Wassen
| Wassen | ||||||||
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| Staat: | ||||||||
| Kanton: | ||||||||
| Bezirk: | keine Bezirkseinteilung | |||||||
| BFS-Nr.: | 1220 | |||||||
| Postleitzahl: | 6484 Wassen 6485 Meien | |||||||
| Koordinaten: | 688747 / 173391 | |||||||
| Höhe: | 930 m ü. M. | |||||||
| Höhenbereich: | 775–3417 m ü. M.[1] | |||||||
| Fläche: | 96,88 km²[2] | |||||||
| Einwohner: | 431 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||
| Einwohnerdichte: | 4 Einw. pro km² | |||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 31,1 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||
| Gemeindepräsident: | Felix Ziegler (parteilos) | |||||||
| Website: | www.wassen.ch | |||||||
Wassen mit mittlerer Meienreussbrücke | ||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||
| Alter | 0–6 Jahre | 7–15 Jahre | 16–19 Jahre | 20–29 Jahre | 30–44 Jahre | 45–59 Jahre | 60–79 Jahre | 80 Jahre und mehr |
| Anzahl | 15 | 38 | 18 | 47 | 68 | 97 | 92 | 41 |
| Anteil | 3,61 % | 9,13 % | 4,32 % | 11,30 % | 16,35 % | 23,32 % | 22,11 % | 9,86 % |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Legislative
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeindeversammlung bildet die Legislative. Sie tritt meistens zweimal jährlich zusammen.
Exekutive
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der fünfköpfige Gemeinderat bildet die Exekutive. Er ist nebenamtlich tätig. Derzeitiger Gemeindepräsident ist Felix Ziegler (Stand 2022).
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2005 gab es 18 Landwirtschaftsbetriebe, die 43 Stellen boten. Industrie und Gewerbe beschäftigten in 7 Arbeitsstätten 34, der Dienstleistungsbereich in 18 Betrieben 121 Personen (Beschäftigung auf Vollzeitstellen umgerechnet). Die Volkszählung 2000 ergab 20 Landwirtschafts- und Forstbetriebe mit 50 Beschäftigten. Die Betriebszählung 2001 kam auf 5 Industrie- und Gewerbebetriebe mit 38 und 24 Dienstleistungsunternehmen mit 119 Beschäftigten. Von den im Jahr 2000 214 erwerbstätigen Personen Wassens arbeiteten 127 (59 %) in der eigenen Gemeinde. Insgesamt bot der Ort 198 Personen Arbeitsplätze an, von denen 127 (64 %) durch Einheimische besetzt waren.
Die 87 Wegpendler verrichten ihre Arbeit grösstenteils in anderen Gemeinden des Kantons Uri. Darunter 29 Personen in Altdorf, 14 in Göschenen, 6 in Silenen und je 5 in Erstfeld und Andermatt. Bedeutendster Arbeitsort ausserhalb des Kantons war die Stadt Luzern.
Es gab aber auch 71 Zupendler. Diese kamen hauptsächlich aus Gurtnellen (14 Personen), Erstfeld und Göschenen (je 12), Schattdorf (11), Altdorf und Andermatt (je 5).
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die katholische Kirche St. Gallus[9].
- Freilichtmuseum Steinbruch Antonini[10]
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Besinnungsweg Wassen Richtung Meienschanz mit Mariengrotte Schanz
- Gottardo-Wanderweg
- Alter Sustenweg
- Historische Eisenbahn-Bergstrecke mit SBB-Museum Bahnwärterhaus Eggwald
- Die nationale Bikestrecke Nr. 1 führt von Andermatt her über den Sustenpass gegen Westen.
- Die nationale Velostrecke Nr. 3 führt von der Zentralschweiz ins Tessin oder umgekehrt.
- Sustlihütte SAC
- Sewenhütte SAC
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Foto etwa 1889
- Südlicher Ortseingang von Wassen UR
- Zentrum von Wassen
- Blick über Wassen
- Friedhof und Blick talwärts
- Autobahnzufahrt (A2)
Verkehr
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Wassen wurde durch den Bau der Gotthardbahn (1872–1882) weltberühmt. Vor dem Ort wird der Spiraltunnel Muhrentunnel passiert. Die Kirche, die während der Zugfahrt mehrfach aus verschiedenen Perspektiven zu sehen ist, wurde zum Wahrzeichen der Strecke. Mittels zweier Kehrtunnel (Wattinger Tunnel und Leggisteintunnel) beim Ort wechselt die Gleisführung zweimal die Richtung in einer Doppelschleife, in deren Zentrum Wassen liegt. Dadurch passiert man Wassen und die Kirche dreimal und überquert ebenso oft die Meienreuss, einen Nebenfluss der Reuss. Die Reuss selbst wird flussaufwärts von Wassen zweifach überquert, um den Wattinger Kehrtunnel auf dem gegenüberliegenden Ufer zu erreichen.
Durch die Doppelschleife wird die Strecke von der Unteren Meienreussbrücke zum Portal des Naxbergtunnels (Luftlinie ungefähr 2 Kilometer) auf etwa 8 Kilometer verlängert, um die Steigung der Bahnlinie in dem gebirgigen Terrain auf 26 ‰ begrenzen zu können. Von der Kirche aus hat man einen wunderschönen Panoramablick auf das obere Reusstal.
Im Bahnhof Wassen halten keine Züge mehr; der Ort wird im öffentlichen Verkehr über die im Ortszentrum haltende Buslinie Flüelen–Göschenen der Auto AG Uri im Stundentakt bedient. Hinzu kommen einzelne Busse über den Sustenpass, von Andermatt nach Meiringen.
Wassen ist ein Endpunkt der Hauptstrasse 11, die durch das Meiental über den Sustenpass ins Berner Oberland und bis nach Vionnaz im Wallis führt, nahe der Grenze zu Frankreich. Ausserdem durchläuft die Hauptstrasse 2 den Ort, welche die Schweiz komplett in Nord-Süd-Richtung zwischen den Grenzen zu Deutschland (bei Basel-Burgfelden) und Italien (bei Chiasso) durchquert.
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Mattli (1944), Unternehmer, Politiker und Autorennfahrer
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Thomas Brunner: Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri. Band 4: Oberes Reusstal und Urseren. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2008 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 114). ISBN 978-3-906131-89-4, S. 178–236.
- Hans Stadler: Meien. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Hans Stadler: Wassen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- 1 2 Gemeindewappen von Wassen UR, abgerufen am 11. März 2017
- ↑ Martin Schuler, Volkszählungen in der Schweiz vor 1850
- ↑ Bundesamt für Statistik,Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden 1850–2000
- ↑ Bundesamt für Statistik,Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden 1850–2000
- ↑ Thomas Brunner: Wassen und seine Kirche. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 808, Serie 81). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2007, ISBN 978-3-85782-808-9.
- ↑ Museen Uri: Freilichtmuseum Steinbruch Antonini





