UC 10 war ein Einhüllenboot mit einem Dieselmotor mit 90 PS und einem Elektromotor mit 175 PS. Damit konnten über Wasser 6,2 kn und getaucht 5,2 kn erreicht werden. Die Reichweite betrug Überwasser bei 5 kn 750 sm und getaucht bei 4kn 50sm. Für Tauchfahrten reichte die Batteriekapazität für eine Stunde und die maximale Tauchtiefe war mit 50 m angegeben. Das Boot war 33,99 m lang, 3,15 m breit und hatte einen Tiefgang von 3,04 m. Die Verdrängung betrug über Wasser 168 t und getaucht 183 t.[2][3]
Die Besatzung bestand aus dreizehn Mannschaften und einem Offizier.[2][3]
Die Bewaffnung bestand aus sechs Minenschächten und zwölf Minen des Typs „UC 120“. Zusätzlich wurde ein 7,92-mm-Maschinengewehr mitgeführt.[2][3]
UC 10 wurde auf der Vulkanwerft in Hamburg gebaut und lief dort am 15. Juli 1915 vom Stapel. Zwei Tage später erfolgte die Indienststellung.[3] Das Boot fuhr in seiner Dienstzeit auf 30 Feindfahrten. Es konnte dabei 16 Handelsschiffe mit einer Tonnage von 30.406 t und zwei Zerstörer mit 598 t versenken. Fünf Handelsschiffe mit 16.627 t wurden beschädigt.[1]
UC 10 wurde am 21. August 1916 westlich von Den Haag auf Position 52°2′N, 3°54′O52.0333333333333.9Koordinaten: 52°2′0″N, 3°54′0″O vom englischen U-Boot E54 mit zwei Torpedos angegriffen, von denen einer traf. UC 10 ging mit seiner Besatzung unter, keiner der 18 Mann an Bord überlebte.[4]
Harald Bender: Die UC-Boote der Kaiserlichen Marine 1914–1918. Minenkrieg mit U-Booten. Mittler Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-8132-0758-7.
Erich Gröner, Dieter Jung, Martin Maass:Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band3: U-Boote, Hilfskreuzer, Minenschiffe, Netzleger und Sperrbrecher. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1985, ISBN 3-7637-4802-4.
Robert Gardiner, Randal Gray: Conway’s All the World’s Fighting Ships 1906–1921. Naval Institute Press, Annapolis 1985, ISBN 978-0-87021-907-8, OCLC12119866.
Bodo Herzog:Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller Verlag, Erlangen 1993, ISBN 3-86070-036-7 (Genehmigte Lizenzausgabe Bernard & Graefe Verlag Bonn).
Paul Kemp:Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes Verlag, Gräfelfing 1998, ISBN 3-924896-43-7.