1939 lebten in Sharhorod 1660 Juden und macht drei Viertel der Bevölkerung aus. Am 22. Juli 1941 besetzten deutsche Truppen Scharhorod. Die Soldaten schikanierten Juden und plünderten ihr Eigentum. Juden wurden zur Zahlung von Abgaben verpflichtet und mussten eine Armbinde mit einem Judenstern tragen. Im Herbst 1941 wurde Scharhorod Teil des neugegründeten rumänischen „Gouvernements Transnistrien“. Fünftausend Juden wurden aus Bessarabien und der Bukowina nach Sharhorod deportiert. Im Vergleich zu anderen Ghettos in Transnistrien waren die Lebensverhältnisse trotz Zwangsarbeit erträglich: Es gab eine Bäckerei, eine Suppenküche für Arme sowie eine funktionierende Verwaltung, sogar die große Synagoge wurde wiedereröffnet. Viele der Juden in diesem Ghetto starben an Krankheiten, rund 1450 an einer Typhusepidemie Anfang 1942, oder wurden in Arbeitslager deportiert, sodass 1943 nur noch etwa 3000 Juden lebten.[3][4]
Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Scharhorod (Шаргородська міська громада/Scharhorodska miska hromada), zu dieser zählen auch die 27 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer sowie die 4 Ansiedlungen Lisnytschiwka, Lukaschiwka, Myschiwske und Olichy[5], bis dahin bildete sie zusammen mit dem östlich gelegenen Dorf Poljana die gleichnamige Stadtratsgemeinde Scharhorod (Шаргородська міська рада/Scharhorodska miska rada) im Westen des Rajons Scharhorod.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Schmerynka[6].
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Scharhorod Teil der Gemeinde:
↑Iemima D. Ploscariu:Institutions for survival: The Shargorod ghetto during the Holocaust in Romanian Transnistria. In: Nationalities Papers. Band47, Nr.1, Januar 2019, ISSN0090-5992, S.121–135, doi:10.1017/nps.2018.16 (englisch, cambridge.org[abgerufen am 4.Mai 2025]).