Sam Anning

Sam Anning (* um 1983) ist ein australischer Jazzmusiker (Kontrabass, Komposition), der seit 2026 Mitglied der WDR Big Band ist.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anning wuchs in Fremantle bei Perth in Westaustralien auf.[1] Nachdem er im väterlichen Plattenschrank Oscar Petersons Album We Get Requests entdeckte, war er fasziniert von Ray Browns Bassspiel auf diesem Album und begann Kontrabass zu lernen. Er studierte an der West Australian Academy of Performing Arts. Nach seinem Bachelor zog er nach Victoria, wo er mit Musikern wie Joe Chindamo, Aaron Choulai, Paul Grabowsky, Jamie Oehlers, Allan Browne[2] und Dale Barlow auftrat.
Nach einem Stipendium für die Manhattan School of Music und seinem Master-Abschluss dort blieb Anning weiter in New York City, wo er zu einem gefragten Bassisten wurde. Er trat mit Musikern wie Joe Lovano, Kenny Werner, Ari Hoenig, George Garzone, Gilad Hekselman, Greg Osby, Sheila Jordan und Charlie Haden auf,[1] gehörte aber auch zu den Combos von Cyrille Aimée, Florian Hoefner, Miho Hazama, Marta Sanchez und Timo Vollbrecht, mit denen zudem Alben entstanden. Er tourte in Nordamerika und international und spielte unter anderem auf den Jazzfestivals in Montreal, Vancouver, Detroit, Vienne, Kopenhagen, Port-au-Prince und Panama.
2015 kehrte Anning nach Melbourne zurück, wo er bald zu den prägenden Personen des australischen Jazz zählte und mit Barney McAll, Andrea Keller, Aaron Choulai sowie mit Gretchen Parlato, Archie Roach, Paul Grabowsky und Jamie Oehlers auftrat. Er leitete sein eigenes Quintett und Sextett[2] und legte weitere eigene Alben vor. Seit Februar 2026 gehört er zur WDR Big Band[3] und lebt in Köln.
Preise und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anning gewann 2008 den Bell Award in der Kategorie „Young Jazz Musician of the Year“, 2010 in der Kategorie „Classical Jazz Album of the Year“ (für Homage) und 2019 in der Kategorie „Best Australian Instrumental Jazz Album of the Year“ (für Across a Field as Vast as One). 2015 erhielt er den australischen National Jazz Award.[4]
Diskographische Hinweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sam Anning Quintet featuring Graeme Lyall: Re-Turning Point (2006)
- Sam Anning, Allan Browne, Marc Hannaford: Homage (2009)
- Dinesen, Anning, Jayaweera: We Three See (2016)
- Across a Field As Vast As One (2018)[1][5]
- Kristin Berardi & Sam Anning: Our Songs, Not Songs (2019)
- Oaatchapai (2021)
- Andrea Keller, Shannon Barnett, Sam Anning: Between Panic & Peace (2022)
- Earthen (2024)[6]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Admin: Sam Anning, Across A Field As Vast As One. In: The Jazz Word. 10. Juli 2018, abgerufen am 16. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 Sam Anning on the Sam Anning Sextet, Allan Browne, and performing labours of love. In: beat.com.au. 24. Mai 2018, abgerufen am 6. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Sam Anning. In: WDR. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Bass. In: Hochschule für Musik, Medien und Theater Hannover. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Ferdinand Dupuis-Panther: Sam Anning Across a Field As Vast As One. In: jazzhalo.be. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ Jerome Wilson: Sam Anning: Earthen. In: All About Jazz. 3. Juli 2024, abgerufen am 16. Mai 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Anning, Sam |
| KURZBESCHREIBUNG | australischer Jazzmusiker (Kontrabass, Komposition) |
| GEBURTSDATUM | um 1983 |