Tinizong-Rona
| Tinizong-Rona | ||||||||
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| Staat: | ||||||||
| Kanton: | ||||||||
| Region: | Albula | |||||||
| Kreis: | Surses | |||||||
| Politische Gemeinde: | Surses | |||||||
| Postleitzahl: | 7453 Tinizong 7454 Rona | |||||||
| frühere BFS-Nr.: | 3541 | |||||||
| Koordinaten: | 766919 / 161435 | |||||||
| Höhe: | 1232 m ü. M. | |||||||
| Fläche: | 54,28 km² | |||||||
| Einwohner: | 307 (31. Dezember 2015) | |||||||
| Einwohnerdichte: | 6 Einw. pro km² | |||||||
| Website: | www.surses.ch | |||||||
Tinizong, Ansicht von Süden | ||||||||
| Karte | ||||||||
| Blasonierung: «Geteilt von Rot und Silber, in Rot zwei gekreuzte brennende silberne Kerzen, überhöht von silberner Mitra mit blauem Besatz, in Silber schwarzes Antoniuskreuz.» | |
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Das Wappen verbindet Bestandteile der Wappen der beiden bisherigen Gemeinden: |
Wappen der früheren Gemeinde Tinizong
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: «In Rot zwei gekreuzte brennende silberne Kerzen, überhöht von silberner Mitra mit blauem Besatz» | |
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Ein Gemeindestempel zeigt die Figur des Heiligen Blasius, des Patrons der Kirche, während für das Wappen sein Attribut gewählt wurde. |
Wappen der früheren Gemeinde Rona
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: «Schrägrechts geteilt von Silber und Schwarz, in Silber ein schwarzer, rot bewehrter springender Steinbock; in Schwarz ein silbernes Antoniuskreuz» | |
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Der Steinbock und die Farben weisen auf den Gotteshausbund hin, das Antoniuskreuz auf den Patron der Pfarrkirche. |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||
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| Jahr | 1850 | 1900 | 1950 | 1980 | 1990 | 2000 | 2005 | 2014 |
| Einwohner | 413 | 408 | 409 | 332 | 339 | 369 | 353 | 320 |
Sprachen
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Die Bevölkerung bestand bis zum Ersten Weltkrieg beinahe gänzlich aus Rätoromanen. 1880 waren es 94 %, 1910 sogar 96 % (Tinizong 96 %, Rona 98 %). Danach sank der Anteil der Rätoromanen bis 1941 nur auf 91 %. Bis 1970 erfolgte ein erster Einbruch der einheimischen Sprache. In Tinizong war der Anteil auf 80 %, in Rona auf 84 % gefallen. Seither erfolgt wegen Abwanderung und Sprachwechsel von Einheimischen ein massiver Rückgang der Rätoromanen (1970 330, 2000 185 Personen). Gleichzeitig wird das Deutsche immer stärker. Dies zeigt auch folgende Tabelle:
| Sprachen in Tinizong-Rona | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 57 | 17,17 % | 95 | 28,02 % | 143 | 38,75 % |
| Rätoromanisch | 264 | 79,52 % | 227 | 66,96 % | 185 | 50,14 % |
| Italienisch | 7 | 2,11 % | 6 | 1,77 % | 12 | 3,25 % |
| Einwohner | 332 | 100 % | 339 | 100 % | 369 | 100 % |
Amtssprache ist das surmeirische Idiom des Rätoromanischen.
Herkunft und Nationalität
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den Ende 2005 353 Bewohnern waren 301 (= 85 %) Schweizer Staatsangehörige.
Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Landwirtschaft waren 41 Personen tätig, im produzierenden Gewerbe 56 und im Dienstleistungssektor 18. An der Julia nahe dem Dorf Tinizong liegt ein Wasserkraftwerk des Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ). Im Jahre 2004 lieferte das im Lai da Marmorera gestaute Wasser 192.4 Gigawattstunden elektrische Energie. Obwohl die Gemeinde inmitten der Fremdenverkehrsregion Savognin-Bivio liegt, fehlen eigentliche touristische Einrichtungen, abgesehen von zwei kleineren Hotels und einer in den 1980er-Jahren errichteten Ferienhaussiedlung.
Tinizong und Rona liegen an der Hauptstrasse 3 und werden durch die Postautolinie Chur – Lenzerheide – Savognin – Bivio erschlossen. Einzelne Kurse verkehren bis St. Moritz.
Sehenswürdigkeiten
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- Katholische Pfarrkirche Son Plasch in Tinizong. Nachdem eine gotische Vorgängerkirche beim Dorfbrand 1610 beschädigt worden war, entstand der heutige Barockbau bis 1663 unter der Leitung des Baumeisters Paolo Torello aus Carona im Tessin. Stuckaturen und Deckenbilder im Chor aus der Bauzeit. Spätgotischer Flügelaltar aus Süddeutschland, signiert von Maler Jörg Kändel aus Biberach, 1512.[2]
- Katholische Pfarrkirche Son Antieni in Rona, äusserlich schlichter Bau von 1663, Hochaltar um 1760. Die barocke Orgel, 1677 in Trient gebaut, stand früher im Kloster Müstair und kam 1884 nach Rona.[3]
- Gemeindehaus, 2000, Architekt: Pablo Horváth[4]
- Vorindustrielle Gewerbeanlage[5]
- Mehrere Abschnitte des historischen Passwegs:
- zwischen Tinizong und Rona im Wald Gionda,
- südlich Rona am rechtsseitigen Hangfuss, mit Radspuren vermutlich aus römischer Zeit.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.
- Tinizong-Rona. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 9. Dezember 2016.
- Gion Peder Thöni: Tinizong. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 19. Dezember 2016.
- Gion Peder Thöni: Rona. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 9. Dezember 2016.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde Surses
- Tinizong-Rona auf der Plattform ETHorama
- Die Mangangruben von Falotta und Parsettens
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Spektakuläre Fossil-Funde in der Schweiz. SWI swissinfo.ch, 10. Oktober 2007, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Katholische Pfarrkirche St. Blasius
- ↑ Katholische Pfarrkirche
- ↑ Gemeindehaus
- ↑ Vorindustrielle Gewerbeanlage





