  74. „QAnon“ – der Aufstieg einer gefährlichen Verschwörungstheorie. Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), 7. April 2020
  75. Sebastian Leber: Verschwörungsmythen von Kollegah, Fler und Co. – Warum der Deutschrap so verstrahlt ist. Tagesspiegel, 19. Mai 2020
  76. Markus Sulzbacher: Warum Xavier Naidoo ständig von "Adrenochrom" redet. Standard.at, 20. Mai 2020
  77. a b Flat Earth und Solidarität mit Hildmann: Xavier Naidoos wirre 24 Stunden auf Telegram. rollingstone.de, 24. Mai 2020
  78. Der Weltraum? Eine Lüge, und Aliens wohnen unter der (flachen) Erde: Xavier Naidoos „Manic Monday“ auf Telegram. Rolling Stone, 25. Mai 2020
  79. Xavier Naidoo leugnet Coronavirus und will vor Gericht ziehen. T-online.de, 24. April 2020
  80. „Alufolie ist wichtig!“: Xavier Naidoo verbreitet wieder irre Falsch Nachrichten. Focus, 24. August 2020; Daniel Spliethoff: Xavier Naidoo und Attila Hildmann rufen Corona-Leugner zu Demo auf – trotz Verbot! RTL, 28. August 2020
  81. „Angriff auf das Herz unserer Demokratie“: Eskalation am Reichstag. Tagesschau.de, 30. August 2020
  82. Andreas Speit: Verqueres Denken. Gefährliche Weltbilder in alternativen Milieus. Christoph Links, Berlin 2021, ISBN 978-3-96289-110-7, S. 194
  83. a b Simone Meier: Der Brandbeschleuniger: So gefährlich ist Xavier Naidoos Anti-Corona-Nummer. Watson.ch.
  84. Gerrit Bartels: „Dieses Gift kommt niemals in unsere Körper rein“. Tagesspiegel, 21. Mai 2021
  85. Felix Huesmann: Aufruf zum bewaffneten Kampf: Neues Musikvideo mit Xavier Naidoo. RND, 21. Mai 2021
  86. Xavier Naidoo: Deutet neues Video Anschlag auf Impfzentrum an? Rollingstone, 22. Mai 2021
  87. a b Michael Klarmann: Xavier Naidoo mit rechten Aktivisten: Neue Querdenken-Hymne? Blick nach Rechts, 22. Mai 2021 (Archivlink)
  88. So rechtsextrem & 'Querdenken' ist Naidoo: Rostock hat alles richtig gemacht. Volksverpetzer, 28. Mai 2021
  89. Xavier Naidoo: Weitere Diskussionen um das Konzert in Mönchengladbach. Musikexpress, 12. Februar 2021
  90. Konzert in der Heimatstadt: Mannheim stellt sich gegen Xavier Naidoo. RND, 28. Mai 2021
  91. Fabian Dietrich: Die Macht des Ticketkonzern CTS Eventim. Deutschlandfunk, 10. Juni 2023
  92. "Er leugnete Corona, bezog aber Hilfsgelder von über einer Million Euro" bunte.de, 15. Juni 2023
  93. Hannes Roß: Xavier Naidoo – seine Erfolge, seine Skandale: Marihuana, Reichsbürger und eine Million Platten. Stern, 11. März 2015
  94. Roland Sieber: Xavier Naidoo: Skandal mit Verspätung. Zeit, 12. März 2015
  95. Alexander Nabert: „Baron Totschild“ vor Gericht. jungleworld, 27. August 2015; Xavier Naidoo und Amadeu Antonio Stiftung einigen sich auf Vergleich vor Gericht. Amadeu Antonio Stiftung, 20. August 2015
  96. a b c Stefan Aigner: Mannheim-Barde will nicht Antisemit genannt werden: Xavier und die Totschild-Schmocks. regensburg-digital.de, 26. Juni 2018
  97. a b c Tobias Lill: Xavier Naidoo-Urteil: „Ein fatales Signal für die politische Bildung“. Spiegel, 17. Juli 2018
  98. Stefan Aigner: Urteil – Landgericht Regensburg: Xavier Naidoo darf nicht „Antisemit“ genannt werden. regensburg-digital, 17. Juli 2018
