Die SES S.A. (bis 2007 SES Global)[2] ist ein international tätiger kommerzieller Satellitenbetreiber, der weltweit Video- und Datenverbindungen an Rundfunk-, Content- und Internetanbieter, Mobilfunk- und Festnetzbetreiber, Regierungen und Institutionen liefert.[3] Das Unternehmen hat seinen Sitz auf Schloss Betzdorf in Betzdorf, Luxemburg.
SES besitzt und betreibt über 120 Satelliten in zwei verschiedenen Umlaufbahnen: geostationären Umlaufbahnen (GEO) und mittlere Erdumlaufbahn (MEO).[4] Dazu gehören europäische Astra-TV-Satelliten, die O3b- und O3b-mPower-Satelliten, die gesamte Satellitenflotte der ehemaligen Intelsat und andere mit Namen wie AMC, Ciel, NSS, Quelzsat, YahSat und SES.
Das Unternehmen wurde 1985 im Großherzogtum Luxemburg als Société Européenne des Satellites (SES), zu Deutsch Europäische Satellitengesellschaft gegründet. Das Großherzogtum Luxemburg bleibt ein wichtiger Anteilseigner. Im Dezember 1988 startete SES als erster privater Satellitenbetreiber Europas seinen ersten Satelliten Astra 1A auf die Orbitalposition 19,2° Ost.
Mit einer Flotte von 51 geostationären Satelliten erreichte der SES-Konzern im Jahr 2012 nach Eigenangaben 99% der Weltbevölkerung.[5] Im Oktober 2019 betrieb das Unternehmen 40 geostationäre und sieben weitere geosynchrone Satelliten, zuzüglich zwei Dutzend in mittleren Erdumlaufbahnen.[6][7] Zur modernsten Flotte zählen die Satelliten der SES-Serie.
Die SES-Aktien sind laut Statut fest im Verhältnis 2:1 aufgeteilt, das heißt in 66,7% A- und 33,3% B-Aktien. Pro Aktie besteht ein Stimmrecht, die B-Aktien besitzen aber nur 40% wirtschaftliches Recht. Die nicht börsengehandelten B-Aktien befinden sich in der Hand des Großherzogtums Luxemburg (11,58% der Stimmrechte) bzw. der zwei vollständig in dessen Besitz befindlichen Kreditinstitute Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat (BCEE, 10,88%) und Société Nationale de Crédit et d’Investissement (SNCI, 10,88%). Die A-Aktien bestehen fast vollständig aus frei börsengehandelten, treuhänderisch bei der BCEE verwahrten Hinterlegungsscheinen (Fiduciary Depositary Receipts, FDR), die im Unterschied zu den restlichen 0,8% registrierten A-Aktien nicht zur Teilnahme an Hauptversammlungen berechtigen.[9]
↑Annette Duschinger:Verteidigung aus dem Weltraum.In:Lëtzebuerger Journal.Editions Lëtzebuerger Journal,16.Februar 2015,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am2.April 2015;abgerufen am 4.Januar 2016.