Stedefreund ist der flächenmäßig kleinste Stadtteil der Stadt Herford mit 1410 Einwohnern am 31. Dezember 2015.[1] Stedefreund liegt an der südwestlichen Stadtgrenze.
Stedefreund ist verhältnismäßig dicht besiedelt. Im Osten grenzt es an den Fluss Aa. In einigem Abstand dazu durchqueren die Bahnstrecke Hamm–Minden und eine Bundesstraße den Stadtteil.
Stedefreund grenzt im Norden an den Herforder Stadtteil Diebrock und im Osten an Herford-Elverdissen. Im Süden und Westen liegt der Bielefelder Stadtteil Brake und im Nordwesten Herford-Laar.
Durch Stedefreund verläuft die B 61 von Bielefeld nach Herford. An der westlichen Stadtgrenze verbindet die Stedefreunder Straße Bielefeld-Brake mit den Herforder Stadtteilen Laar und Eickum.
Eine Buslinie verbindet den Stadtteil mit Herford, Bielefeld-Brake und Schildesche (Stadtbahn). Da Stedefreund unmittelbar an Brake grenzt, befindet sich der Bahnhof Brake (b. Bielefeld) in geringer Entfernung. Er wird von der WiehengebirgsbahnBielefeld–Bünde–Osnabrück–Bad Bentheim und der Ravensberger Bahn Bielefeld–Bünde–Rahden bedient.
Zum Namen für den in der Bremer Tatort-Reihe mitspielenden Kriminalbeamten Nils Stedefreund wurde der aus Bielefeld stammende damalige Autor Jochen Greve durch den Herforder Stadtteil angeregt. In einem Interview bei Radio Bremen sagte er: Als es darum ging, dem „Kind“ einen Namen zu geben, fiel mir ziemlich bald „Stedefreund“ ein. Weil er, wie Oliver Mommsen später mal vermutet hat, Inga stets ein Freund ist. Aber in Wahrheit heißt ein kleiner Vorort so an der Straße, an der ich geboren wurde und an der meine Mutter noch heute lebt. Stedefreund ist eben ein kleines bisschen auch ein „Baby“ von mir.[5]
↑Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Herford. Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB). Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh 2011, ISBN 978-3-89534-924-9, S.256. (PDF)
↑Peter Florens Weddigen:Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 1 Das Amt Sparrenberg, S.46 (google.de).
↑Martin Bünermann:Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S.74.