Türkische Sprache
| Türkisch Türkçe | ||||||||||||||||
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Gesprochen in |
unter türkischen Migranten in: | |||||||||||||||
| Sprecher | 75 Millionen Muttersprachler, 15 Millionen Zweitsprachler | |||||||||||||||
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||||||||||||||||
| Amtssprache in |
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| Anerkannte Minderheiten-/ Regionalsprache in |
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| Sprachcodes | ||||||||||||||||
| ISO 639-1 | tr | |||||||||||||||
| ISO 639-2 | tur | |||||||||||||||
| ISO 639-3 | tur | |||||||||||||||
| Konsonanten des Standardtürkischen | ||||||||||||||||
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| Bilabial | Labiodental | Dental | Alveolar | Postalveolar | Palatal | Velar | Glottal | |||||||||
| Plosive | p | b | t | d | c | ɟ | k | ɡ | ||||||||
| Nasal | m | n | ||||||||||||||
| Frikativ | f | v | s | z | ʃ | ʒ | ɣ | h | ||||||||
| Affrikate | tʃ | dʒ | ||||||||||||||
| Flap | ɾ | |||||||||||||||
| Approximant | j | |||||||||||||||
| Lateral | ɫ | l | ||||||||||||||
Das Phonem /ɣ/ (normalerweise yumuşak g genannt („weiches g“)), ğ erscheint niemals am Wortanfang, sondern folgt stets einem Vokal. Am Wortende oder vor Konsonanten wird es nicht ausgesprochen, sondern zeigt sich in Form einer langen Aussprache des vorhergehenden Vokals.
In Wörtern türkischen Ursprungs stellen die Laute /c/, /ɟ/ und /l/ Allophone von /k/, /g/ und /ɫ/ dar; die ersteren erscheinen vor Vorderzungenvokalen, die letzteren vor Hinterzungenvokalen. Die Verteilung dieser Phoneme ist jedoch in Wörtern und Eigennamen fremdsprachlichen Ursprungs oft unvorhersehbar. In solchen Wörtern erscheinen /c/, /ɟ/ und /l/ oft vor Hinterzungenvokalen.[23]
Das Türkische ist (ähnlich wie das Deutsche) auslautverhärtend, d. h. stimmhafte Konsonanten werden am Ende eines Wortes stimmlos, so lautet der eigentliche Stamm von kebap kebab-. Die Auslautverhärtung im Türkischen betrifft nur Verschlusslaute und Affrikaten, nicht die Frikative.
Vokale
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| Türkische Vokale | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vorne | Hinten | |||
| Ungerundet | Gerundet | Ungerundet | Gerundet | |
| Hoch | i [i], e [e] | ü [y] | ı [ɯ] | u [u] |
| Tief | e [æ] | ö [œ] | a [a] | o [o] |
Die Vokale der türkischen Sprache sind, in ihrer alphabetischen Reihenfolge, a, e, ı, i, o, ö, u und ü. Der Buchstabe e wird sowohl regelmäßig für den ungerundeten fast offenen Vorderzungenvokal, als auch seltener für den ungerundeten halbgeschlossenen Vorderzungenvokal verwendet.[24] Das <ı> ohne Punkt ist der ungerundete geschlossene Hinterzungenvokal [ɯ]. Im Türkischen gibt es keine Diphthonge; wenn zwei Vokale aufeinandertreffen, was selten und nur in Lehnwörtern geschieht, wird jeder Vokal einzeln ausgesprochen. Jedoch kann eine Art Diphthong auftreten, wenn das yumuşak g zwischen zwei Vokalen steht. So kann das Wort soğuk („kalt“) von manchen Sprechern [soʊk] ausgesprochen werden.
Alphabete
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die älteste türkische Schrift ist die türkische Runenschrift mit 38 Zeichen.
Ab dem 10. Jahrhundert galten die Oghusen als islamisiert, und sie übernahmen die arabische Schrift, die um vier von Persern hinzugefügte Konsonanten ergänzt war. Das osmanisch-türkische Alphabet beinhaltete darüber hinaus noch einen von den Türken selbst hinzugefügten Konsonanten, den kāf-i nūnī oder sağır kef (ñ / ﯓ).
Anfang 1926 nahm Mustafa Kemal Atatürk im aserbaidschanischen Baku an einem Kongress der Turkologen teil, bei dem unter anderem die Schaffung einer Lateinschrift für die Turkvölker gefordert wurde. Aserbaidschan hatte schon seit 1922 eine lateinisch-basierte Schrift: das einheitliche türkische Alphabet.
Seit 1928 wird das Türkeitürkische durch eine von Kemal Atatürk mitentwickelte Variante der lateinischen Schrift wiedergegeben. Atatürk nannte dieses neue Schriftsystem Neues türkisches Alphabet. Grundlage für die Neuschreibung der Wörter wie für die allgemeine Sprachreform war der Istanbuler Dialekt. Bei den Schreib- und Ausspracheregeln existieren deshalb keine Ausnahmen.
Das heutige Alphabet des Türkeitürkischen umfasst 29 Buchstaben, wobei jedem Buchstaben ein Laut zugeordnet ist:
a b c ç d e f g ğ h ı i j k l m n o ö p r s ş t u ü v y z
Die in der lateinischen Schrift vorkommenden Buchstaben q, w und x sowie die in der deutschen Schrift verwendeten Buchstaben ä und ß kommen nicht vor. j erscheint nur in einigen Fremdwörtern wie jakuzi „Whirlpool“. Im Türkischen wird der Buchstabe i (i mit Punkt) auch als Großbuchstabe mit einem Punkt geschrieben (İ), während der Großbuchstabe I dem Kleinbuchstaben ı (ı ohne Punkt) entspricht.
Sofern nicht ohnehin ein Buchstabieralphabet benutzt wird, ist die Benennung der Buchstaben regelmäßig: Vokale werden als solche ausgesprochen, Konsonanten mit einem e ergänzt. Die Stadt İzmir würde also i ze me i re buchstabiert.
Besonderheiten bei der Aussprache
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Schriftzeichen | Lautzeichen | Beschreibung |
|---|---|---|
| c | [dʒ] | Affrikate wie dt. dsch in Dschungel |
| ç | [tʃ] | Affrikate wie dt. tsch in Kutsche |
| e | [ɛ] | Ungerundeter halboffener Vorderzungenvokal wie dt. ä in hätte, in erster Silbe gelegentlich auch geschlossenes e wie in Enge |
| ğ | [ː], [j] | yumuşak/weiches g: zeigt am Silbenende die Längung des davor stehenden Vokals an (vergleichbar mit dem deutschen Dehnungs-h), kann auch einen fließenden Übergang von einem Vokal zum nächsten bewirken; nach Vorderzungenvokalen (e, i, ö, ü) oft als stimmhafter palataler Approximant wie dt. j in Seejungfrau |
| h | [h] | Stimmloser glottaler Frikativ wie dt. h in Haus |
| ı | [ɯ] | Ungerundeter geschlossener Hinterzungenvokal, auch: ungerundetes u |
| j | [ʒ] | Stimmhafter postalveolarer Frikativ wie dt. j in Journal |
| o | [ɔ] | Gerundeter halboffener Hinterzungenvokal wie dt. o in Gott |
| ö | [œ] | Gerundeter halboffener Vorderzungenvokal wie dt. ö in möchte |
| r | [ɾ] | Stimmhafter alveolarer Vibrant Zungenspitzen-r, am Wortende mit einem deutlichen Reibegeräusch[25] |
| s | [s] | Stimmloser alveolarer Frikativ wie dt. s in Haus oder ß in außen |
| ş | [ʃ] | Stimmloser postalveolarer Frikativ wie dt. sch in Schule |
| v | [v] | Stimmhafter labiodentaler Frikativ wie dt. w in Wasser |
| y | [j] | Stimmhafter palataler Approximant wie dt. j in Jacke |
| z | [z] | Stimmhafter alveolarer Frikativ wie dt. s in Sage |
Die übrigen Laute werden wie im Deutschen ausgesprochen.
