1996 verlegte die Laboon als Teil der Flugzeugträgerkampfgruppe um die Carl Vinson in den Persischen Golf, wo sie mit der Shiloh die ersten Marschflugkörper während der Operation Desert Strike abfeuerte. Mit Lieutenant Erica Niedermeier von der Laboon feuerte 1996 auch erstmals eine Frau in der US Navy mehrere Tomahawk-Marschflugkörper im Kriegseinsatz ab.[1][2]
2000 war die Laboon der Kampfgruppe um die Dwight D. Eisenhower zugewiesen, 2002 nahm sie an Operation Enduring Freedom teil, diesmal als Eskorte für die George Washington. Die Laboon war 2007 Teil der Übung FRUKUS, einer gemeinsamen Übung der Marinen Frankreichs, Russlands, Großbritanniens und der USA. Anfang 2009 verlegte das Schiff ins Mittelmeer, wo es mit der Standing NATO Maritime Group 2 fuhr. Auch im August 2010 verlegte die Laboon ins Mittelmeer und weiter in den Indischen Ozean, um dort Piraterie zu bekämpfen.
Nach einem Attentat auf das US-Konsulat in Bengasi in Libyen am 12. September 2012, bei dem vier Diplomaten und der zuständige amerikanische Botschafter für Libyen John Christopher Stevens getötet wurden, wurde die Laboon zusammen mit der McFaul, einem weiteren Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, nach Regierungsangaben ohne konkreten Einsatzbefehl vor die libysche Küste verlegt.[3]
Beim Luftangriff auf Damaskus und Homs am 14. April 2018 beteiligte sich die Laboon mit den Einsatz von sieben Tomahawk-Marschflugkörper vom östlichen Mittelmeer aus.
Aus Anlass des Kriegs in Israel und Gaza 2023 wurde die Laboon als Teil der Kampfgruppe um die Dwight D. Eisenhower ins östliche Mittelmeer verlegt. Mit Beginn der Operation Prosperity Guardian ab 18. Dezember 2023 verlegte Laboon durch den Sueskanal[4] und war als eines von mehreren amerikanischen Kriegsschiffen für den Schutz der Handelswege eingeteilt. Am 23. Dezember 2023 wehrte sie im südlichen Roten Meer einen Angriff von 4 unbemannten Luftfahrzeugen (Einweg-Kampfdrohnen) der Huthi ab und kam zwei angegriffenen Handelsschiffen zu Hilfe.[5] Am 26. Dezember fingen im Roten Meer Laboon und Flugzeuge des Typs F/A-18 Super Hornet von Dwight D. Eisenhower, welche im Golf von Aden unterwegs war, 12 Einweg-Drohnen, 3 taktische ballistische Raketen und 2 gegen Landziele gerichtete Marschflugkörper ab.[6]
Am 30. Dezember 2023 unterstützte die Laboon zusammen mit der Gravely im Roten Meer das Containerschiff Maersk Hangzhou[7] der Mærsk-H-Klasse. Diese fuhr unter der Flagge Singapurs, kam aus dem Indischen Ozean und war von einer taktischen ballistischen Rakete der Huthi getroffen worden.[8] Am 6. Januar 2024 vernichtete die Laboon über dem Roten Meer ein unbemanntes Luftfahrzeug.[4] Am 9. Januar 2024 wehrten Laboon, Gravely, Mason, der britische Zerstörer Diamond der Daring-Klasse sowie Flugzeuge von Dwight D. Eisenhower einen als „komplex“ beschriebenen Angriff aus 18 Einweg-Kampfdrohnen, 2 Marschflugkörpern gegen Schiffsziele und einer taktischen ballistischen Rakete ab.[9] Am 14. Januar 2024, zwei Tage nach den ersten Raketenangriffen auf Huthi-Kräfte im Jemen 2024, fingen Flugzeuge vor der Küste des Gouvernements al-Hudaida einen gegen Laboon gerichteten Marschflugkörper gegen Seeziele ab, woraufhin das US-Militär erstmals bekanntgab, dass die Huthi einen Angriff direkt gegen ein amerikanisches Kriegsschiff gerichtet hätten.[10][11]
Am 2. Februar 2024 fingen Laboon und Flugzeuge der Dwight D. Eisenhower im Roten Meer 7 Drohnen ab.[12] Am Morgen des 6. Februar 2024 verfehlten zwei ballistische Raketen gegen Schiffsziele den Massengutfrachter Star Nasia[13], eine dritte wurde durch Laboon abgefangen.[14] Nach Mitternacht am 20. Februar 2024 fing Laboon einen gegen sie gerichteten Marschflugkörper gegen Seeziele ab.[15]