„Turkowe“ wurde im Jahre 1250 erstmals erwähnt. 1258, 1346, 1377 und 1428 erfolgten Erwähnungen als Turkaw. Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Turek ab, das Dorf des Turek.[2]
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Turkau ab 1816 zum Landkreis Leobschütz, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Schule und 48 Häuser. Die Einwohnerzahl lag bei 325, allesamt katholisch.[3] 1861 zählte Turkau 10 Bauern-, sieben Gärtner-, und 23 Häuslerstellen.[4][5] 1874 wurde der AmtsbezirkAuchwitz gebildet, der die Landgemeinden Auchwitz, Jacubowitz, Klemstein und Turkau umfasste.[6]
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Turkau 225 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und eine Person für Polen. Turkau verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich.[7] 1933 wurden 275 Einwohner gezählt, 1939 waren es 256 Einwohner.
Die römisch-katholische Aloysiuskirche (Kościół św. Alojzego) wurde 1873–1874 errichtet. 1922 wurde sie Pfarrkirche der neugegründeten Pfarrei Turkau. 1924 erhielt das Gotteshaus drei Glocken. Zwei Glocken mussten 1943 für Kriegszwecke abgegeben werden. Vor Kriegsende 1945 wurde die Kirche teilweise zerstört. Bis 1958 erfolgte der Wiederaufbau.[8]
Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs an der Kirchenwand.
↑Stanisław Drzażdżyński: Die Slavischen Ortsnamen des Kreises Leobschütz. Leobschütz, 1896. S. 18 Digitale Version des Werkes
↑Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 700.