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Surwold

Gesichtet
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Wappen Deutschlandkarte
Surwold
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Surwold hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 58′ N,  31′ OKoordinaten: 52° 58′ N,  31′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Nordhümmling
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 55,01 km²
Einwohner: 4331 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26903
Vorwahl: 04965
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 051
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 87
26903 Surwold
Website: www.surwold.de
Bürgermeister: Franz Trentmann (CDU)
Lage der Gemeinde Surwold im Landkreis Emsland
Karte
Karte

Surwold ist eine Gemeinde im äußersten Norden des Landkreises Emsland im westlichen Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Nordhümmling, deren Verwaltungssitz Esterwegen ist.

Die Ortsteile von Surwold liegen im Emsland am Nordrand des Hümmling südlich des Küstenkanals.

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Stadt Papenburg, im Norden die Gemeinde Rhauderfehn im Landkreis Leer, im Osten die Gemeinden Bockhorst, Esterwegen und Breddenberg, im Süden die Gemeinde Börger in der Samtgemeinde Sögel und im Westen die Gemeinden Neubörger, Dörpen und Neulehe in der Samtgemeinde Dörpen.

Gemeindegliederung

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Die Gemeinde Surwold besteht aus den beiden Ortsteilen

  • Börgerwald
  • Börgermoor
Börgerwald

Der südlich gelegene Ortsteil Börgerwald mit rund 1.800 Einwohnern liegt am nördlichen Rande des hügeligen und waldreichen Hümmlings, 5–42 Meter über dem Meeresspiegel. Die Nutzung der Landschaft ist durch die Landwirtschaft geprägt. Bemerkenswert ist die „Serpentine“ der Landesstraße 51 im Bereich der Grundschule, hier wird ein Höhenunterschied von rund 15 m überwunden, die Steigung der Straße beträgt rund 8 %. Bekanntester Höhenzug der Gegend ist der Wattberg mit einer Höhe von 34 m ü. NHN.

Am Segelfluggelände Steinberg bei Surwold hat der Luftsportverein Papenburg am Steinberg seinen Sitz.

Börgermoor

Der nördliche Ortsteil Börgermoor grenzt an die Stadt Papenburg und hat einen Bade- und Angelsee sowie inlineskatergerechte Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen. Bekannt ist die Jugendhilfe Johannesburg, die seit 1914 besteht.

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

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Das Gemeindegebiet von Surwold liegt hydrologisch im Flusssystem der Ems.[2]

Als Fließgewässer ist vor allem der Börgerwaldkanal[3] von Bedeutung, der der Entwässerung dient und eine Verbindung zum regionalen Kanalsystem herstellt. Ergänzt wird dieser durch ein dichtes Netz kleinerer Entwässerungsgräben, die das Gemeindegebiet durchziehen.

Zu den stehenden Gewässern zählen insbesondere der Surwolder See[4], ein künstlich entstandener Baggersee, sowie der kleinere Schneidersee.[5]

Größere Gewässer wie die Ems oder der Küstenkanal verlaufen nicht direkt durch das Gemeindegebiet, befinden sich jedoch in der näheren Umgebung und prägen die hydrologischen Verhältnisse der Region.

Das bedeutendste Moorgebiet innerhalb des Gemeindegebiets ist das Leegmoor, ein rund 450 ha großes Naturschutzgebiet (NSG WE 136)[6]. Es ist Bestandteil eines FFH-Gebiets sowie des EU-VogelschutzgebietsEsterweger Dose[7] und umfasst überwiegend Hochmoor- und Niedermoorbereiche. Das Leegmoor gehört zu einem größeren Moorgebietskomplex (u. a. Leegmoor und Timpemoor), der sich über mehrere Gemeinden erstreckt und eine Fläche von über 1.000 ha erreicht.

Die Moorlandschaften der Region sind durch Entwässerungsmaßnahmen seit dem 20. Jahrhundert stark verändert worden. Im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen werden Teile dieser Flächen wiedervernässt, um typische Hochmoorlebensräume zu erhalten oder wiederherzustellen.[8]

Neben den Mooren existieren weitere Feuchtgebiete in Form von Feuchtwiesen, Grabenstrukturen und kleineren Feuchtbiotopen. Feuchtgebiete stellen Übergangsbereiche zwischen terrestrischen und aquatischen Ökosystemen dar und umfassen unter anderem Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen.

