Im Verlauf des Pazifikkrieges zeigte sich, dass die japanischen mittleren Panzer wie der Typ 97 Chi-Ha und der Typ 97 Shinhōtō Chi-Ha den alliierten Modellen wie dem M4 Sherman in Panzerung und Bewaffnung hoffnungslos unterlegen waren. Bereits ab 1940 wurde an stärkeren Panzermodellen wie dem Typ 1 Chi-He gearbeitet. Bald stellte sich heraus, dass das Chassis des Chi-He keine stärkere Panzerung als 50mm tragen konnte, sodass 1941 der Typ 3 Chi-Nu mit einer 50mm Panzerung sowie der Typ4 75-mm-Kampfwagenkanone (KwK) entwickelt wurde. Ab 1943 wurde der Typ5 Chi-Ri entwickelt, der bis zu 75mm Panzerung hatte. Im Mai 1945 wurde der erste Prototyp des Chi-Ri, allerdings ohne Hauptbewaffnung, gebaut.[2] Wegen Materialmangel wurden keine weiteren Exemplare zugunsten der Produktion des einfacher herzustellenden Typ 4 Chi-To gebaut.[3][1]
Ursprünglich war für den Chi-Ri als Hauptbewaffnung die Typ4 75-mm-KwK geplant, die jedoch der leistungsstärkeren Typ 5 75-mm-Kampfwagenkanone weichen musste.[2] Die Typ5 75-mm-KwK basierte auf der Typ 4 7,5-cm-Flugabwehrkanone und hatte eine Mündungsgeschwindigkeit von 850m/s. Als Antrieb war ein 405kW starker Flugzeugmotor von BMW vorgesehen, der später durch einen wassergekühlten Kawasaki Typ98 Benzinmotor ersetzt werden sollte.[2] Die Frontpanzerung betrug 75mm, während an den Seiten 25–50mm und am Heck 50mm Panzerung verwendet wurden.[4] Der Turm war mit 50–75mm gepanzert. Bis zu 50 Granaten für die Hauptbewaffnung hätte der Chi-Ri aufnehmen können.[5]
↑Type 5 Chi-Ri.onwar.com,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am28.Mai 2015;abgerufen am 26.Mai 2015(englisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.onwar.com