Am 18. Dezember 2016 wurde die Ortschaft ein Teil der neu gegründeten Stadtgemeinde Mostyska (Мостиська міська громадаMostyska miska hromada)[1], bis dahin war sie Teil der Landratsgemeinde Lypnyky (Липниківська сільська рада/Lypnykiwska silska rada).
Nach der Einnahme Rotrutheniens durch Polen (definitiv 1359) wurde diese Gebirgsgegend in einer deutschrechtlichen Kolonisation von römisch-katholischen Siedlern besiedelt. Angeblich schon im Jahr 1375 gab es am Ort eine der rund 20 römisch-katholischen Kirchen im Bistum Przemyśl, und zwar die einzige in einem Dorf östlich der heutigen polnisch-ukrainischen Grenze.[3] Die erste Erwähnung des Ortes folgte jedoch erst im Jahr 1396. Im Jahr 1404 entstand die Stadt Mostyska (poln. Mościska) als das städtische Zentrum für die römisch-katholische Bevölkerung in Ortschaften wie Strilezke, Pnikut, Krysowice (Kryssowytschi), Krukienice (Krukenytschi), Mistycze (Mystytschi), Myślatyce (Myschljatytschi) und andere.
Politisch gehörte die Ortschaft zunächst zum Przemyśler Land in der Woiwodschaft Ruthenien der Adelsrepublik Polen-Litauen. Im 15. Jahrhundert tauchten viele Personennamen der Dorfbewohner auf, darunter deutschstämmige.[4]
Im Jahr 1900 hatte die Gemeinde Strzelczyska im Bezirk Mościska 180 Häuser mit 1144 Einwohnern, davon waren alle Polnischsprachige, 1107 waren römisch-katholisch, 29 griechisch-katholisch, 8 jüdischer Religion.[6]
Von 1990 bis 1994 wurde eine neue römisch-katholische Pfarrkirche gebaut. Die Pfarrei umfasst auch Römisch-Katholiken in den Orten Lipniki, Radenice und Czyżowice.[9]
Im Jahr 2001 hatte das Dorf 481 Einwohner, davon 97,71% Polen und 2,29% Ukrainer.[10]
2003 wurde eine neue polnische Schule von der Wspólnota Polska („Polnische Gemeinschaft“) eröffnet. Dank der neuen Kirche und der neuen Schule gilt Strilezke als das wichtige Zentrum für die polnische Bevölkerung um Mostyska, die auf 5000 bis 6000 geschätzt wurde.[11][12][13]
↑Ludwig Patryn (Hrsg.):Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907 (genealogy.net).
↑Główny Urząd Statystyczny:Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Tom XIII. Województwo lwowskie. Warszawa 1924 (polnisch, online[PDF]).
↑Schematyzm Diecezji Przemyskiej Ob[rządku] Łac[inskiego]. Nakładem Kurii Biskupiej Ob. Łac., Przemyśl 1938, S.102 (polnisch, online).
↑Grzegorz Rąkowski:Przewodnik po Ukrainie Zachodniej. Część III. Ziemia Lwowska. Oficyna Wydawnicza „Rewasz“, Pruszków 2007, ISBN 978-83-89188-66-3, S.489,492 (polnisch).