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T-27

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T-27

Tankette T-27

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2
Länge 2,60 m
Breite 1,85 m
Höhe 1,44 m
Masse 2,7 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 9 mm
Hauptbewaffnung 1 × 7,62-mm-MG DT
Beweglichkeit
Antrieb 4-Zylinder-Benzinmotor GAZ-AA-4
40 PS (29 kW)
Federung Rollenwagenlaufwerk
Geschwindigkeit 40 km/h
Leistung/Gewicht 14,8 PS/t [10,7 kW/t]
Reichweite 110–120 km

Der T-27 war eine in der Sowjetunion für die Mechanisierung der Roten Armee ab 1931 in Lizenz gebaute Tankette.

Nachdem sich im Ersten Weltkrieg die leichten Panzer in ihrer Rolle als Begleit- und Unterstützungsfahrzeug der Infanterie bewährt hatten, wurden in den militärischen Kreisen viele Konzepte für den Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen diskutiert, vor diesem Hintergrund konzeptionierten britische Ingenieure einen leichten gepanzerten Maschinengewehr-Panzer: die Tankette. Dieses leichte Kampffahrzeug sollte in großer Stückzahl eingesetzt die gegnerischen Infanteriestellungen durchbrechen und die gegnerische Infanterie niederkämpfen, um der eigenen Infanterie den Einbruch in die gegnerischen Stellungen zu ermöglichen.

Erste Entwürfe und Prototypen dieser Fahrzeugklasse entstanden in Großbritannien. Nachdem einsitzige Muster als ungeeignet verworfen wurden (ein Mann war mit der Aufgabenfülle als Fahrer, Schütze und Kommandant überlastet), entstand 1927 ein erfolgreiches zweisitziges Muster, welches nach mehreren Modifikationen und Verbesserungen als Carden-Loyd Tankette Mk. IV bei Vickers-Armstrong in Produktion ging und in zahlreiche Länder exportiert wurde (Polen, Italien, Tschechoslowakei, Frankreich, Japan, Kanada, Ägypten, Belgien). In Frankreich, Italien und Polen verliefen ähnliche Entwicklungen, die aus ihnen resultierenden Muster basieren aber im Wesentlichen alle auf dem britischen Carden-Loyd.

In der Sowjetunion wurde Mitte der 1920er Jahre im Zuge der Überarbeitung der Panzerdoktrin auch die Forderung nach Schaffung eines leichten Aufklärungspanzers laut, der den MS-1 (T-18) im Einsatz unterstützen sollte. Zwischen 1927 und 1930 entstanden verschiedene Entwürfe, zumeist auf Basis des Vorgängermodells T-16. Da diese alle mit verschiedensten Problemen zu kämpfen hatten, wurde entschieden, den britischen Carden-Loyd Tankette Mk.IV nachzubauen.

1930 wurden deshalb 26 Fahrzeuge bei Carden-Loyd gekauft und die Lizenz zur eigenen Fertigung erworben. Die britischen Fahrzeuge erhielten in der Roten Armee die Bezeichnung 25-V (verschiedentlich auch K-25). Die Planungen sahen vor, 1930 insgesamt 290 und danach jährlich 400 Fahrzeuge zu fertigen.

Der sowjetische Konstrukteur N.N. Kosyrew[1] musste den Carden-Loyd-Entwurf jedoch vollständig überarbeiten, um es auf sowjetische Fertigungs- und Einsatznormen anzupassen. So wurde der Panzeraufbau vergrößert, das Getriebe geändert und ein sowjetisches Maschinengewehr eingebaut. Durch diese Veränderungen unterschied sich das Fahrzeug nun deutlich vom britischen Original und wurde ab 1931 mit der neuen Bezeichnung T-27[2] bei Aufklärungseinheiten in Dienst gestellt sowie die Produktion in zwei Werken aufgenommen.