Stimmhafte und stimmlose Konsonanten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Bildung von Begriffen aus Wörtern, die auf Konsonanten enden, und bei Suffixen muss stets die Stimmhaftigkeit des Endkonsonanten beachtet werden. Es wird unterschieden zwischen stimmhaften und stimmlosen Konsonanten. Die stimmlosen Konsonanten ç, f, h, k, p, s, ş und t lassen sich mit den Merksätzen Çift Haseki Paşa („doppelter Haseki-Pascha“) oder Fe Paşa çok hasta („Fe Pascha ist sehr krank“) einprägen. Wird nun ein Suffix an einen stimmlosen Konsonanten angehängt, so muss ein stimmhafter Konsonant im Suffixanlaut angepasst werden.
| Konsonant | wird angepasst zu | Beispiel mit normalem Auslaut | mit Suffix | Beispiel mit auslautendem stimmlosen Konsonanten | mit Suffix |
|---|---|---|---|---|---|
| (b) | (p) | (Kein Suffix mit anlautendem b- bekannt) | — | — | — |
| c | ç | demir (Eisen) | demirci (Eisenwarenhändler, Schmied, Schlosser) | fotoğraf (Fotografie) | fotoğrafçı (Fotograf) |
| g, ğ | k | kız-mak (heiß werden, fig. auch: wütend werden, Infinitiv) | kızgın (heiß, wütend) | çalış-mak (arbeiten, Infinitiv) | çalışkan (fleißig) |
| d | t | ev (Haus) | evde (im Haus) | sepet (Korb) | sepette (im Korb) |
Umgekehrt verwandeln sich die stimmlosen Konsonanten p, t, k und ç im Auslaut eines Wortes oft in ihr stimmhaftes Pendant (b, d, g bzw. ğ und c), wenn vokalisch anlautende Suffixe angeschlossen werden. Davon sind besonders mehrsilbige Substantive betroffen und von diesen wiederum sehr viele, die auf -k enden. Viele dieser im Türkischen auf -p, -t oder -ç auslautenden Wörter sind Fremdwörter, die in der Ursprungssprache (zumeist Arabisch) auf -b, -d oder -c (bzw. ǧ) auslauteten und bei vokalischem Suffixanlaut ihre ursprüngliche Form wieder annehmen. Dies ist aber eher eine orthographische Regel, die in der gesprochenen Sprache nicht immer befolgt wird. Auch auslautendes, ursprüngliches -g kann davon betroffen sein: renk (bedeutet „Farbe, Farbton“), aber menekşerengi („veilchenfarbig, violett“).
| Stimmhaft | Verbindung | Stimmlos | Verbindung |
|---|---|---|---|
| ev (Haus) | evim (mein Haus) | çocuk (Kind) | çocuğum (mein Kind) |
| altın (Gold) | altını (das Gold Akk.) | kitap (Buch) | kitabı (das Buch Akk.) |
Vor allem bei der Bildung von Lokativ- und Possessivverbindungen sowie Deklinationen spielt dies eine Rolle.
Zirkumflex als Hilfszeichen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In einigen Wörtern wird der Zirkumflex (ˆ, türkisch uzatma işareti) verwendet. Dieses Zeichen gibt die Länge des Vokals an und dient oft zur Unterscheidung zweier ansonsten gleich geschriebener Wörter (beispielsweise adet ‚Anzahl‘ gegenüber âdet ‚Gewohnheit‘), ist jedoch heute in den meisten Fällen außer Gebrauch geraten. Der Zirkumflex kann auch die Palatalisierung eines Konsonanten anzeigen (beispielsweise kâğıt ‚Papier‘) und findet sich dann häufiger.
Vokalharmonie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorgeschichte: Osmanische Sprache#Vokalharmonie
Eine Besonderheit der türkischen Sprache ist die Lautharmonie (Palatalharmonie), welche zwischen hellen (vorderen) und dunklen (hinteren) Vokalen und Konsonanten unterscheidet. Das Gesetz der Lautharmonie zieht sich durch die gesamte türkische Formenlehre. Im modernen türkischen Lateinalphabet werden die vorderen und hinteren Varianten der Buchstaben g, k und l graphisch nicht unterschieden, man spricht daher auch von Vokalharmonie. Ein rein türkisches Wort (bis auf wenige Ausnahmen) enthält nur Vokale aus der Reihe der hellen (e, i, ö, ü) oder der dunklen (a, ı, o, u) Vokale. Wird ein Suffix an ein Wort angehängt, muss der Vokal des Suffixes dem sich anpassen, bei Fremdwörtern und den sehr seltenen türkischen Wörtern, die nicht der Vokalharmonie unterliegen, ist der Vokal der letzten Silbe des Grundwortes in der Regel maßgeblich. Bei Fremdwörtern, die auf k, g und l enden, entscheidet hingegen die Färbung dieses Konsonanten, wobei l meist als heller Laut gilt. So wird von gol (von englisch: goal, geschossenes Fußball- oder anderes Tor) golcü (Torschütze) abgeleitet und der Plural lautet goller.
Je nachdem, ob zur Palatal- auch die Labialharmonie hinzutritt, die auch zwischen runden und nicht runden Vokalen unterscheidet, spricht man von kleiner und großer Vokalharmonie.
Kleine Vokalharmonie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sie unterscheidet nur zwischen hellen und dunklen Vokalen. Die Vokale der Suffixe nach der kleinen Vokalharmonie sind zweifach und lauten e/a. Sie sind also nicht-hoch.
| Vokale | Beispiel (sing.) | Beispiel (pl.) | Beispiel Lokativ |
|---|---|---|---|
| e, i, ö, ü | ev (Haus) | evler (Häuser) | evlerde (in den Häusern) |
| köy (Dorf) | köyler (Dörfer) | köylerde (in den Dörfern) | |
| a, ı, o, u | oda (Zimmer) | odalar (Zimmer) | odalarda (in den Zimmern) |
| yol (Weg) | yollar (Wege) | yollarda (auf den Wegen) |
Die kleine Vokalharmonie tritt u. a. bei den Pluralsuffixen und einigen Kasussuffixen auf.
Große Vokalharmonie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der großen Vokalharmonie haben die Suffixe vier (statt zwei) mögliche Formen. Sie werden bei den Suffixen verwendet, die mit einem der hohen Vokale i/ı/ü/u vokalisiert werden. Der Vokal richtet sich jeweils nach dem (letzten) Vokal im Grundwort. Es gilt folgendes Schema:
| Vokal im Grundwort | führt zu | Beispiel (Nom.) | Beispiel (Akk.) |
|---|---|---|---|
| e, i | i | ev (Haus) | evi (das Haus Akk.) |
| a, ı | ı | dal (Ast) | dalı (den Ast Akk.) |
| ö, ü | ü | göl (See) | gölü (den See Akk.) |
| o, u | u | yol (Weg) | yolu (den Weg Akk.) |
Die große Vokalharmonie erfolgt u. a. bei allen Personal- und Possessivsuffixen, beim Fragesuffix mi und bei den Kasussuffixen des Genitivs und des Akkusativs.
Als weiteres Beispiel für die große Vokalharmonie dient die Endung -li/-lı/-lu/-lü; („aus … stammend“): Berlinli (der Berliner/die Berlinerin), aber: Ankaralı, Bonnlu, Kölnlü.
Es kommt vor, dass infolge der Vokalharmonie mehrere Endungen mit dem gleichen Vokal aufeinander folgen (zum Beispiel huzursuzsunuz: ihr seid unruhig, üzgünsünüz: „ihr seid traurig, es tut euch leid“).
