Nachbarorte von Posucice sind im Nordosten Dzbańce-Osiedle (Paulinenhof), im Südosten Wódka (Hochkretscham), im Südwesten Branice (Branitz) und im Westen Michałkowice (Michelsdorf).
Der Ort wurde 1377 erstmals als Posenticz erwähnt. 1407 wurde der Ort als Postenticz. 1431 als Posutycz, 1453 als Posuticz und 1461 als Posutiz erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Posut ab.[2]
1672 wurde im Ort eine Kirche erbaut.[3] Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Poßnitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1763 wurde im Ort eine Schule eingerichtet. Am 28. Oktober 1777 brannte die Kirche nieder. Der Kirchenbau wurde daraufhin wieder aufgebaut.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Poßnitz ab 1816 zum Landkreis Leobschütz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Kirche, eine katholische Schule, eine Windmühle, eine Brauerei, eine Brennerei und 105 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Poßnitz 956 Einwohner, davon drei jüdisch.[4] 1861 zählte Poßnitz 25 Bauern-, 28 Gärtner-, 50 Häuslerstellen und 21 Kolonisten.[5] 1874 wurde der AmtsbezirkPoßnitz gebildet, dem die Landgemeinden Hennerwitz, Krug, Löwitz und Poßnitz sowie die Gutsbezirke Hennerwitz, Krug und Poßnitz eingegliedert wurden.[6]
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Poßnitz 698 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und zwei für Polen. Poßnitz verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich.[7] 1933 wurden 748 Einwohner gezählt und 1939 waren es 713 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Leobschütz.[8] Am 22. März 1945 flüchtete die Dorfbevölkerung vor der heranrückenden Roten Armee in das Sudetenland.
Die römisch-katholischeSt.-Laurentius-Kirche (Kościół św. Wawrzyńca) wurde 1672 erbaut. Am 25. Oktober 1777 wurde sie durch ein Feuer zerstört und später wieder aufgebaut. 1817 wurde der baufällige Glockenturm abgetragen und zwei Jahre später wieder aufgebaut.[5] Der Kirchenbau steht seit 1948 unter Denkmalschutz.[9]
↑Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 507.