Technische Beschreibung

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Der Grundentwurf des Carden-Loyd Fahrzeug wurde beibehalten und mechanisch möglichst einfach und robust gestaltet. Typisch für ein zu dieser Zeit eingeführtes Fahrzeug war das Fehlen einer Funkanlage im Fahrzeug. Die Kommunikation mehrerer Fahrzeug erfolgte mittels optischem Flaggensignal, was die Einsatzmöglichkeiten stark beschränkte.

Das Fahrzeug war im Betrieb und Einsatz anspruchslos, die schmalen Ketten des britischen Entwurfs waren für die vielen straßenlosen Gegenden mit weichen Untergrund in der Sowjetunion nicht sehr geeignet. Der Raum im Fahrzeug bot wenig Bewegungsfreiheit, so dass nur Soldaten von geringer Körpergröße in diesen Fahrzeugen eingesetzt werden konnten. Der Motor stammte aus sowjetischer Massenproduktion und war ein Lizenzbau des Ford-AA.[1]

Es entstanden 3.328 dieser Fahrzeuge, die auch eine wichtige Rolle bei der Schaffung mechanisierter Einheiten spielten. Die Fertigung erfolgte in zwei Werken.

Das Fahrzeug gehörte zur frühen Ausrüstung der Roten Armee bei dem Aufbau mechanisierter Verbände. Es wurde jedoch schon bald nach Einführung von moderneren und kampfstärkeren Fahrzeugen bei den Kampfeinheiten abgelöst.

Ende der 1930er-Jahre wurden die letzten T-27 bei den Kampfeinheiten ausgemustert. Sie dienten nach Umbauten anschließend aber noch als Fahrschulpanzer oder als Zugmittel für leichte Feldgeschütze.

Ebenso erfolgten verschiedene Versuche zur Erweiterung der taktischen Aufgaben: in kleiner Serie entstanden Ausführungen als Flammenwerfer, als 37-mm-Sturmgeschütz oder als tauchfähiger Panzer; Versuche zur Schaffung eines 76-mm-Sturmgeschützes (unter anderem auch mit rückstoßfreier Kanone) endeten als Fehlschläge, ebenso wie die Ausstattung mit Raketenwerfern an den Seiten des Aufbaus.

Deutsch-Sowjetischer Krieg 1941

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Per 1. Januar 1942 befanden sich immer noch 2.157 T-27 im Bestand, welche zur Unterstützung von Kämpfen bis 1942, unter anderem bei der Schlacht um Moskau, noch im Einsatz standen.

Lufttransportfähigkeit

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1933 erhielten auch Luftlandetruppen T-27, die unter dem Rumpf von Tupolew TB-3-Bombern als Außenlast transportiert wurden.

Panzerkampfwagen T-27 A 737 (r)

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Einzelne erbeutete T-27 wurden von der Wehrmacht unter der Bezeichnung Panzerkampfwagen T 27 A 734 (r) bei Sicherungseinheiten im besetzten Hinterland der Sowjetunion und als Zugmaschinen eingesetzt.[3]

Technische Daten

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Daten[1]
Steigfähigkeit30°
Überschreitfähigkeit1,20 m
Kletterfähigkeit0,50 m
Watfähigkeit0,50 m
Fahrbereich110 km
Bewaffnung1 MG 7,62 mm (DT / 2.500 Patronen)
  • Robert Jackson: Panzer. Modelle aus aller Welt von 1915 bis heute. Parragon Books, Bath 2007, ISBN 978-1-4075-7742-5, S. 39 ff.
  • Victor Schunkow: Die Waffen der Roten Armee - Panzer 1939-1945. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-613-04332-9, S. 1417.
Commons: T-27 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 A. W. Karpenko: Sowjetisch-Russische Panzer. 1905–2003. Hrsg.: Rudi Meier. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2004, ISBN 3-933395-44-5, S. 161 (russisch: Обозрение отечественной бронетанковой техники (1905–1995 гг.). Übersetzt von Rudi Meier).
  2. Modellbau heute: T 27. Dezember 1979, S. 28–32, abgerufen am 5. November 2022.
  3. Alexander Lüdeke: Beutepanzer der Wehrmacht. Großbritannien, Italien, Sowjetunion und USA 1939–45. Motorbuch, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03359-7, S. 48.