The Congos
| The Congos | |
|---|---|
The Congos 2006 | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Kingston, Jamaika |
| Genre(s) | Roots-Reggae, Dub |
| Aktive Jahre | seit 1975 |
| Aktuelle Besetzung | |
| Roydel Johnson | |
| Cedric Myton | |
| Watty Burnett (ab 1979) | |
| Kenroy Fyffe (ab 2006) | |
The Congos sind eine Reggae-Band aus Jamaika, die seit Mitte der 1970er Jahre bis in die Gegenwart unregelmäßig aktiv ist. Die größte Bekanntheit erlangten sie durch ihr Debütalbum Heart of the Congos, das sie mit Dub-Pionier Lee „Scratch“ Perry aufnahmen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Den Kern der Congos bilden „Ashanti“ Roy Johnson (Tenor) (geb. Roydel Johnson, 1947, Hanover) und Cedric Myton (Falsetto) (geb. 1947, Saint Catherine) sowie Watty Burnett (Bariton) (geb. Anfang der 1950er, Port Antonio), der Ende der 1970er Jahre hinzustieß.[1][2] Myton war vorher (in den späten 1960er Jahren) Mitglied von The Tartans (zusammen mit Prince Lincoln Thompson, Devon Russell und Lindburgh Lewis), und der Gruppe von Ras Michael. Außerdem hatte er mit Thompsons Royal Rasses Mitte der 1970er Jahre Aufnahmen gemacht.[3][4] Er gründete The Congos, anfangs als Duo mit Johnson, das die Single At the Feast für Lee „Scratch“ Perry aufnahm.[1] Perry erweiterte die Gruppe mit Burnett zu einem Trio, das 1977 das klassische Roots-Reggae-Album Heart of the Congos in Perry’s Black-Ark-Studio aufnahm.[1] Auf dem Album kamen illustre Hintergrundsänger vor, wie z. B. Gregory Isaacs, The Meditations und Barry Llewellyn and Earl Morgan von den The Heptones.[4] Das Album wurde beschrieben als „das durchweg brillanteste Album in Scratchs ganzer Karriere“.[5]
Perrys vorangegangene Produktionen von Max Romeo und Junior Murvin sind dank eines Deals mit Island Records große kommerzielle Erfolge geworden. Perry aber hatte zu der Zeit, in der das Congos-Album fertig wurde, Auseinandersetzungen mit Island, weshalb es auf seinem eigenen Black-Art-Label veröffentlicht wurde, was den Erfolg in Übersee begrenzte und einen Bruch mit der Gruppe auslöste.[1] The Congos gingen ihre eigenen Wege und organisierten selbst eine limitierte Pressung des Albums. Das englische Label Go Feet Records gab das Album letztendlich 1980 wieder heraus obwohl die Gruppe seit dem Bruch mit Perry neues Material aufgenommen hatte. Heart of the Congos stellte sich als schwer zu überbieten heraus und ihre anderen Releases waren folglich weniger erfolgreich. Alben wie Congo Ashanti waren karger und klangen gewöhnlich im Vergleich zu Perrys massiven Produktionen.
Burnett verließ die Gruppe, bald gefolgt von Johnson, der eine Solo-Karriere begann. Myton nahm mit verschiedenen anderen Musikern bis Mitte der 1980er Jahre weiter als „The Congos“ auf.
Mitte der 1990er formierten sich The Congos erneut mit Myton und Burnett, begleitet von Lindburgh Lewis. Mehrere Alben folgten in den anschließenden Jahren.[1] 2005 nahm Myton Give Them the Rights auf – mit einer Menge mitwirkender Sänger und berühmten Musikern wie Sly and Robbie und Earl „Chinna“ Smith und sehr im Stile der spirituellen 70er-Jahre Wurzeln.
Das britische Reggae-Revival-Label Blood and Fire veröffentlichte 2006 das Album Fisherman Style, das eine neu abgemischte Version des Klassikers Fisherman von der LP Heart of the Congos enthält sowie neue Versionen auf dem Originalriddim gespielt von Legenden wie Horace Andy, Big Youth, Dillinger, Prince Jazzbo, Luciano, Freddie McGregor, Gregory Isaacs, Max Romeo, Mykal Rose, Dean Fraser, Sugar Minott und U-Roy.[6][7]
Diskographie (Alben)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heart of the Congos (1977, Black Art)
- Congo Ashanti (1979) Congo Ashanty/CBS
- Image of Africa (1979) Congo Ashanty/Epic/CBS
- Face The Music (1981, Go Feet)
- Best Of Congos vol. 1 (1983) Tafari
- Natty Dread Rise Again (1997) RAS Records
- Revival (1998) VP
- Live at Maritime Hall: San Francisco (2000) 2B1
- Lion Treasure (2001) JDC/M10
- Give Them the Rights (2005, Young Tree Records)
- Fisherman Style (2006, Blood and Fire)
- Cock Mouth Kill Cock (2006) Explorer Music, auch als Feast (2006) Kingston Sounds herausgegeben
- Swinging Bridge (2006, Mediacom/Nocturne)
- Heart of the Congos (2008) VP Records (Wiederauflage mit Bonusmaterial)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Congos bei AllMusic (englisch)
- The Congos bei Discogs
- The Congos bei Roots Archives (englisch)
Musikbeispiele
- The Congos: At the Feast (of the Passover) auf YouTube
- The Congos: Don’t Blame It On I auf YouTube
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Colin Larkin: The Virgin Encyclopedia of Reggae. Virgin Books, 1998, ISBN 0-7535-0242-9 (englisch).
- ↑ Peter I: Open the Gate and Let I Man Free - An interview with Watty Burnett. reggae-vibes.com, Januar 2003, archiviert vom am 19. Januar 2008; abgerufen am 8. Januar 2008 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ David Katz: Solid Foundation - An Oral History of Reggae. Bloomsbury, 2003, ISBN 0-7475-6847-2 (englisch).
- 1 2 Steve Barrow, Dalton, Peter: Reggae: 100 Essential CDs - The Rough Guide. Rough Guides, 1999, ISBN 1-85828-567-4 (englisch).
- ↑ Steve Barrow, Dalton, Peter: Reggae: The Rough Guide. Rough Guides, 1997, ISBN 1-85828-247-0 (englisch).
- ↑ Jacob Arnold: The Congos: Fisherman Style review. gridface.com, April 2006, archiviert vom am 22. Juni 2011; abgerufen am 31. Dezember 2007 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Various Artists: Fisherman Style. Roots Archives, archiviert vom am 17. Oktober 2007; abgerufen am 31. Dezember 2007 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.