Graeme Lyall
Graeme William Lyall (* 25. Januar 1942 in Melbourne) ist ein australischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Saxophone, Komposition, Arrangement).
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Graeme begann seine Musiker-Karriere mit 17 Jahren im Palais Ballroom und im Nachtclub The Embers in Melbourne. Mit 19 zog er nach Sydney, wo er am New South Wales State Conservatorium of Music studierte. 22-jährig wurde er als Studiomusiker und Arrangeur beim TCN 9 Orchestra engagiert.[1]
1971 kehrte Graeme nach Melbourne zurück und nahm eine Stelle als Komponist, Arrangeur und Musikproduzent bei den Armstrong Studios an. Drei Jahre lang war er Mitglied der ABC Melbourne Showband und wurde 1977 Musikdirektor bei GTV-9 Melbourne. Mitte der 1980er-Jahre gab Graeme seine feste Anstellung beim Fernsehen auf, um sich dem Unterrichten zu widmen. Er kehrte für besondere Anlässe wie die Grand Finals der Australian Football League und National Rugby League, Carols by Candlelight und die Logie Awards zum Fernsehen zurück und übernahm 1991 schließlich hauptberuflich die musikalische Leitung von „Hey Hey it's Saturday“.[1]
Daneben leitete Graeme ein eigenes Quartett, mit dem 1969 ein gleichnamiges Album entstand; 1992 legte er mit größerer Besetzung unter eigenem Namen das Album Feel So Good vor. Er ist auch auf Alben von John Sangster (1974), Tony Gould (1984, 1998), Judy Bailey (1992)[2] und Sam Anning (2006) zu hören.
Ab 1992 unterrichtete Graeme am Sydney Conservatorium of Music, am Victorian College of the Arts und an der West Australian Academy of Performing Arts. Neben seiner Tätigkeit als Musiker, Komponist, Arrangeur und Dozent war er künstlerischer Leiter des West Australian Youth Jazz Orchestra und musikalischer Leiter des 50-köpfigen Komponistenensembles WAYJO. Seit 2008 ist er zudem als Artist in Residence am Tenison Woods College in Mount Gambier, Südaustralien, tätig, wo er an der Generations in Jazz Academy Jazz-Interpretation unterrichtet.[1]
Preise und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während seiner Zeit in Melbourne gewann Graeme viermal den Preis für das beste Arrangement beim Yamaha International Song Festival und den Preis der Australian Writers and Art Directors Guild für die beste Musik in einem Fernsehwerbespot.[1] Am 26. Januar 2003 wurde er für seine Aktivitäten als künstlerischer Leiter des Western Australian Youth Jazz Orchestra, mit eigenen Gruppen und als Interpret zum Mitglied des Order of Australia ernannt.[3]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Graeme Lyall. In: move.com. Abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Jeff Pressing, John Whiteoak, Adrian Jackson: Lyall, Graeme (William). In: Grove Music Online. 2001.
- ↑ Gayle Cargill: Graeme Lyall: An Order of Australia for Services to Music. (PDF) In: Jazz in Australia. Januar 2003, abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lyall, Graeme |
| ALTERNATIVNAMEN | Lyall, Graeme William |
| KURZBESCHREIBUNG | australischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Saxophon, Komposition, Arrangement) |
| GEBURTSDATUM | 25. Januar 1942 |
| GEBURTSORT | Melbourne |