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Tesla Dojo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
„Training Tile“ (ExaPOD) des Tesla Dojo im offenen Gehäuse (2023)
Schematischer Aufbau der Tesla-Dojo-Architektur von D1-Prozessor bis zur Integration auf einem ExaPOD
Mikroarchitektur eines Knotens beim D1-Chip

Tesla Dojo (eigenschreibweise DOJO[1]) war ein KI-optimiertes Chipsystem[2], entworfen und gebaut von dem US-amerikanischen Unternehmen Tesla. Das Zusatzgerät bzw. -system im Sinne eines „KI-Beschleunigers“ stellte die Rechenkapazitäten für eine moderne Automobilelektronik für autonome Fahrzeuge.

Der Name ist angelehnt an einen japanischen Trainingsraum im Kampfsport, einem Dōjō.

Der im Juli 2023 konstruierte Dojo sollte das Maschinelle Lernen (ML) und das Trainieren der künstlichen neuronalen Netze (KNN) bei Teslas Fahrerassistenzsystem Full Self-Driving (FSD) verbessern. Letzteres ist auch bekannt als Tesla Autopilot.[1] Das Ziel von Dojo war es, die Millionen von Terabyte an Videodaten, die aus den realen Fahrsituationen von den fast fünf Millionen Tesla-Autos stammen und die deren Kameras ständig erfassen, effizient zu verarbeiten.

Im August 2025 gab Tesla die Einstellung des Projektes bekannt.[3] Das Unternehmen will künftig stattdessen auf Zulieferer wie Nvidia, Advanced Micro Devices (AMD) oder Samsung setzen. Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, wie beispielsweise der Teamleiter Peter Bannon, verließen das Unternehmen.[4][5]

Der von Tesla selbstentworfene D1-Chip im Dojo ist redundant ausgelegt, eine der Voraussetzungen für das sichere Autonome Fahren.[1] Dojo verwendete die Software-Bibliothek PyTorch für maschinelles Lernen in Python.

Laut eigener Aussage von Tesla sollte Dojo bis Ende 2024 die weltweit größte Rechenleistung besitzen.[6] Nach dem Leiter der Hardwareentwicklung, sollte Dojo mehr als ein Exaflop (eine Million Teraflops bzw. eine Trillion Berechnungen pro Sekunde) an Rechenleistung besitzen. Bis Ende 2024 waren 100 Exaflops geplant.[7][8]

Einige der Tesla Fahrzeuge sind jedoch grundlegend mit der Media Control Unit (MCU)-Motorsteuerung ausgerüstet, einer modernen Systemsteuerung oder Electronic Control Unit (ECU).

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Emil Talpes et al.: The Microarchitecture of DOJO, Tesla’s Exa-Scale Computer. In: IEEE Micro. Band 43, Nr. 3, Mai 2023, ISSN 1937-4143, S. 31–39, doi:10.1109/MM.2023.3258906 (englisch, ieee.org [abgerufen am 13. April 2026]).
  2. Mihrimah Ozkan et al.: Performance, efficiency, and cost analysis of wafer-scale AI accelerators vs. single-chip GPUs. In: Device. Band 3, Nr. 10, Oktober 2025, S. 100834, doi:10.1016/j.device.2025.100834 (englisch, elsevier.com [abgerufen am 14. April 2026]).
  3. Malte Kirchner: Tesla stellt hauseigenes KI-Projekt Dojo ein. In: heise.de. 8. August 2025, abgerufen am 11. August 2025.
  4. Edward Ludlow: Tesla stellt hauseigenes KI-Projekt Dojo ein. In: bloomberg.com. 8. August 2025, abgerufen am 11. August 2025: „Tesla löst Dojo-Team auf – Rückschlag für KI-Chip-Pläne Tesla löst dem Vernehmen nach sein Dojo-Supercomputer-Team auf und beendet damit ein zentrales Projekt zur Entwicklung eigener KI-Chips für autonomes Fahren. […] Tesla will künftig auf externe Lieferanten wie Nvidia setzen“
  5. dbl/Reuters: Tesla: Elon Musk löst offenbar Supercomputer-Team Dojo auf. In: manager-magazin.de. 8. August 2025, abgerufen am 11. August 2025.
  6. Patrick Bolli: „Ich glaube nicht, dass es jemals absolute Sicherheit beim autonomen Fahren geben wird“. In: rnd.de. 13. September 2023, abgerufen am 23. Januar 2024.
  7. Brian Wang: Tesla Dojo Supercomputers Will Provide 100 Exaflops in 2024. In: nextbigfuture.com. 21. Juni 2023, abgerufen am 24. Januar 2024.
  8. Angela Göpfert: Was ist der Super-Computer Dojo wirklich wert? In: tagesschau.de. 13. September 2023, abgerufen am 24. Januar 2024.