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Urahou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Urahou
Die Suco-Polizeistation am Tag ihrer Einweihung (2020)
Daten
Fläche 17,27 km²[1]
Einwohnerzahl 4.098 (2022)[2]
Chefe de Suco Julio da Costa
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Caiturloa 742
Dosmagar 483
Hatlailete 536
Laulema 341
Manuhatu 655
Raimean 570
Der Suco Urahou
Manuhatu (Osttimor)
Manuhatu (Osttimor)
Manuhatu
Koordinaten:  43′ S, 125° 20′ O

Urahou (Uruhau, Ura-Hou) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Hatulia B (Gemeinde Ermera).

Urahou
Orte Position[3] Höhe
Bedlala  43′ 29″ S, 125° 19′ 52″ O 1129 m
Caiturloa  42′ 43″ S, 125° 20′ 5″ O 828 m
Dapuremei  43′ 17″ S, 125° 19′ 27″ O 968 m
Dosmagar  43′ 10″ S, 125° 19′ 19″ O 911 m
Dosmagar Kraik  42′ 30″ S, 125° 19′ 9″ O 595 m
Laulema  43′ 10″ S, 125° 19′ 3″ O 807 m
Manuhatu  43′ 25″ S, 125° 19′ 37″ O 1037 m
Patrusa  43′ 10″ S, 125° 18′ 22″ O 437 m
Raimean  42′ 27″ S, 125° 19′ 56″ O 839 m
Tadlema  43′ 0″ S, 125° 17′ 52″ O 369 m

Urahou liegt im Norden des Verwaltungsamts Hatulia B. Im Südwesten und Südosten grenzt er an die beiden Teile des Sucos von Mau-Ubo. Dazwischen befindet sich im Süden der Suco Fatubessi. Im Nordosten reicht der Suco Lisapat an Urahou heran.[4] Im Norden grenzt Urahou an das zur Gemeinde Liquiçá gehörende Verwaltungsamt Liquiçá mit seinen Sucos Açumanu und Leotala. Der Fluss Gleno bildet mit seinem Flussbett grob die Grenze zu Liquiçá.[4][5] Berge im Suco sind der Foho Hatulialete im Westen (326 m, Lage) und der Foho Balakkaheng (556 m, Lage) im Osten.[4][6]

Urahou hat eine Fläche von 17,27 km²[1] und teilt sich in die sechs Aldeias Caiturloa (Kaiturloa, Caturlau), Dosmagar, Hatlailete (Hatulialete), Laulema, Manuhatu (Manohatu, Manuhati) und Raimean (Raemean).[4][7]

Die meisten größeren Siedlungen liegen entlang einer Straße, die durch den Süden von Urahou verläuft. Dies sind von West nach Ost Patrusa, Laulema, Dosmagar, Dapuremei, Manuhatu und Bedlala. Im Osten verläuft die Straße weiter in Richtung Norden zu den Dörfern Caiturloa und Raimean. Nördlich von Dosmagar befindet sich das Dorf Dosmagar Kraik (wörtlich „Unter-Dosmagar“). Im Westen von Urahou liegt nahe dem Foho Hatulialete das Dorf Tadlema. Daneben gibt es zahlreiche kleine Weiler und verstreut liegende Häuser.[4]

Der Sitz des Sucos befindet sich zwischen Dosmagar und Dapuremei. Gleich daneben liegt eine Grundschule, eine zweite befindet sich in Tadlema. Das lokale Hospital liegt in Dosmagar. Zwei Friedhöfe befinden sich in Patrusa und Manuhatu.[4] 2020 wurde eine Polizeistation im Suco eröffnet.[8]

Einwohner von Urahou (2016)

In Urahou leben 4.098 Einwohner (2022), davon sind 2.074 Männer und 2.024 Frauen. Im Suco gibt es 714 Haushalte.[2] Fast 66 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Über 27 % sprechen Tetum Prasa und fast 6 % Tokodede.[9]

Ende 1979 gab es in Urahou ein Transit Camp, in dem die indonesische Besatzungsmacht osttimoresische Zivilisten internierte.[10]

Während der Unruhen von 1999 operierten zwischen dem 27. Januar und September in der Region die pro-indonesischen Milizen Darah Merah, Aitarak und Pancasila zusammen mit dem indonesischen Militär gegen Befürworter der Unabhängigkeit Osttimors. Zwischen dem 10. und 14. Mai wurden Urahou und andere Sucos in der Region überfallen.[10] Im Mai ermordeten Milizionäre der Darah Merah in Caiturloa Abrão Salsinha Soares und im Juni in Raitumura Luis Alves.[11.1]

Bei einem Waldbrand am 2. und 3. Oktober 2019 kam es im Suco zu großen Zerstörungen.

Julio da Costa (Feb. 2016)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Julio da Costa zum Chefe de Suco gewählt[12] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[13] Im Oktober 2016 gewann Alberto Soares.[14] Bei den Wahlen 2023 wurde Julio da Costa wiedergewählt.[15]

Commons: Urahou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).
  2. 1 2 Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.
  3. Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).
  4. 1 2 3 4 5 6 Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Ermera.
  5. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. PeakVisor: Foho Hatulialete, abgerufen am 9. März 2026.
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 315 kB)
  8. SEFOPE ENTREGA UMA NE’EBÉ KONSTRUI HUSI ESTUDANTE DOM BOSCO BA PNTL. Secretário Estado para Formação Profisional e Emprego, Alarico de Rosario, 10. September 2020, abgerufen am 30. März 2026 (Tetum).
  9. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Urahou (tetum; PDF; 8,1 MB)
  10. 1 2 „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (PDF; 2,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
    1. S. 1075.
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  14. Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)
  15. Gemeinde Ermera: POSTO ADMINISTRATIVO HATOLIA B, abgerufen am 27. Januar 2026.