Konsonantenharmonie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorgeschichte: Osmanische Sprache#Konsonantenharmonie
Die stimmlosen Verschlusslaute t und k werden in ihre stimmhaften Entsprechungen umgewandelt, wenn ihnen ein Vokal folgt. Aus t wird d, aus k wird ğ. Beispiele: gitmek (gehen) ⇒ gider – er geht; büyük – groß, büyüğüm – ich bin groß (s. Stimmhafte und stimmlose Konsonanten).
Grammatik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die türkischen Sprachen sind agglutinierend und unterscheiden sich somit wesentlich von den indogermanischen Sprachen. Agglutination bedeutet, dass grammatische Formen durch eine (eindeutige) Endung angezeigt werden. Dabei können mehrere Endungen aufeinander folgen, wobei die Reihenfolge festgelegt ist.
Beispiel: Uçurtmayı vurmasınlar. – „Sie sollen den Drachen nicht runterschießen.“ (Filmtitel[26])
Man könnte den Satz wie folgt zerlegen: Uçurtma-yı vur-ma-sın-lar. – [Ein/Den] Drachen-den runterschießen-nicht-sollen-sie.
Die Endung -yı zeigt den bestimmten Akkusativ an; -ma steht für die Verneinung; -sın steht für den Imperativ, -lar für die 3. Person Mehrzahl.
In der türkischen Sprache gibt es keinen Artikel. Zur Kennzeichnung einer einzelnen, individuellen, aber nicht weiter bestimmten Sache (das sind Fälle, in denen im Deutschen der unbestimmte Artikel verwendet wird) kann im Türkischen das Zahlwort bir (eins) stehen. Unbestimmtheit kann auch durch andere grammatische Mittel ausgedrückt werden, dabei bleibt aber offen, ob es sich um einen oder mehrere Gegenstände handelt.[27]
Weiterhin kennt das Türkische kein grammatisches Geschlecht (Genus) oder andere Nominalklassen. Es kennt auch keine systematische Kennzeichnung des natürlichem Geschlechts (Sexus) – im Gegensatz zum Deutschen oder Französischen („–in“ bzw. „–e“ für weibliches Sexus). Eine lexikalische Unterscheidung des Sexus gibt es nur selten, so kann kardeş sowohl Bruder als auch Schwester bedeuten, sofern es nicht durch erkek bzw. kız näher definiert wird oder sich aus dem Zusammenhang ergibt (Ayşe kardeşim – meine Schwester Ayşe; erkek kardeşim hasta – mein Bruder ist krank). Das Pronomen o steht für er, sie oder es.[28]
Türkisch weist die Satzstellung Subjekt – Objekt – Verb auf, ist also eine SOV-Sprache. Eine weitere Besonderheit für Sprecher der meisten europäischen Sprachen ist, dass es keine Präpositionen gibt, sondern ausschließlich Postpositionen verwendet werden. Beispiele: Fatma için – für Fatma; gül gibi – wie (eine) Rose.
Fälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorgeschichte: Osmanische Sprache#Fälle
Im Türkischen zählt man gemeinhin sechs Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ (bestimmt: eigene Endung; unbestimmt: formengleich mit dem Nominativ), Lokativ und Ablativ. Die entsprechenden Endungen sind
- Nominativ (auch Indefinit oder Grundform genannt): Antworten auf die Fragen kim – wer? – und ne – was?; endungslos. Bsp.: göl – der See, ein See; araba – Wagen, çorba – Suppe
- Dieser Kasus ohne Auszeichnung tritt auch dort auf, wo durch Wortstellung, Wortbedeutung oder andere grammatische Mittel eine Kasusbezeichnung entbehrlich ist, wenn sie nicht aus Gründen der Bestimmtheit oder Betonung verwendet wird, so
- als unbestimmtes (Akkusativ-)Objekt: tavşan getirmiş – er brachte (einen) Hasen (die Zahl der Hasen bleibt ungenannt, einer oder mehrere), çorba yapıyor – sie kocht Suppe
- als unbestimmtes Attribut einer Genitiv-Verbindung, wenn keine konkrete Beziehung, etwa ein explizites Besitzverhältnis, sondern eine abstrakte Beziehung oder ein Individualisierungsverhältnis besteht: ev kapısı - die Haustür (wörtlich: Haus seine Tür), sarhoşçular kulübü – wahlweise zu übersetzen mit: der „Klub der Säufer“ (als feststehender Name) oder: der Klub „Die Säufer“, aber: sarhoşçuların kulübü – der Klub der Säufer (eine Gemeinschaft oder ein Verein, dessen Mitglieder Säufer/Alkoholiker sind), Ankara şehri – die Stadt Ankara, Ankara valisi – der Gouverneur von Ankara (Amtsbezeichnung), dagegen mit Genitivsuffix: Ankara'nın valisi – der Gouverneur, der Ankara regiert, der Ankara vorsteht (und nicht ein sonstiger Gouverneur, etwa von Sivas oder Istanbul)
- bei geeigneter Bedeutung als Adverbiale, meist als Zeitbestimmung: bugün – (eig. bu gün „dieser Tag“) heute, ertesi gün – (wörtl.: „der darauffolgende Tag“) übermorgen, geçen yıl − (wörtl.: „das vergangene Jahr“) letztes Jahr yılbaşı (wörtl.: „Neujahr“) an Neujahr, zu Neujahr
- Dieser Kasus ohne Auszeichnung tritt auch dort auf, wo durch Wortstellung, Wortbedeutung oder andere grammatische Mittel eine Kasusbezeichnung entbehrlich ist, wenn sie nicht aus Gründen der Bestimmtheit oder Betonung verwendet wird, so
- Genitiv: Antwort auf die Frage kimin – wessen?; die Genitivendung lautet -in, -ın, -un, -ün. Bsp.: gölün – des Sees; evin – des Hauses
- nach Vokal tritt der Bindekonsonant -n- als Hiatustilger hinzu. Bsp.: paşanın – des Paschas; arabanın – des Wagens
- Das Genitivattribut muss vorangestellt werden und das durch das Genitivattribut bestimmte Wort muss so gut wie ausnahmslos durch das Possessivsuffix der 3. Person gekennzeichnet werden: balıkçı-nın sandal-ı − das Boot des Fischers, wörtlich: des Fischers sein Boot
- Dativ: Antwort auf die Fragen kime – wem? – und nereye – wohin?; die Dativendung lautet -e, -a. Bsp.: eve – (zu) dem Haus, nach Hause, göze – (zu) dem Auge; göle – (zu) dem See; dağa – dem Berg, zum Berg
- nach Vokal tritt der Bindekonsonant -y- als Hiatustilger hinzu. Bsp.: hocaya – (zu) dem Hodscha; arabaya – (zu) dem Wagen
- Akkusativ: Antwort auf die Fragen kimi – wen? – und neyi – was? (betont); die Akkusativendung lautet -i, -ı, -u, -ü. Bsp.: gölü – den See, arabayı – den Wagen (y ist Hiatustilger), tavşanı getirmiş – er brachte den Hasen. Der Akkusativ wird verwendet, wenn das direkte Objekt hervorgehoben, bestimmt oder betont werden soll und etwa deswegen auch sich an einem anderen Ort befindet, als es durch die üblichen Satzstruktur vorgegeben ist
- Lokativ: Antwort auf die Frage nerede – wo? oder auch: nezaman – wann?; die Lokativendung ist -de, -da bzw. -te und -ta nach stimmlosem Konsonant. Bsp.: gölde – im See, arabada – im Wagen, şehirde – in der Stadt; mektepte – in der Schule, kafeste – im Käfig, başta – am Kopf, am Anfang, Münih'te – in München, hayatta – am Leben
- Ablativ: Antwort auf die Fragen nereden – von wo?, woher? und neden – warum?; die Ablativendung ist -den, -dan bzw. -ten und -tan nach stimmlosem Konsonant. Bsp.: gölden – vom See her, arabadan – aus dem Wagen (heraus); ekmekten – vom Brot, sabahtan – seit dem Morgen
Bei Eigennamen wird vor dem Suffix (oder ggf. vor den jeweiligen Bindekonsonanten -y-, -n- oder -s-) ein Apostroph geschrieben, Bsp.: Ali'nin annesi – Alis Mutter; Deniz'e – [dem/der] Deniz (aber denize – ans Meer), Ankara'ya – nach Ankara; Barış'ı – [den] Barış (aber barışı – den Frieden); Eskişehir'de – in Eskişehir (aber şehirde – in der Stadt); Kıbrıs'tan – aus/von Zypern; auch bei aus mehreren Wörtern bestehenden Eigennamen: Lozan Antlaşması'nda – im Vertrag von Lausanne. Dieser Apostroph wird nicht gesprochen, im Gegensatz zu dem Apostroph, der vor allem in älteren Texten zwischen Konsonant und Vokal für ein ursprüngliches arabisches Hamza oder ʿAin geschrieben wird, das im Anlaut und Inlaut (im Auslaut stumm) als Stimmansatz gesprochen wird, Bsp.: men bzw. meni – das Verbot, Akkusativ: men'i.
