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Sarekat Islam

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Gruppenporträt

Sarekat Islam (Islamische Vereinigung, SI), früher Sarekat Dagang Islam (Islamische Handelsvereinigung, SDI), war eine indonesische Organisation.

Die javanische Genossenschaft aus Händlern wurde von Haji Samanhudi, einem Geschäftsmann in Surakarta, 1905[1] oder 1912[2], je nach Quelle, gegründet. Samanhudis Geschäft war Batik gewidmet, einem Textilverfärbeverfahren. Auf ihrem Höhepunkt hatte die Gruppe mehrere hunderttausende Mitglieder und beeinflusste das Entstehen einer Nationalbewegung in der niederländischen Kolonie Niederländisch-Indien.

Später erfolgte die Umbenennung der im städtischen islamischen Milieu angesiedelten Vereinigung[3] in Sarekat Islam, deren Hauptsitz dann in Surabaya war. Unter anderem spielten H.O.S. Cokroaminoto[2] und Haji Agus Salim, der spätere Außenminister Indonesiens, eine wichtige Rolle in der Genossenschaft. In der Organisation war unter anderem auch Sukarno, der spätere Präsident von 1945 bis 1967. Agus Salim trat der Sarekat Islam im Jahre 1915 bei und vertrat einen moderaten Islam. 1917 geriet die Sarekat Islam unter den Einfluss der marxistischen Ideologie.[4]

Der Machtkampf zwischen den religiösen Führern und den Kommunisten gipfelte 1921 in der Spaltung der Gruppe. Der linke Flügel gründete die „Sarekat Islam Merah“ (Rote Islamische Vereinigung), die später ihren Namen in „Sarekat Rakjat“ (Volksvereinigung) änderte, um als Massenorganisation der PKI zu fungieren. Sarekat Islam verlor daraufhin stark an Relevanz.[5]

Einzelnachweise

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  1. Heryanto, Ariel. 2008. "Questioning the relevance of national awakening today," The Jakarta Post, 21 May 2008. Archiviert in unimelb.edu.au (Memento des Originals vom 21. Juli 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. 1 2 Peter Malcolm Holt, Ann K. S. Lambton, Bernard Lewis: The Cambridge History of Islam. Cambridge University Press, 1977, ISBN 0-521-29137-2, S. 191–192 (englisch).
  3. Peter Heine: Das südostasiatische Beispiel: Indonesien. In: Peter Heine: Terror in Allahs Namen. Extremistische Kräfte im Islam. Herder, Freiburg 2001, ISBN 3-451-05240-7, S. 67–73, hier: S. 71 f.
  4. Vgl. Bahtiar Effendy: Islam and the State in Indonesia. Singapur 2003. S. 17.
  5. Sarekat Islām | Indonesian nationalism, Islamic reform, Pan-Islamism | Britannica. In: Encyclopedia Britannica. (britannica.com [abgerufen am 31. März 2026]).