In Walhain befindet sich im Tal des Baches Nil bei Nil-Saint-Vincent der geografische Mittelpunkt Belgiens (50°38′28″N, 4°40′5″O50.6411111111114.6680555555556). Um diesen auch optisch darzustellen, wurde ein von dem ortsansässigen Architekten Bernard Defrenne entworfenes Monument aufgestellt. Es steht auf einem Sockel, der die Erdkruste darstellen soll und in den 12 Lampen eingelassen sind, welche für die zwölf EG-Staaten stehen. Drei Säulen, die die drei Regionen Belgiens symbolisieren, tragen eine Pyramide, in deren Mitte eine Stahlrohr befestigt ist, das den Mittelpunkt Belgiens anzeigt. Davor informieren drei Tafeln auf Deutsch, Französisch und Niederländisch über die Bedeutung der Einzelteile des Denkmals. Die Einweihung fand am 22. August 1998 statt.
Eine Ruine des Kastells Walhain besteht noch im Ort. Die Anfänge einer villa lagen im 10. Jahrhundert, der noch am besten erhaltene Donjon wurde im 13. Jh. erbaut, von 1440 bis ins 17. Jahrhundert war das Schloss der Herren- und später Grafensitz der Adelsfamilie Glymes. Seit Ende des 18. Jahrhunderts verfiel es nach mehreren Besitzwechseln. 2020 konnte es gesichert werden.[1]
↑Alizé Van Brussel:Le château de Walhain-Saint-Paul (Duché de Brabant, XIIe-XIXe s.), une haute-cour entre fonctions résidentielle et artisanale. In: Juvenes - The Middle Ages seen by Young Researchers. Publicações do Cidehus, 2022, ISBN 979-1-03659137-2, doi:10.4000/books.cidehus.19612 (openedition.org[abgerufen am 19.November 2025]).