  99. Zweite Instanz in Nürnberg – Xavier Naidoo darf nicht Antisemit genannt werden. Spiegel, 22. Oktober 2019
  100. a b Julius Geiler: Rolle rückwärts. Sächsische Zeitung, 21. April 2022, S. 3
  101. Sebastian Leber: Trotz Verbreiten von Holocaustleugnung – Xavier Naidoo darf in Berlin singen. Tagesspiegel, 16. Juni 2021
  102. a b c Sebastian Leber: Bundesverfassungsgericht kippt Urteil zu Xavier Naidoo: Der Antisemit, der nicht Antisemit genannt werden wollte. Tagesspiegel, 22. Dezember 2021
  103. Xavier Naidoo verbreitet Holocaustleugnung – auftreten darf er in Berlin trotzdem. Focus, 16. Juni 2021
  104. Sebastian Leber: Antisemitismus im Netz: Attila Hildmann gibt Juden die Schuld – und verteidigt Hitler. Tagesspiegel, 19. Juni 2020
  105. Bernd Wolf: Bundesverfassungsgericht: Naidoo durfte Antisemit genannt werden. Tagesschau.de, 22. Dezember 2021
  106. Karlsruhe: Bezeichnung als »Antisemit« war zulässig. Jüdische Allgemeine, 22. Dezember 2021
  107. Anna-Lena Abbott: Xavier Naidoo überrascht mit Entschuldigungsvideo: »Ich habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe«. Spiegel, 20. April 2022; „Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet“. Süddeutsche Zeitung, 20. April 2022
  108. Hildmann und Wendler toben wegen Naidoo. N-tv, 20. April 2022
  109. Nicholas Potter: Nach Videostatement: Naidoo will aussteigen, die Verschwörungsblase will Antworten. Bell Tower, 20. April 2022
  110. "Mit einem einfachen 'Sorry' von Xavier Naidoo ist es nicht getan". Westdeutscher Rundfunk, 20. April 2022
  111. Wie die Verschwörungsszene auf Xavier Naidoos Video reagiert. Deutschlandfunk, 21. April 2022
  112. Jenni Zylka: Entschuldigung in Pop und Politik: Sorry übrigens. taz, 22. April 2022
  113. Sebastian Leber: „Ich kann den sogenannten Juden nichts mehr glauben“. Tagesspiegel, 23. April 2022
  114. „Naidoo ist noch tief in Verschwörungsideologien verstrickt“. NDR, 21. April 2022
  115. Monty Ott: Nach Ausstiegs-Video: Xavier Naidoo ist noch lang kein Held. Berliner Zeitung, 8. Mai 2022
  116. a b [1]
  117. Nach "Kinderfresser"-Aussagen: Demo-Organisatoren äußern sich zu Xavier Naidoo. 18. Februar 2026, abgerufen am 20. Februar 2026.
  118. Elena Rothammer: Xavier Naidoo irritiert mit Verschwörungstheorien auf Demo. In: T-Online. Abgerufen am 18. Februar 2026: „Naidoo verbreitet nun erneut Verschwörungstheorien, nachdem er sich 2022 öffentlich für frühere Aussagen entschuldigt hatte. In einem Instagram-Video sagte er damals: "Ich habe mich Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich ohne Wenn und Aber distanziere und lossage." Er sprach von "Irrwegen" in den Pandemie-Jahren. Zweifel an seiner Aufrichtigkeit blieben dennoch. Tatsächlich abgewandt von der Szene hat sich Naidoo angesichts seiner jüngsten Äußerung offenbar nicht.“
  119. Nach Comeback: Mit diesen Aussagen irritiert Xavier Naidoo www.t-online.de, 18. Februar 2026
  120. ZDF-History: ZDF-History: Deutschland, deine Popmusik (Doku) ab Minute 41:30, 2012.
  121. Stefan Niggemeier: Einer wie Jesus – verhetzt, weil er für den Frieden ist, Übermedien vom 25. Mai 2016
  122. Dokumentarfilmer antwortet Xavier-Naidoo-Kritikern: Harold Woetzels Plädoyer für Journalismus ohne Vorurteile, auf kress.de