Zur Kennzeichnung eines Plurals wird das Suffix -lar, -ler verwendet. Es tritt vor allen anderen Suffixen, also auch vor den Kasussuffixen, unmittelbar an den Wortstamm. Bsp.: hoca – der Hodscha, hocalar – die Hodschas; göl – der See, göller – die Seen; göllerde – in den Seen (Lokativ Plural).
Gelegentlich sind im Türkischen noch Reste von Kasusbildungen vorhanden, deren Suffixe aber nicht mehr produktiv sind und die nur mehr in festen Redewendungen und bei bestimmten Vokabeln vorkommen. Hierzu zählt ein archaischer Instrumentalis mit der Endung -in / -ın; diese Form ist in wenigen Worten heute noch anzutreffen, z. B. yazın (im Sommer, sommers), kışın (im Winter, winters), gelmeksizin (ohne zu kommen). In früherer Zeit war dieser Kasus noch weiter verbreitet.
Weiter werden gelegentlich auch Ableitungen, die anderwärts der Wortbildung zugerechnet werden, als eigene Kasusbildungen geführt, wie die auf -ce/-ca als Äquativ oder Relativ oder auf -siz/-sız/-suz/-süz als Abessiv.[29][30] Zusammenziehungen mit der Postposition ile (mit), die unter Wegfall des anlautenden i- in der Form -le/-la enklitisch an das Bezugswort treten, werden von Korkut Buğday als Instrumentalis bezeichnet,[31] anderwärts aber zutreffender als Komitativ.[29] Die angeführten Beispiele: halk ile ⇒ halkla (mit dem Volk), eşim ile ⇒ eşimle (mit meinem Partner); nach Vokal verwandelt sich das -i- zum -y-, ümidi ile ⇒ ümidiyle (mit der Hoffnung), araba ile ⇒ arabayla (mit dem Wagen) sind oft keine Antworten auf die Frage Womit?, sondern auf die Frage Mit wem/was?.
Die Konjugation der Verben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Türkischen werden alle Kategorien der Konjugation, nämlich Genus verbi, Tempus und Person, jeweils durch verschiedene aneinanderzureihende Suffixe ausgedrückt. Lediglich Person und Numerus werden durch dieselbe Klasse von Suffixen ausgedrückt, es gibt also nur ein Suffix für die 1. Person Plural und nicht ein Suffix für die 1. Person generell und eines zusätzlich für den Plural. Eine Ausnahme von dieser Regel betrifft die 3. Person. Hier ist das Personalsuffix (in der Mehrzahl der Tempora wird die 3. Person allerdings durch die Grundform, also ohne Suffix, ausgedrückt) in Singular und Plural gleich und der Plural wird durch das Pluralsuffix -ler/-lar wiedergegeben. Der Plural der 3. Person wird beim Prädikat aber nur dann zum Ausdruck gebracht, wenn der Satz kein ausdrückliches pluralisches Subjekt enthält, das Subjekt also im Prädikat inhärent enthalten ist.
Beispiele für die 3. Person:
im Singular: Ahmet geliyor – Ahmet kommt. Mit inhärentem Subjekt: Geliyor – Er kommt. Mit Verwendung des Personalpronomens: O geliyor – Er kommt.
im Plural: Öğrenciler geliyor – Die Schüler kommen. Mit inhärentem Subjekt: Geliyorlar – Sie kommen. Mit Verwendung des Personalpronomens: Onlar geliyor – Sie kommen.
An Genera Verbi gibt es im Türkischen weit mehr als im Deutschen. Neben dem Passiv existieren ein Kausativ, ein Reflexiv und ein Reziprok. Die Suffixe können auch kombiniert werden.
Beispiele:
für Kausativ: doğmak – zur Welt kommen, doğ-ur-mak – gebären, doğur-t-mak – entbinden, doğurt-tur-mak – entbinden lassen
für Reflexiv: sevmek – lieben, sev-in-mek – sich freuen, (Kombination mit Kausativ:) sevin-dir-mek – erfreuen, (mit Passiv:) sevindir-il-mek – erfreut werden
für Reziprok: öpmek – küssen, öp-üş-mek – sich küssen
Diesen Genera verbi stehen die Verneinungs- und die Unmöglichkeitformen nahe: Grundform: gelmek – kommen, verneinte Form: gel-me-mek – nicht kommen, Unmöglichkeitform: gel-eme-mek – nicht kommen können.
Im Türkischen gibt es kein etwa dem Deutschen oder Lateinischen vergleichbares, auf die Einteilung in Präsens, Perfekt und Futur gestütztes Tempussystem. Auch ein Modus als eigenständige Kategorie ist nicht vorhanden. Dafür haben aber die türkischen Tempora auch modale oder aspektbezogene Bedeutungen, einige haben sogar hauptsächlich modale Bedeutung. An einfachen Tempora, die eine zeitbezogene Bedeutung haben, sind zu nennen: (bestimmtes) Präsens, Aorist, (bestimmtes) Präteritum, Perfekt, auch unbestimmtes Präteritum genannt, und Futur. An weiteren „Zeitformen“ existieren der selten gewordene Optativ, der Nezessitativ (Notwendigkeitsform) sowie der Konditionalis. Im Gegensatz zu dem Konditional der indoeuropäischen Sprachen bezeichnet der Konditionalis im Türkischen nicht die (im Hauptsatz stehende) bedingte Handlung, sondern die (im Konditionalsatz stehende) bedingende Handlung.
Mit Ausnahme der Konditionalsätze werden Nebensätze fast nur durch Verbalnomina (Partizipien und Infinitive) sowie sogenannte Konverben ausgedrückt. Diese können auch ein eigenes Subjekt haben.
