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Stuart Rossiter

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Portrait

Percival Stuart Bryce Rossiter, meist Stuart Rossiter (* 25. Februar 1923 in Leyton, London; † 19. Dezember 1982 in Redbridge, London), war ein britischer Philatelist, Posthistoriker, Redakteur und Reiseautor. Er war Chefredakteur der Blue Guides, Redakteur von The London Philatelist, Präsident der Society of Postal Historians und Gründer des East Africa Study Circle. Aus seinem Nachlass entstand der Stuart Rossiter Trust, der Forschungs- und Publikationsvorhaben zur Postgeschichte fördert.[1][2]

Leben und berufliche Tätigkeit

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Rossiter besuchte das Framlingham College in Suffolk, das er 1941 verließ. Während des Zweiten Weltkriegs diente er im RAF Fighter Command der Royal Air Force und erreichte den Rang eines Flying Officer. Nach dem Krieg studierte er am King’s College der Universität Cambridge, wo er 1948 den Bachelor of Arts und 1953 den Master of Arts erwarb.[3]

Nach vier Jahren als Assistant Librarian bei der Westminster City Library und den Kent County Libraries wechselte Rossiter 1954 zu den Blue Guides.[3] Dort wurde er Herausgeber der Reihe und arbeitete außerdem als freier Reiseautor. Besonders positiv aufgenommen wurde sein Reiseführer zu Griechenland, was zu seiner Wahl zum Fellow der Royal Geographical Society führte.[3][2] Rossiter schrieb außerdem für die Swimming Times und den Daily Telegraph.[3]

Philatelie und Postgeschichte

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Rossiter war Fellow der Royal Philatelic Society London und der Royal Geographical Society.[2] Ab 1975 leitete Rossiter die Redaktion von The London Philatelist, der Zeitschrift der Royal Philatelic Society London.[2]

Im Jahr 1977 wurde Rossiter Präsident der Society of Postal Historians und war zeitweise Herausgeber ihrer Zeitschrift Postscript.[3][2] Die Society of Postal Historians war 1951 gegründet worden; ihre erste Zeitschrift erschien unter dem Titel A Postscript to the Postal Historian.[4]

Rossiter gründete den East Africa Study Circle, war dessen Vorsitzender und gab über viele Jahre dessen Zeitschrift B.E.A. Bulletin of the East Africa Study Circle heraus.[3][2] Sein hauptsächliches philatelistisches Forschungsgebiet war die Postgeschichte von Britisch-Ostafrika. Dazu veröffentlichte er zahlreiche Beiträge, darunter eine Artikelserie zur Postgeschichte Ugandas in Postal History International.[3][2]

Als Sammler und Posthistoriker stellte Rossiter national und international aus.[3][2] Sein bekanntestes philatelistisches Werk ist The Stamp Atlas, der nach seinem Tod erschien. Das Werk verbindet Geographie, Sozial- und politische Geschichte mit postalischen Informationen und behandelt die Geschichte von Briefmarken ausgebenden Gebieten, Grenzänderungen, Postverwaltungen und postalischen Markierungen.[5]

Stuart Rossiter Trust

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Rossiter starb am 19. Dezember 1982 im Alter von 59 Jahren an Leukämie. Er vermachte sein Vermögen dem später nach ihm benannten Stuart Rossiter Trust; auch seine Mutter vermachte ihr Vermögen später diesem Trust.[2][6]

Der Trust unterstützt Forschung und Publikationen zur Geschichte der schriftlichen Kommunikation über Postsysteme weltweit. Nach eigener Darstellung vergibt er Zuschüsse für Forschungs- und Veröffentlichungsprojekte und fördert insbesondere Arbeiten, die zu öffentlich zugänglichen Publikationen führen.[7] Die Association of British Philatelic Societies bezeichnete den Stuart Rossiter Trust 2024 als gemeinnützigen Trust, der Forschung zur Geschichte der Postdienste und Publikationen in diesem Bereich fördert.[8]

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Stuart Rossiter: The London Quiz Book. Ernest Benn, London 1957.
  • Stuart Rossiter: Greece. Ernest Benn, London / Rand McNally, Chicago 1967.
  • Stuart Rossiter: Blue Guide Greece. W. W. Norton & Company, London 1977, ISBN 0-528-84728-7.
  • Stuart Rossiter: History of the East African Army Postal Service. Proud-Bailey, Heathfield 1986, ISBN 1-872465-55-2.
  • Stuart Rossiter, John Flower: The Stamp Atlas. A Unique Assembly of Geography, Social and Political History, and Postal Information. Macdonald, London / Sydney 1986, ISBN 0-356-10862-7.
  • W. Raife Wellsted, Stuart Rossiter, John Flower: The Stamp Atlas. Facts on File Publications, New York 1986, ISBN 0-8160-1346-2.
  • Percival “Stuart” Bryce Rossiter (G36–41). In: Distinguished OFs. Music, the Arts & Media. The Society of Old Framlinghamians.

Einzelnachweise

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  1. Rossiter, Stuart. In: lobid-gnd. Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 23. Mai 2026.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 About Stuart Rossiter. In: Stuart Rossiter Trust. Abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 Percival “Stuart” Bryce Rossiter (G36–41). In: The Society of Old Framlinghamians (Hrsg.): Distinguished OFs. Music, the Arts & Media. (englisch, oldframlinghamian.com [PDF; abgerufen am 23. Mai 2026]).
  4. About the SPH. In: The Society of Postal Historians. Abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  5. The Stamp Atlas. In: Canadian Book Review Annual Online. Abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  6. Articles about the Stuart Rossiter Trust. In: Stuart Rossiter Trust. Abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  7. Stuart Rossiter Trust. In: Stuart Rossiter Trust. Abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).
  8. Stuart Rossiter Lecture 2024: Postal History – Which is more interesting, the postal aspect or the history aspect? In: Association of British Philatelic Societies. 15. Mai 2024, abgerufen am 23. Mai 2026 (englisch).