Wopity
| Wopity | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Rychliki | |
| Geographische Lage: | 53° 57′ N, 19° 29′ O | |
| Einwohner: | 10 ([1]) | |
| Postleitzahl: | 14-411 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Krupin/DW 527–Kiersity → Wopity | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Wopity (deutsch Opitten) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wopity liegt am Flüsschen Brzeźnica (deutsch Birkengraben) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer südwestlich der Stdat Pasłęk bzw. 22 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das kleine Dorf Wopitigen, später Oppitten – Schreibweise nach 1785 Opitten – bestand aus ein paar kleinen Höfen.[2] Am 20. Dezember 1350 verlieh der Komtur von Christburg, Konrad von Brunyngiskeym, Land auf dem Felde von Wopitigen.[3] Im Jahre 1437 fand das Dorf einen Eintrag im Zinsregisteer des Deutschen Ordens.
Im Jahre 1785 war Opitten ein „cöllmisch Dorf Adlig Rossitten gehörend“ mit 13 Feuerstellen, im Jahre 1820 ein ebensolches mit 15 Feuerstellen bei 82 Einwohnern.[3]
Als 1874 der Amtsbezirk Rossitten im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Opitten von Anfang an dazu.[4]
Die Zahl der Einwohner Opittens belief sich im Jahre 1885 auf 139 und im Jahre 1910 auf 96.[3]
Am 30. September 1928 verlor die Landgemeinde Opitten ihre Eigenständigkeit, als sie sich mit dem Gutsbezirk Rossitten zur neuen Landgemeinde Rossitten zusammenschloss.[4]
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Opitten erhielt die polnische Namensform „Wopity“ und ist heute eine Dorf innerhalb der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Wopity zehn Einwohner.[1]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 1945 war Opitten evangelischerseits in den Sprengel Blumenau, 1937 bis 1945 Königsblumenau der vereinigten Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem römisch-katholischerseits in die Pfarrei in Christburg im Dekanat Stuhm im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.[3]
Heute gehören die evangelischen Einwohner Wopity zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen Pfarrei in Kwietniewo im Dekanat Dzierzgoń im jetzigen Bistum Elbląg.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wopity liegt an einer Nebenstraße, die bei Krupin von der Woiwodschaftsstraße 527 abzweigt und über Kiersity in den Ort führt. Eine Landwegverbindung besteht außerdem von Rejsyty aus.
Ein Bahnanschluss besteht nicht. Zwischen 1893 und 1945 war Blumenau/Königsblumenau die nächste Bahnstation. Sie lag am Abschnitt Elbing–Miswalde der Bahnstrecke von Elbing nach Hohenstein. Die Streckenanlage ist größtenteils demontiert.
Persönlichkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Horst Zlomke (1923–2021[6]), deutscher ostpreußischer Heimatforscher und Autor, in Opitten geboren und aufgewachsen
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Polska w Liczbach: Wieś Wopity w liczbach
- ↑ Dietrich Lange. Opitten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- 1 2 3 4 Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Opitten
- 1 2 Rolf Jehke: Amtsbezirk Rossitten
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3, Göttingen 1968, S. 4570
- ↑ Horst Zlomke: Gedenken, in: Nordsee-Zeitung (Bremerhaven) am 5. Juni 2021, abgerufen am 19. Mai 2026