Die Konjugation türkischer Verben erfolgt nach sehr festen Gesetzmäßigkeiten. In der nachfolgenden Tabelle sind am Beispiel von gelmek (kommen) die einfachen Tempora dargestellt.
| Zeitform | Türkischer Verbstamm | Deutsche Entsprechung |
|---|---|---|
| Präsens | geliyor* | er kommt |
| Aorist | gelir | er kommt (ich erwarte ihn; es ist eine Eigenart von ihm u. a.) |
| Futur | gelecek | er wird kommen |
| Perfekt | gelmiş | er ist da, er ist gekommen (das habe ich von anderen erfahren) |
| Präteritum | geldi | er kam (ich habe ihn dabei gesehen) |
| (potentieller) Konditionalis | gelse | sollte er kommen |
| Nezessitativ | gelmeli | er soll/muss kommen |
| Optativ | gele | er möge kommen (heute in der 3. Person ersetzt durch Imperativ gelsin) |
*) zu -yor- siehe die Anmerkung am Ende der folgenden Tabelle
Aus diesen Grundformen lassen sich durch beliebig viele Kombinationen mit Hilfsverben eine fast unbegrenzte Zahl weiterer Zeiten bilden, deren nuancenhaften Unterschiede im Deutschen oft kaum wiederzugeben sind. Das gebräuchlichste Hilfsverbum ist die Kopula sein, die in eigenen Formen nur im Präteritum (idi), im Perfekt (imiş) und im Konditionalis (ise) (sowie als Konverb iken) vorkommt. Die Formen des Hilfsverbums werden der modifizierten Form nachgestellt, übernehmen von dieser die Personalsuffixe und verschmelzen mit dieser oft zu einem Wort und gleichen sich dann wie Suffixe entsprechend der Vokalharmonie an: gelmiş idi > gelmişti. Für das Wort bulmak – finden lauten diese Formen bulmuş idi > bulmuştu. Die Zeitformen der Kopula haben z. T. eine von den Zeitformen der Vollverben abweichende Bedeutung und allein stehend eine besondere Art der Verneinung. Eine Auswahl der zusammengesetzten Zeiten, die auch im Deutschen eine Entsprechung haben, ist im Folgenden aufgeführt.
| Zeitform | Türkischer Verbstamm | Deutsche Entsprechung |
|---|---|---|
| Plusquamperfekt | gelmişti (< gelmiş idi) | er war gekommen |
| Futur exakt | gelmiş olacak | er wird gekommen sein |
| Irrealis | gelirdi (< gelir idi) | er käme, er würde kommen |
| irrealer Konditionalis | gelseydi (< gelse idi) | wenn er käme |
| irrealer Konditionalis des Perfekts | gelmiş olsaydı (< gelmiş olsa idi) | wenn er gekommen wäre |
| realer Konditionalis der Gegenwart | geliyorsa*, gelirse (< geliyor ise, gelir ise) | wenn er kommt |
| realer Konditionalis der Vergangenheit | gelmişse (< gelmiş ise) | wenn er gekommen ist |
-yor- unterliegt weder im osmanischen noch im modernen Türkisch der Vokalharmonie.[32] Es ist der Rest eines ursprünglich selbständigen Wortes.[33]
Neben diesen Formen existieren weitere Zeiten, etwa Umschreibungen mit dem Infinitiv, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden kann. Es bestehen auch weitere Kombinationsmöglichkeiten mit Hilfsverben.
Zum Beispiel lassen sich Präsens und Präteritum des Hilfsverbums (idi) zur „-iyordu“-Vergangenheit, einem Imperfekt, kombinieren, das eine dauernde oder dauernd dargestellte Handlung in der Vergangenheit wiedergibt: geliyordu (er kam, entspricht etwa: he was coming im Englischen) oder der Aorist mit imiş: gelirmiş (er soll kommen als Ausdruck einer auf Mitteilungen anderer beruhender Erwartung). İmiş ist zwar formal ein Perfekt, hat aber keine Zeitbedeutung, sondern vermittelt lediglich den Aspekt des Hörensagens.[34]
Die Verneinung wird in der Regel mit dem verneinten Verbalstamm (s. o.) gebildet. Eine Ausnahme bildet der Aorist, der ein eigenes Suffix für die verneinte Form besitzt. Z. B. lautet im Präteritum die verneinte Form von geldi – er ist gekommen gelmedi – er ist nicht gekommen. Im Aorist ist dies anders, die Verneinung von gelir – er kommt (schon) lautet gelmez – er kommt (definitiv) nicht. Weitere Ausnahmen sind die Kopula, die mit değil verneint wird, und das wichtige, zwischen Nomen und Verbum schwankende Wort var -vorhanden (sein), das zum Ausdruck für Besitz und Eigentum verwendet wird und mit yok ein eigenes Wort für die Verneinung besitzt.
Es gibt sowohl den vollen als auch den verkürzten Infinitiv. Der volle Infinitiv endet je nach Vokalharmonie auf -mek oder -mak. Der verkürzte Infinitiv endet auf -me oder -ma (gelme – das Kommen; gitme – das Gehen; yumurtlama – das Eierlegen; eskiden kalma – seit Alters her geblieben; doğma büyüme – geboren (und) aufgewachsen; dondurma – Speiseeis (wörtl.: eingefroren); dolma – gefüllt(-e Weinblätter/Paprikaschoten etc.)).[35]
Personalsuffixe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Türkischen werden die Personalsuffixe direkt an die Zeitformen angehängt. Die endungslosen Zeitformen von Aorist und Perfekt können auch adjektivisch als Partizipien verwendet werden:
gelmiş-im (mit Personalsuffix): ich bin gekommen (Perfekt), dagegen: gelmiş bir tren (als adjektivisches Partizip): ein (an)gekommener Zug
Die Personalsuffixe können auch unmittelbar an ein Nomen, gleich ob Substantiv oder Adjektiv, treten. In diesem Fall nehmen sie die Bedeutung einer Kopula an. Bei der Wahl der Suffixe ist auf die große Vokalharmonie zu achten.
| nach Konsonanten | nach Vokalen | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ben | -im, -ım, -üm, -um | -yim, -yım, -yüm, -yum | İsviçreliyim (Ich bin Schweizer) |
| sen | -sin, -sın, -sün, -sun | -sin, -sın, -sün, -sun | Türksün (Du bist Türke/Türkin) |
| o | — | — | Alman (Er/sie ist Deutsche/r) |
| biz | -iz- -ız, -üz, -uz | -yiz, -yız, -yüz, -yuz | yalnızız (wir sind allein) |
| siz | -siniz, -sınız, -sünüz, -sunuz | -siniz, -sınız, -sünüz, -sunuz | üzgünsünüz (ihr seid traurig) |
| onlar | (-ler, -lar) | (-ler, -lar) | büyükler (sie sind groß) |
In der dritten Person wird das Pluralsuffix weggelassen, wenn es zum Verständnis nicht erforderlich ist, weil etwa das Subjekt schon ein Plural ist: Evler büyük. (Die Häuser sind groß.)
Possessivsuffixe und Genitivkonstruktionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Zugehörigkeitsverhältnisse (Possessivverbindungen) werden im Türkischen so gebildet, dass direkt am betreffenden Nomen die Possessivendung angehängt wird. Dabei wird die große Vokalharmonie berücksichtigt. Ist der letzte Buchstabe des Wortes ein Konsonant, wird zudem auf dessen Stimmhaftigkeit geachtet.
- Beispiel araba (Wagen) wird zu arabam (mein Wagen).
- Beispiel çocuk (Kind) wird zu çocuğum (mein Kind)
| Nach Konsonant | Nach Vokal | Bedeutung | |
|---|---|---|---|
| benim | -im, -ım, -üm, -um | -m | mein |
| senin | -in, -ın, -ün -un | -n | dein |
| onun | -i, -ı, -ü, -u | -si, -sı, -sü, -su | sein |
| bizim | -imiz, -ımız, -ümüz, -umuz | -miz, -mız, -müz, -muz | unser |
| sizin | -iniz, -ınız, -ünüz, -unuz | -niz, -nız, -nüz, -nuz | euer |
| onların | -i, -ı, -ü, -u | -si, -sı, -sü, -su | ihr |
Eine wichtige Rolle spielen die Possessivsuffixe bei der Bildung von Genitivkonstruktionen. Der Genitiv drückt aus, dass eine andere Sache oder Person der oder zu der Person oder Sache gehört, die im Genitiv steht. Dieses in Genitiv stehende Substantiv oder Pronomen wird vorangestellt, und das Wort, das die zugehörige Person oder Sache bezeichnet, nimmt das passende Possessivsuffix an.
