Das Dorf liegt 22 Kilometer nordwestlich von Elbląg(Elbing) und 30 Kilometer südöstlich von Danzig. Die Kreisstadt Nowy Dwór Gdański(Tiegenhof) liegt sieben Kilometer südlich, Stegna(Steegen) acht Kilometer nördlich. Nachbarorte sind Rybina (Fischerbabke) im Nordwesten, Chełmek (Holm) im Norden, Chełmek-Osada im Osten, Stobiec (Stobbendorf) im Südosten, Żelichowo (Petershagen) im Süden, Nowotna im Südwesten und Świerznica (Kalteherberge) im Westen.
Die Landschaft gehört zum Żuławy Wielkie(Großes Marienburger Werder) im Żuławy Wiślane(Weichsel-Nogat-Delta). Der Ort liegt auf dem Westufer der Tuja(Tiege), die die Ostgrenze der Gemarkung bildet, diese grenzt im Norden an die Szkarpawa(Elbinger Weichsel) und im Westen an die Linawa (Alte Lake). Das Gebiet wird von zahlreichen Gräben durchzogen, an denen vor 1945 zahlreiche Entwässerungsmühlen arbeiteten.
Mit der zweiten Polnischen Teilung wurden Tiegenort und die Scharpau 1793 von Preußenannektiert. Es war das einzige der ehemaligen Danziger Gebiete, das 1807 nicht zur Republik Danzig kam. Auswanderer gründeten 1823 bei Mariupol im Russischen Reich die römisch-katholische Kolonie Tiegenort (Kolonie Nr. 16), heute Antoniwka (Антонівка) in der Ukraine. Am 1. Januar 1874 wurde die Kreisordnung für die Provinz Preußen eingeführt, diese wurde vier Jahre später wieder in die Provinzen Ost- und Westpreußen geteilt. Am 25. April 1874 wurde der Amtsbezirk Nieder-Scharpau aus sechs Landgemeinden gebildet. Vor 1881 erfolgte die Umbenennung in Niedere Scharpau. Die Zahl der Landgemeinden wurde bis 1908 auf zwei verringert. Neben Holm behielt Tiegenort den Status einer Landgemeinde. Die Einwohnerzahl stieg von 376 (in 1885) auf 503 (1905) und 542 (1910) an. Sitz des Amtsgerichts war Tiegenhof.[3] Zu Tiegenort gehörten die WohnplätzeNeuendorf[4] und Krugpfütze (zeitweise Notdurft genannt).[5]
Der Ort gehört seit 1973 zur Landgemeinde Stegna. Die Landgemeinde war von 1954 bis 1972 in Gromadas aufgelöst. Von 1975 bis 1998 war der Powiat aufgelöst und Ort und Gemeinde kamen zur Woiwodschaft Elbing. Zum 1. Januar 1999 kam die Gemeinde zum Powiat Nowodworski der Woiwodschaft Pommern. Die Einwohnerzahl von Tujsk sank von 760 (1998) auf 686 (2002) und 668 (2011).[1]
Die neunklassige Szkoła Podstawowa(Grundschule) in Tujsk hatte 2021 184 Schüler, das dreiklassige Gimnazjum (Mittelschule) 60 Schüler.[1] Die Bibliothek des Dorfs war 2021 mit 6120 Medieneinheiten ausgestattet.[1]