  123. Marcus Staiger: Satan weiche! In: Die Zeit, 17. November 2012.
  124. Thomas Steiner: Xavier Naidoo und seine Texte: Der Gegenrede wert. In: Badische Zeitung, 23. November 2012.
  125. Alligatoah: Denk an die Kinder. Genius.com
  126. Carolin Gasteiger: Xavier Naidoo beim ESC ist ein schlechter Scherz. Süddeutsche Zeitung (SZ), 19. November 2015; Twitter-Reaktionen zu Naidoo beim ESC: „Haarsträubende Fehlentscheidung“. Spiegel, 19. November 2015; Matthias Breitinger: Deutsches Reich – twelve points. Zeit, 19. November 2015
  127. NDR-Mitarbeiter protestierten gegen Naidoo-Nominierung. Spiegel, 24. November 2015
  128. Tagesschau
  129. vgl. z. B. Jörg-Peter Klotz vom Mannheimer Morgen: Maximales Desaster. Mannheimer Morgen, 23. November 2015
  130. Til Schweiger nennt Kritik an Naidoo Terrorismus. Welt, 22. November 2015
  131. Sebastian Krass: Lieberberg über Naidoo und den ESC: „Erschüttert über die Heuchelei“. Süddeutsche Zeitung, 29. November 2015
  132. RTL greift durch – Keine Rückkehr von Xavier Naidoo zu DSDS. Welt, 12. März 2020
  133. Xavier Naidoos Rückkehr zur DSDS-Jury ist ausgeschlossen. RTL, 12. März 2020
  134. Strafanzeige gegen Xavier Naidoo. MSN, 14. März 2020
  135. Florian Reiter: Der RTL-Rauswurf für Xavier Naidoo kommt mindestens sechs Jahre zu spät. Focus, 12. März 2020
  136. Dominik Göttker: DSDS: RTL muss die Sendung SOFORT absetzen – aus diesem Grund. Der Westen, 16. März 2020
  137. Marina Antonioni: „Haben schon so viele Augen zugedrückt“ – Smudo begrüßt DSDS-Rauswurf von Xavier Naidoo. Focus, 13. März 2020
  138. Söhne Mannheims distanzieren sich von Xavier Naidoo. RND, 12. März 2020
  139. Michael Rubach: Xavier Naidoo: Weitere Deutschrapper distanzieren sich deutlich. hiphop.de, 12. März 2020
  140. Xavier Naidoo-Skandal: Kollege Kool Savas mit krassen Aussagen. mannheim24.de, 18. Mai 2020; Nach Kool Savas – Motrip spricht über Xavier Naidoo. Raptastisch, 9. Mai 2020
  141. Xavier Naidoo redet über den „menschengemachten Klimawandel“, aktuellen Lockdown & die Politik. bigfm.de, 2. April 2020
  142. Marcel Pohlig: Radiowelle Bremen Vier geht auf Distanz zu Naidoo. DWDL, 7. Mai 2017; Alexander Krei: „Xaviers Wunschkonzert“: Sky hält an Naidoo-Show fest. DWDL, 5. Mai 2017
  143. Abgesagtes Konzert: Xavier Naidoo ist in Hof nicht erwünscht. SZ, 12. August 2020
  144. Staatsanwaltschaft Mannheim: Xavier Naidoo wegen Volksverhetzung angeklagt. LTO, 13. Juni 2024; Charlotte Keller: Anklage gegen 52-jährigen Musiker aus Mannheim erhoben. Staatsanwaltschaft Mannheim, 13. Juni 2024
  145. Xavier Naidoo für Comebackversuch scharf kritisiert. N-tv, 20. Januar 2025
  146. Stefanie Järkel, Jonas-Erik Schmidt: Debatte: Wie umgehen mit Xavier Naidoo? Jüdische Allgemeine, 10. Dezember 2025
  147. „Davon habe ich geträumt“– Xavier Naidoo gibt Comeback-Konzert. FAZ, 17. Dezekmber 2025
  148. Ralf Fischer: Xavier Naidoos antisemitische Aussagen? Haken dran! Jüdische Allgemeine, 15. Dezember 2025
  149. Dennis Sand: Live-Analyse: Naidoo-Comeback in Köln – ein Reality-Check für Deutschland Rollingstone, 18. Dezember 2025
  150. Die Presiträger. Echo Deutscher Musikpreis 1999 (Archivlink)
  151. a b ECHO – Künstlersuche
  152. Die Preisträger. Echo Deutscher Musikpreis 2004 (Archivlink)
  153. COMET 2007: History – Die Gewinner. viva.tv (Archivlink)
  154. Tobias Kargoll: Hiphop.de Awards präsentiert von lol papers – Die Preisverleihung. Hiphop.de, 5. März 2012
  155. Saskia Meister: Hiphop.de Awards 2015: Die Gewinner! Hiphop.de, 9. Januar 2016
  156. Xavier Naidoo gewinnt „Das Goldene Brett“ 2014. Musikexpress, 27. November 2014
  157. „Goldenes Brett vorm Kopf“ an Naidoo. wien.orf.at, 26. November 2014
  158. Christoph Seidler: Preis für Gaga-Forschung: Wer ist der Doofste im ganzen Land? Spiegel, 31. Oktober 2015