Beispiele mit Hervorhebung des Genitiv- und des Possessivsuffixes:
| Substantiv/Pronomen im Genitiv | zugehöriges Substantiv | Bedeutung |
|---|---|---|
| - (fehlender Genitiv) | evim (mein Haus) | mein Haus |
| benim (meiner, von mir) | evim (mein Haus) | mein Haus (nicht deines, betont) |
| - (fehlender Genitiv) | evi (sein Haus) | sein Haus |
| onun (seiner, von ihm) | evi (sein Haus) | sein Haus (nicht deines oder meines, betont) |
| bunun (dessen, von diesem) | evi (sein Haus) | das Haus dieses Mannes/dieser Frau/von diesem/von dieser |
| müdürün (des Direktors) | evi (sein Haus) | das Haus des Direktors |
Bildung von Begriffen durch Substantivverbindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fällt das Genitivsuffix weg, verliert das betreffende Substantiv seine Individualität und wird zum Typ. Das Possessivsuffix der 3. Person (-(s)i/ı/ü/u) verknüpft dann zwei Substantive zu einem neuen Begriff.
| Substantiv 1 | Substantiv 2 | Genitivverbindung | neuer Begriff |
|---|---|---|---|
| iş (Arbeit, Geschäft) | yer (Ort) | işin yeri (der Ort des, d. h. eines ganz bestimmten Geschäfts) | iş yeri (Arbeitsplatz) |
| akşam (Abend) | yemek (Essen) | (bu) akşamın yemeği (das Essen an diesem Abend) | akşam yemeği (Abendessen) |
| metro (U-Bahn) | bilet (Fahrkarte) | metronun bileti (Karte für die U-Bahn, nicht etwa das Ticket für das Flugzeug) | metro bileti (U-Bahn-Fahrkarte) |
| ev (Haus) | kapı (Tür) | evin kapısı (die Tür des Hauses, d. h. eines individualisierten Hauses) | ev kapısı (Haustür) |
Grammatikbeispiele für die Kombination der Suffixe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Reihenfolge, in der die verwendeten Suffixe an Substantive angehängt werden, ist strikt definiert. Als erstes wird das Pluralsuffix angehängt, dann folgen der Reihe nach das Possessivsuffix, das Kasussuffix und zum Schluss ein Personalsuffix:
| türkisch | deutsch |
|---|---|
| ev | Haus |
| evde | im Haus, zu Hause |
| evler | Häuser |
| evleriniz | eure Häuser, beim Siezen: Ihre Häuser |
| evlerinizde | in euren Häusern, bzw. in Ihren Häusern |
| evlerinizdeyiz | Wir sind in euren Häusern bzw. Wir sind in Ihren Häusern |
Konjugation von Verben im Präsens
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das türkische Präsens hat dieselbe Bedeutung wie das deutsche Präsens. Das Besondere daran ist aber, dass es bei jedem Verb exakt gleich konjugiert wird und keine Ausnahmen kennt.
Bildungsregel: Verbstamm (+Bindevokal entsprechend der großen Vokalharmonie) + -yor + Personalsuffix -um/-sun/-/-uz/-sunuz/-lar
Beispiel gülmek (lachen):
- Verbstamm gül
- An den Stamm tritt der Bindevokal ü: gülü
- Anhängen -yor: gülüyor (er/sie/es lacht)
Beispiel uyumak (schlafen):
- Verbstamm uyu
- Wegen des vokalischen Stammauslauts ist kein Bindevokal nötig
- Anhängen -yor: uyuyor (er/sie/es schläft)
Beispiel aramak (suchen):
- Verbstamm ara
- Aus Gründen des Wohllauts wird ein nicht der großen Vokalharmonie unterliegender Auslautvokal wie das a von einem passenden Bindevokal (hier ı) verdrängt: arı
- Anhängen -yor: arıyor (er/sie/es sucht)
| Verb | Ben | Sen | O | Biz | Siz | Onlar |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aramak (suchen) | arıyorum | arıyorsun | arıyor | arıyoruz | arıyorsunuz | arıyorlar |
| olmak (sein, werden) | oluyorum | oluyorsun | oluyor | oluyoruz | oluyorsunuz | oluyorlar |
| gitmek (gehen) | gidiyorum | gidiyorsun | gidiyor | gidiyoruz | gidiyorsunuz | gidiyorlar |
Konjugation von Verben in der Vergangenheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die „di-Vergangenheit“ hat die gleiche Funktion wie das Perfekt oder das Imperfekt im Deutschen und wird gebraucht bei abgeschlossenen Handlungen.
Bildungsregel: Verbstamm + -di/-dı/-dü/-du + Personalsuffix -m/-n/-/-k/-niz/-ler.
Beispiel gitmek (gehen)
- Verbstamm git
- Anhängen von di und Anpassung an den stimmlosen Konsonanten t: gitti (er/sie/es ging/ist gegangen)
| Verb | Ben | Sen | O | Biz | Siz | Onlar |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aramak (suchen) | aradım | aradın | aradı | aradık | aradınız | aradılar |
| olmak (sein, werden) | oldum | oldun | oldu | olduk | oldunuz | oldular |
| gitmek (gehen) | gittim | gittin | gitti | gittik | gittiniz | gittiler |
| düşürmek (fallen lassen) | düşürdüm | düşürdün | düşürdü | düşürdük | düşürdünüz | düşürdüler |
Die Bildung von Begriffen aus Wortstämmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| türkisch | deutsch |
|---|---|
| göz | Auge |
| gözlük | Brille |
| gözlükçü | Augenoptiker, Brillenverkäufer |
| gözlükçülük | das Geschäft des Brillenverkäufers, der Beruf des Augenoptikers |
Groß- und Kleinschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Türkischen werden Satzanfänge, Eigennamen, Titel, Beinamen und Anreden groß geschrieben. Sprach-, Religions-, Volks-, Stammes- und Clanzugehörigkeit erscheinen ebenfalls mit initialen Großbuchstaben. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Sonderregeln.[36]
Wortschatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stamm von ursprünglichen türkischen Wörtern war in der Literatursprache des Osmanischen Reichs zu Gunsten von Lehnwörtern aus dem Persischen (Kunst, Kultur und Lebensart) und dem Arabischen (Religion) möglichst klein gehalten worden und galt als bäuerlich. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich dies zunehmend zu ändern und gipfelte in der kemalistischen Sprachreform der 1930er Jahre. Nicht alle diese Lehnwörter konnten im modernen Türkisch durch alte türkische Wörter oder durch türkische Neuschöpfungen ersetzt werden. Der Umfang des Gebrauchs und der Verständlichkeit dieser Lehnwörter ist aber vom Kreis der Verwender und vom Publikum abhängig.[37]
Sprachen und Anzahl der Lehnwörter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die neueste Ausgabe des Büyük Türkçe Sözlük („Großes Türkisches Wörterbuch“), des offiziellen Wörterbuches der türkischen Sprache, veröffentlicht durch das Institut für die türkische Sprache Türk Dil Kurumu, beinhaltet 616.767 Wörter, Ausdrücke, Begriffe und Nomen.[38]
Obwohl bei der kemalistischen Sprachreform viele arabische und persische Wörter durch türkische ersetzt worden sind, liefert die arabische Sprache neben dem Französischen besonders viele Lehnwörter. Viele der Lehn- und Fremdwörter arabischen Ursprungs sind über das Persische entlehnt.
Die folgenden statistischen Angaben nach einem türkischen Wörterbuch von 2005 erfassen alle Wörter der Schriftsprache.
