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Timur Husein

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Timur Husein (* 1980 in West-Berlin) ist ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Husein war zwischen 2023 und 2026 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

Timur Huseins Vater stammt aus der Türkei und seine Mutter aus Kroatien.[1] Husein legte 2000 das Abitur am Leibniz-Gymnasium in Berlin-Kreuzberg ab. Anschließend leistete er von 2000 bis 2001 Wehrdienst beim Jägerbataillon 1 Berlin.[1] Ab 2001 studierte er Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2006 legte er das erste juristische Staatsexamen ab. Von 2007 bis 2009 absolvierte er das Rechtsreferendariat beim Kammergericht. 2009 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab. Seit 2009 ist er als selbständiger Rechtsanwalt tätig. Von 2011 bis zu seinem Einzug ins Abgeordnetenhaus 2023 war er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

Husein ist Mitglied der CDU. Er war von 2001 bis 2011 Kreisvorsitzender der Jungen Union im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, von 2010 bis 2012 Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Oranienplatz und von 2010 bis 2012 Beisitzer im Bundesvorstand der Jungen Union. Er ist seit 2013 Ortsvorsitzender der CDU Kreuzberg und seit 2019 Kreisvorsitzender der CDU im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Husein trat bei der Bundestagswahl 2017 im Bundestagswahlkreis Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost an, verpasste jedoch den Einzug in den Bundestag. Zudem trat er bei der Abgeordnetenhauswahl 2011 im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 2 sowie bei den Abgeordnetenhauswahlen 2016, 2021 und 2023 im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 an. Nachdem er bei den Wahlen 2011, 2016 und 2021 den Einzug ins Berliner Landesparlament verpasst hatte, zog er 2023 über die Bezirksliste ins Abgeordnetenhaus ein.

Bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 kandidierte Husein wie bereits 2011 im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 2. Er erreichte 7,5 % der Erststimmen und unterlag damit als Viertplatzierter dem Wahlkreisgewinner Michael Efler (37,1 %) von Die Linke.[2] Damit verlor Husein sein Mandat.[3]

Kritik und Kontroversen

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Im November 2025 kritisierten der Landesrat deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg sowie andere Politiker, dass Husein den Begriff Zigeuner in einem Posting in sozialen Netzwerken genutzt hatte.[4]

In einem Interview mit dem Tagesspiegel bezeichnete er nur Familien mit einem Vater und einer Mutter als „richtige Familie“.[5] Außerdem sprach sich Husein gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland aus. Er „sehe keine Notwendigkeit, dieses Institut zu öffnen für homosexuelle Paare.“[6]

Transfeindlichkeit

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Im August 2023 reagierte Husein auf einen Social-Media-Beitrag, in dem es hieß, dass Transfrauen Frauen seien, mit „NEIN. Frauen sind Frauen, Männer sind Männer. Euer (SPD/GRÜNE/FDP/LINKE) #Selbstbestimmungsgesetz kann die Biologie NICHT ändern.“ Für diese Äußerung wurde Husein auch innerhalb seiner eigenen Partei scharf kritisiert, unter anderem von der queerpolitischen Sprecherin der Unions-Fraktion.[7][8]

Fördergeldaffäre

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Im Jahr 2025 wurde deutlich, dass sich die von der CDU geführte Regierung in Berlin nicht an die geltenden Vorschriften hinsichtlich der Vergabe von Fördermitteln zur Bekämpfung des Antisemitismus gehalten hat. Nach Recherchen des Tagesspiegel und der taz hat Husein unter anderem Druck auf Staatssekretär Oliver Friedrici ausgeübt, um die Förderung eines Vereins einzustellen, der der Politik der CDU kritisch gegenüberstand.[9][10]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Ulrich Zawatka-Gerlach: Berlin: Ein Deutscher unter Türken: Timur Husein macht in Kreuzberg Wahlkampf für die Union – er ist Vorsitzender der bezirklichen CDU-Jugendorganisation. In: tagesspiegel.de. 9. September 2002, abgerufen am 13. Oktober 2025.
  2. ↑ Ergebnisse Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September 2026 in 0202 - Friedrichshain-Kreuzberg 2. Abgerufen am 27. September 2026.
  3. ↑ Gewählte Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September 2026 in Berlin. Abgerufen am 27. September 2026.
  4. ↑ Robert Kiesel, Simon Röhricht: Wegen „Zigeuner“-Post: Berliner Landesrat der Sinti und Roma verurteilt Wortwahl von CDU-Abgeordnetem. In: Tagesspiegel. 12. November 2025, abgerufen am 13. November 2025.
  5. ↑ Berlin: Ein Deutscher unter Türken. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 19. Juni 2026]).
  6. ↑ deutschlandfunkkultur.de: CDU in Berlin - "Ehe für alle" ist keine Generationenfrage. 15. Juni 2015, abgerufen am 19. Juni 2026.
  7. ↑ Stefan Peter: Streit bei Schwarz-Rot wegen Kritik an Trans-Gesetz. 24. August 2023, abgerufen am 19. Juni 2026.
  8. ↑ Dennis Klein: Kritik an Kai Wegner: "Diese Politik der Ankündigungen reicht einfach nicht aus!" Abgerufen am 19. Juni 2026.
  9. ↑ Erik Peter: CDU-Fördergeldaffäre: Timur und sein Trupp. In: Die Tageszeitung: taz. 19. November 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. Juni 2026]).
  10. ↑ Fördergeldaffäre und rassistische Äußerungen: Kreuzberger Grüne fordern Rücktritt des CDU-Abgeordneten Husein. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 19. Juni 2026]).