Sarah Voss ist Botschafterin der Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die sich für frühe Suchtvorbeugung bei Kindern starkmacht. Die Mitmach-Initiative und die BZgA haben zusammen mit der Turnerin ein „Bewegungs-ABC“ umgesetzt – eine fünfteilige Videoreihe mit dem Ziel, Kinder in Bewegung zu bringen.[5]
Mediale Aufmerksamkeit erregte ihre Entscheidung, bei den Turn-Europameisterschaften 2021 in Basel in der Qualifikation statt eines kurzen beinfreien Anzuges einen Ganzkörperanzug zu tragen. Auch Pauline Schäfer, Elisabeth Seitz und Kim Bui trugen Ganzkörperanzüge im Mehrkampffinale der Europameisterschaft.[6] Voss selbst erklärte das Ziel dieser Aktion damit, anderen und vor allem jüngeren Sportlerinnen zu zeigen, dass auch das Tragen von Ganzkörperanzügen im Turnsport möglich sei.[7] Es gehe darum, dass das eigene Wohlbefinden beim Turnen nicht geopfert werden müsse.[7] Für dieses starke „Zeichen gegen die Sexualisierung im Sport“ erhielt sie 2021 den Fair Play Preis des Deutschen Sports in der Kategorie „Sonderpreis“.[8][9]
Im Training arbeitete sie viel mit Mentaltraining.[4] Ihr Lieblingsgerät war der Schwebebalken.[4]
Sarah Voss turnte ab 2015 bei den Seniorinnen und gab ihr internationales Debüt bei der „Toyota International Gymnastics Competition“ in Toyota, Japan, in demselben Jahr.[10]
Im August 2022 nahm Voss an den Europameisterschaften in München teil, wo sie dazu beitrug, dass sich Deutschland auf Platz vier für das Mannschaftsfinale qualifizierte. Im Finale gewann das deutsche Team mit Voss, Pauline Schäfer, Kim Bui, Emma Malewski und Elisabeth Seitz die Bronzemedaille hinter Italien und Großbritannien – die erste deutsche Teammedaille in der Geschichte der Europameisterschaft.[12] Im Einzelmehrkampffinale wurde Voss 16.[13]
Voss erreichte bei den Europameisterschaften 2023 Platz 20 im Mehrkampffinale,[14] das deutsche Team erreichte bei diesen Europameisterschaften Platz neun.[15] Bei den Weltmeisterschaften 2023 in Antwerpen erreichte Voss bei der Bodenübung die höchste Punktzahl einer Athletin aus einer Nation ohne Qualifikation für den Teammehrkampf bei den Olympischen Spielen 2024, wodurch sie sich für einen individuellen Platz für Paris 2024 qualifizierte.[16][17] Im Einzel-Mehrkampffinale erreichte sie bei diesen Weltmeisterschaften Platz 22.[18]