Insgesamt 14,18 % (14.816 von 104.481) der Wörter im Türkischen sind Lehnwörter. Lehnwörter stammen aus folgenden Sprachen (Rangfolge nach der Anzahl der Wörter):[39]

| Sprache | Entlehnungen | Erklärung |
|---|---|---|
| Arabisch | 6463 | oft über die persische Sprache entlehnt |
| Französisch | 4974 | |
| Persisch[40] | 1374 | ohne arabische Lehnwörter |
| Italienisch | 632 | |
| Englisch | 538 | |
| Griechisch | 399 | |
| Latein | 147 | |
| Deutsch | 85 | |
| Russisch | 40 | |
| Spanisch | 36 | |
| Slawisch | 24 | |
| Armenisch | 23 | |
| Ungarisch | 19 | |
| Altgriechisch | 14 | |
| Mongolisch | 13 | |
| Hebräisch | 9 | |
| Bulgarisch | 8 | |
| Japanisch | 7 | |
| Portugiesisch | 4 | |
| Norwegisch | 2 | |
| Finnisch | 2 | |
| Albanisch | 1 | |
| Koreanisch | 1 | |
| Sogdisch | 1 |
Im Jahre 1973 untersuchte die Wissenschaftlerin Kâmile İmer anhand fünf türkischer Tageszeitungen (Ulus, Akşam, Cumhuriyet, Milliyet und Hürriyet) den Wortgebrauch in der Presse, wo der sich stark verändernde Sprachanteil von Lehnwörtern ersichtlich wird:[41]
| Jahr | türkisch | arabisch | persisch | osmanisch | andere |
|---|---|---|---|---|---|
| 1931 | 35,0 % | 51,0 % | 2,0 % | 6,0 % | 6,0 % |
| 1933 | 44,0 % | 45,0 % | 2,0 % | 5,0 % | 4,0 % |
| 1936 | 48,0 % | 39,0 % | 3,0 % | 5,0 % | 5,0 % |
| 1941 | 48,0 % | 40,0 % | 3,0 % | 5,0 % | 4,0 % |
| 1946 | 57,0 % | 28,0 % | 3,0 % | 5,0 % | 7,0 % |
| 1951 | 51,0 % | 35,0 % | 3,0 % | 5,0 % | 6,0 % |
| 1956 | 51,0 % | 35,5 % | 2,0 % | 4,0 % | 7,5 % |
| 1961 | 56,0 % | 30,5 % | 3,0 % | 4,5 % | 6,0 % |
| 1965 | 60,5 % | 26,0 % | 1,0 % | 4,0 % | 8,5 % |

Einige Beispiele für Lehnwörter aus anderen Sprachen:
- aus dem Arabischen: fikir (Idee), hediye (Geschenk), resim (Bild), insan (Mensch), saat (Uhr, Stunde), asker (Soldat), vatan (Vaterland), ırk (Rasse), millet (Nation), memleket (Land), devlet (Staat), halk (Volk), hain (Verräter), kurban (Opfer), şehit (Gefallener), beynelmilel (international), maalesef (leider), nane (Pfefferminz), kitap (Buch), kalp (Herz), dünya (Welt), ticaret (Handel), aşk (Liebe), hürriyet (Freiheit)
- aus dem Persischen: tahta (Holz), pazar (Markt), pencere (Fenster), şehir (Stadt), hafta (Woche), ateş (Feuer), rüzgâr (Wind), ayna (Spiegel), can (Seele), dert (Kummer), hoş (wohl), düşman (Feind), kahraman (Held), köy (Dorf)
- aus dem Französischen: lüks (Luxus), kuzen (Cousin), pantolon (Hose), kuaför (Friseur), küvet (Badewanne), lavabo (Waschbecken), hoparlör (Lautsprecher), kamyon (Lastwagen), sürpriz (Überraschung), sezaryen (Kaiserschnitt), gişe (Schalter), asansör (Fahrstuhl), stüdyo (Studio), bilet (Fahrkarte, Ticket), banliyö (Vorstadt), sosis (Wurst), tren (Zug)
- aus dem Englischen: tişört (T-Shirt), futbol (Fußball), spiker (Nachrichtensprecher), rakun (Waschbär)
- aus dem Griechischen: liman (Hafen), kutu (Schachtel), banyo (Bad), manav (Gemüsehändler)
- aus dem Deutschen: şalter ([Licht-]Schalter), şinitsel (Schnitzel), aysberg (Eisberg), otoban (Autobahn), fön (Föhn), kramp (Krampf)
- aus dem Italienischen: fatura (Rechnung), banka (Bank), palyaço (Clown, vgl. im Deutschen:"Bajazzo"), sigorta (Versicherung), fırtına (Unwetter, aus fortuna (mala) "übles Schicksal")
Türkische Wörter in anderen Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anzahl der türkischen Wörter in anderen Sprachen:[42][43]
| Sprache | Entlehnungen |
|---|---|
| Serbisch | 8965 |
| Armenisch | 4260 |
| Bulgarisch | 3490 |
| Griechisch | 2984 |
| Persisch | 2969 |
| Rumänisch | 2780 |
| Albanisch | 2622 |
| Russisch | 2476 |
| Arabisch | 1990 |
| Ungarisch | 1982 |
| Ukrainisch | 800 |
| Englisch | 470 |
| Chinesisch | 289 |
| Tschechisch | 248 |
| Urdu | 227 |
| Deutsch | 166 |
| Italienisch | 146 |
| Finnisch | 110 |
Beispielwörter mit türkischer Herkunft:
- cacık (Joghurtspeise); neugriechisch: τζατζίκι tzatzíki
- çaprak (Satteldecke); deutsch Schabracke
- duman (Rauch); russisch: туман tuman (Nebel)
- havyar (Kaviar); deutsch: Kaviar
- ordu (Heer); englisch: horde, französisch: horde, deutsch: Horde
- yoğurt (Joghurt); englisch: yoghurt, französisch: yaourt, deutsch: Joghurt
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Türkische Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Geoffrey Lewis: The Turkish Language Reform. A Catastrophic Success. Oxford University Press, Oxford 2002, ISBN 0-19-925669-1.
Lehrbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erdoğan Alpay: Türkisch Kompakt: Ein Lehrbuch mit praktischen Übungen für den täglichen Gebrauch, Manzara Verlag, Pfungstadt 2012, ISBN 978-3-939795-25-4.
- Margarete Ersen-Rasch: Türkisch Lehrbuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Harrassowitz, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-447-05507-9.
- Nuran Tezcan: Elementarwortschatz Türkisch-Deutsch. Harrassowitz, Wiesbaden 1988, ISBN 3-447-02782-7.
- Alev Tekinay: Günaydin. Einführung in die moderne türkische Sprache. Teil 1. Reichert, Wiesbaden 2002, ISBN 3-89500-275-5.
- Alev Tekinay: Günaydin. Einführung in die moderne türkische Sprache. Teil 2. Türkisch für Fortgeschrittene. Reichert, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89500-445-6.
- Brigitte Moser-Weithmann: Türkische Grammatik. Hamburg 2001, ISBN 3-87548-241-7.
Wörterbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Steuerwald: Deutsch-Türkisches Wörterbuch. 2. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1987, ISBN 3-447-01584-5.
- Karl Steuerwald: Türkisch-Deutsches Wörterbuch. 2. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1988, ISBN 3-447-02804-1.
Entlehnungen aus dem Türkischen in anderen Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl-Heinz Best: Turzismen im Deutschen. In: Glottometrics. 11, 2005, S. 56–63.
Entlehnungen im Türkischen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ayfer Aktaş: Aus dem Deutschen ins Türkische übernommene Wörter in türkischen Wörterbüchern – eine Bestandsaufnahme. In: Muttersprache. 118, 2008, S. 72–80 (Der Beitrag gibt eine Übersicht über Entlehnungen aus allen Sprachen, nicht nur aus dem Deutschen.)
- Karl-Heinz Best: Diversifikation der Fremd- und Lehnwörter im Türkischen. In: Archiv Orientální. 73, 2005, S. 291–298.