Die Gründung der Siedlung „Börger Wald“ geht auf das Jahr 1879 zurück. 1934 wurden beide Orte, bis dahin Teile der politischen Gemeinde Börger, zu einer selbständigen Gemeinde zusammengefasst. Die neue Gemeinde Surwold erhielt ihren Namen nach der Sage um das König Surbolds Grab, der zufolge der Friesenkönig Suirboldus dort begraben sei. Er sei der Sage nach ein Verbündeter des Sachsenherzogs Widukind gewesen. Beide waren der Überlieferung nach Gegner Karls des Großen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus lag in der Nähe von Börgermoor das KZ Börgermoor, eines der Emslandlager. Bekannt wurde es durch das Lied von den Moorsoldaten.

Bürgermeister der Gemeinde ist Franz Trentmann (CDU).

Der Gemeinderat in Surwold setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Ihm gehören nach der Kommunalwahl am 12. September 2021 drei Parteien an.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Größte Arbeitgeber sind die Unternehmen Husen Stahlhallenbau, Jansen Brandschutz-Tore GmbH & Co. KG, Eko-Dekor (Oberflächenveredelung) sowie die Emsländer Baustoffwerke und die Firma Borchers (Garten- und Landschaftsbau). Eine große Rolle spielen immer noch die Torfabbaubetriebe und Erdenwerke.

Weiterhin ist die Jugendhilfe Johannesburg in Börgermoor zu nennen, wo etwa 300 Mitarbeiter über 600 Jugendliche und junge Erwachsene von der Grundschule bis zur Gesellenprüfung in über 37 Berufen begleiten. Die Einrichtung bietet zudem Wohnmöglichkeiten für die Jugendlichen.

In beiden Ortsteilen gibt es eine katholische Kirche (St. Johannes der Täufer in Börgermoor und St. Josef in Börgerwald), in Börgermoor eine evangelische Kapelle (Zur Gnade Christi) von 1965, die im Oktober 2017 entwidmet wurde.[9] Surwold verfügt über zwei Kindergärten, zwei Grundschulen, eine Hauptschule und eine Realschule. Ärzte, Zahnarzt und Apotheke sind vor Ort. Es gibt in Börgerwald einen Supermarkt, in Börgermoor einen Discounter. Bäckereien, Kfz-Werkstätten und Tankstellen gibt es in beiden Ortsteilen. Alle wichtigen Handwerksbetriebe sind vor Ort, ebenso Banken mit Geldautomaten.

Der Ortsteil Börgermoor wird durch den von Osten nach Westen verlaufenden Küstenkanal getrennt. Es gibt einen Binnenhafen für Güterumschlag und einen Yachthafen mit eigenem Bootsclub.

Eine Reihe von Freizeiteinrichtungen finden sich im Ortsteil Börgerwald: Innerhalb der Freizeitanlage „Erholungsgebiet Surwolds Wald“ findet sich ein Kletterparkour, eine Sommerrodelbahn, ein 3D-Bogenpark samt LaserTag-Areal, eine Minigolfanlage sowie der 34 Meter hohe Aussichtsturm, der einen einmaligen Blick über die Gemeinde Börgerwald ermöglicht. Für die jüngeren Besucher sind ein Kinderspielplatz und der Märchenwald vorhanden, welche ständig um neue Attraktionen erweitert werden. 2011 eröffnete der neue Campingplatz Blankes Glück.

Außerdem gibt es im Ortsteil Börgerwald noch einen Segelflugplatz, einen Modellflugzeugplatz und ein beheiztes Freibad.

  • Werner Kaemling: Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3.
  • Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929.
Commons: Surwold – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. Flussgebietseinheit • Die Ems | De Eems. Abgerufen am 23. April 2026 (deutsch).
  3. Börgerwaldkanal | ALLE ANGELN. Abgerufen am 23. April 2026.
  4. bade-seen.de: Die schönsten Badeseen 2026. Abgerufen am 23. April 2026.
  5. Schneidersee (Surwold) | ALLE ANGELN. Abgerufen am 23. April 2026.
  6. Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz: Naturschutzgebiet "Leegmoor". Land Niedersachsen, abgerufen am 23. April 2026.
  7. Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz: EU-Vogelschutzgebiet V14 Esterweger Dose. Land Niedersachsen, abgerufen am 23. April 2026.
  8. Wiedervernässung abgebauter Schwarztorfflächen im Leegmoor | MoorNet. Abgerufen am 23. April 2026.
  9. Neue Osnabrücker Zeitung vom 2. Oktober 2017, abgerufen am 5. Juli 2018