- Karl-Heinz Best: Das Fremdwortspektrum im Türkischen. In: Glottometrics. 17, S. 8–11.
- Musa Yaşar Sağlam: Lehnwörter im Türkischen. In: Muttersprache. 114, 2004, S. 115–122.
- Musa Yaşar Sağlam: Eine lexikologische Wortschatzuntersuchung des einsprachigen türkischen Wörterbuches TÜRKÇE SÖZLÜK aus dem Jahre 1945. (PDF; 76 kB) In: Hacettepe Üniversitesi Edebiyat Fakültesi Dergisi. Bd. 20 Nr. 1, Ankara 2003, S. 85–94.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Matthias Kappler: Türkisch (in Südosteuropa). In: Miloš Okuka, Gerald Krenn (Hrsg.): Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens (= Wieser-Enzyklopädie des europäischen Ostens. Band 10). Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2002, ISBN 3-85129-510-2, S. 817 (aau.at [PDF; 357 kB]).
- Jens Peter Laut: Der rotköpfige Stationsvorsteher und das Haus der Scharia – Zum sexuellen Argot des Türkeitürkischen. in: Rainer Brunner (Hrsg.): Islamstudien ohne Ende: Festschrift für Werner Ende zum 65. Geburtstag. Würzburg 2002, S. 267–280. (PDF; 2,28 MB)
- Verschiedene türkische Alphabete und Sprachbeispiele
- Deutsch-Türkisch Wörterbuch von PONS mit mehr als 500.000 Übersetzungen
- ASCII-Tabelle für türkische Sonderzeichen für Windows-Tastaturbelegung
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Margarete I. Ersen-Rasch: Türkische Grammatik: für Anfänger und Fortgeschrittene. S. 1 books.google.de.
- ↑ Lars Johanson, Éva Csató: Turkish. In: Lars Johanson, Éva Csató: The Turkic languages. S. 203.
- ↑ Annemarie von Gabain: Die Südwest-Dialekte des Türkischen. In: Handbuch der Orientalistik, Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten, Fünfter Band: Altaistik, Erster Abschnitt: Turkologie. E. J. Brill, Leiden/Köln 1963, S. 174. (Anm: Unter Südwest-Dialekten des Türkischen werden in dem zitierten Werk Türkeitürkisch, Aserbaidschanisch, Turkmenisch etc., also die Türksprachen der auch oghusische Sprachen genannten Südwestgruppe verstanden)
- ↑ G. Hazai: Artikel Turks, Abschnitt II.i Languages – Introduction. In: Encyclopaedia of Islam. Band X, T-U, Brill, Leiden, 2000, S. 701: “[…] The use of the term Turkic for the entire language family, while reserving the term Turkish for the idiom spoken in the area occupied by the Ottoman Empire […] and Turkey, is a contemporary development […]”.
- ↑ nach Ethnologue.
- ↑ devplan.org ( des vom 27. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF).
- ↑ ethnologue.com.
- ↑ 80 % der Bevölkerung sprechen zu Hause ausschließlich Deutsch. In: destatis.de. Statistisches Bundesamt, 21. Februar 2023, abgerufen am 22. Februar 2023.
- ↑ Gerhard Doerfer: Die Stellung des Osmanischen im Kreise des Oghusischen und seine Vorgeschichte. In: György Hazai (Hrsg.). Handbuch der türkischen Sprachwissenschaft, Bd.1. Harrassowitz, Wiesbaden 1990, ISBN 3-447-02921-8 (Bibliotheca orientalis Hungarica Band 31), S. 13–34, 19
- ↑ András Róna-Tas: The Reconstruction of Proto-Turkic and the Genetic Question in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 67–80
- ↑ Lars Johanson: The History of Turkic in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 81–125, 81
- ↑ Lars Johanson: The History of Turkic in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 81–137, 85
- ↑ Marcel Erdal: Old Turkic in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 138–157, 138
- ↑ Lars Johanson: The History of Turkic in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 81–137, 85
- ↑ Marcel Erdal: Old Turkic in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 138–157, 157
- ↑ Lars Johanson: The History of Turkic in: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2, S. 81–125, 85f
- ↑ siehe die Gliederung des Inhaltsverzeichnisses on: Jean Deny et al. (Hrsg.): Philologiae Turcicae Fundamenta: Tomus Primus. [Turksprachen]. Steiner, Wiesbaden 1959, S VIII
- 1 2 Celia Kerslake: Ottoman Turkish. In: Lars Johanson, Éva Csató: The Turkic languages. S. 179 f.
- ↑ Claus Schönig: Azerbaijanian. In: Éva Ágnes Csató und Lars Johanson (Hrsg.): The Turkic Languages. Routledge, London 1998, ISBN 978-0-415-41261-2 (Routledge language family descriptions), S. 248–260, 248
- ↑ Korkut Buğday: Osmanisch, S. xvii
- ↑ Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. S. 52 f.
- ↑ Webpräsenz der Türk Dil Kurumu
- ↑ Lewis (2001):3–4,6.
- ↑ Annemarie von Gabain: Die Südwest-Dialekte des Türkischen. In: Berthold Spuler (Hrsg.): Turkologie. (Handbuch der Orientalistik, Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten, 5. Band: Altaistik,1. Abschnitt). E.J. Brill, Leiden 1960, S. 175
- ↑ Langenscheidts Sprachführer Türkisch. 7. Auflage 1979, Langenscheidt, Berlin und München, S. 11
- ↑ Eintrag in imdb.com
- ↑ Margarete I. Ersen-Rasch: Türkische Grammatik. 2. Auflage. 2004, ISBN 3-19-005185-2, S. 24–28.
- ↑ Vgl. auch B. Alabay: Genus in der türkischen Sprache – Notizen zur sprachlichen Geschlechtsmarkierung. In: Sandkorn und Rabe. 2001.
- 1 2 Ludwig Peters: Grammatik der türkischen Sprache. Axel Juncker Verlag, Berlin 1947, S. 27
- ↑ Annemarie von Gabain: Die Südwest-Dialekte des Türkischen. In: Berthold Spuler (Hrsg.): Handbuch der Orientalistik, Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten, Fünfter Band: Altaistik, Erster Abschnitt: Turkologie. Brill, Leiden 1960, S. 188
- ↑ Korkut Buğday: Osmanisch. S. 34.
- ↑ Korkut Buğday: Osmanisch. S. 36.
- ↑ Margarete I. Ersen-Rasch, Türkische Grammatik, S. 138.
- ↑ Margarete I. Ersen-Rasch, Türkische Grammatik, S. 132 f.
- ↑ Korkut Buğday: Osmanisch. S. 39.
- ↑ Die Regeln der Türkischen Sprachgesellschaft für die Großschreibung
- ↑ Stephan Guth: Die Hauptsprachen der islamischen Welt Strukturen, Geschichte, Literaturen Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-447-06786-7, S. 84–86
- ↑ Büyük Türkçe Sözlük Turkish Language Association: „Büyük Türkçe Sözlük’te söz, deyim, terim ve ad olmak üzere toplam 616.767 söz varlığı bulunmaktadır.“
- ↑ Quelle zu der Anzahl der Lehnwörter im Türkeitürkischen ( vom 12. August 2006 im Internet Archive); Quelle zu den Sprachen und Anzahl der Lehnwörter ( vom 2. September 2006 im Internet Archive)
- ↑ ohne arabische Lehnwörter
- ↑ Lewis, Geoffrey: The Turkish Language Reform. A Catastrophic Success. Oxford University Press, 2002.
- ↑ Quelle zu der Anzahl der türkischen Wörter in anderen Sprachen: zaman.com.tr ( vom 15. November 2011 im Internet Archive) (türkisch)
- ↑ Quelle zu der Anzahl der türkischen Wörter in anderen Sprachen: arsiv.sabah.com.tr (türkisch)






