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Röllfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ortszentrum von Röllfeld, Blick vom Trennfurter Berg
Nördlicher Teil von Röllfeld, Blick vom Trennfurter Berg

Röllfeld ist ein Stadtteil der Stadt Klingenberg am Main im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern.[3]

Der Stadtteil Röllfeld liegt am Main am Rande des Spessarts auf etwa 229 m ü. NHN[4] an der Staatsstraße 2309 zwischen Klingenberg und Großheubach. In Röllfeld mündet der namensgebende Röllbach in den Main. Röllfeld und Klingenberg sind baulich zusammengewachsen.

Die Gemarkungsgrenze verläuft in der Nähe der Hochkreuzkapelle, die aber seit 2005 nicht mehr an dieser Stelle steht. Zur Orientierung kann hier das südliche Ende des Klingenberger Sportplatzes dienen. Seit April 2024 kann dieses Merkmal allerdings auch nur noch bedingt dienen, denn der Fußballplatz ist inzwischen aufgegeben, es entsteht dort über den Sommer ein Einkaufsmarkt und Wohnbebauung.

Inzwischen (Stand 2025/2026) ist der Einkaufsmarkt fertiggestellt und in Betrieb, die geplante Wohnbebauung ist noch in Bau. Der ehemalige Fußballplatz ist ansatzweise noch zu erahnen, denn hinter dem Markt finden sich noch Reste der Bandenwerbung und das frühere Vereinsheim.

Die Gemarkung Röllfeld hat eine Fläche von 9,077 km². Sie ist in 3646 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2489,62 m² haben.[1][5]

Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Röllfeld:[1]

Röllfeld
Koordinaten: 49° 46′ N,  11′ OKoordinaten: 49° 45′ 51″ N,  11′ 6″ O
Höhe: 129 m ü. NHN
Fläche: 9,08 km²[1]
Einwohner: 2049 (1. Jan. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 226 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1976
Postleitzahl: 63911
Vorwahl: 09372
Klingenberg am Main Schmachtenberg
Trennfurt Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Röllbach
Laudenbach Großheubach

Röllfeld wurde in einer Evangelienhandschrift der Abtei Seligenstadt im 10. Jahrhundert als Rochivelt erstmals schriftlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert war Röllfeld im Besitz der Herren von Breuberg. Mit deren Aussterben kam der Ort an die Herren von Eppstein und die Grafen von Wertheim.

Im Jahr 1505 war das Dorf im Besitz des Mainzer Kurstaats. Als Teil des Erzstifts fiel Röllfeld im Reichsdeputationshauptschluss 1806 an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg, das 1814 dem Königreich Bayern zugeschlagen wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Röllfeld.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Obernburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Röllfeld lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Röllfeld war nun eine Gemeinde im Landkreis Obernburg am Main (Kfz-Kennzeichen OBB). Mit Auflösung des Landkreises Obernburg kam Röllfeld 1972 in den neu gebildeten Landkreis Miltenberg (Kfz-Kennzeichen MIL).

Karte

Am 1. Januar 1976 wurde die selbständige Gemeinde Röllfeld nach Klingenberg am Main eingemeindet.

Seit jeher werden die Röllfelder als „Sandhasen“ bezeichnet. In vielen Bereichen des Maintals findet sich ein besonders sandhaltiger Boden. Am südlichen Ortsrand befand sich früher die sog. „Kiesgrube Breunig“ und nach deren Aufgabe fördert heute die Fa. Stix dort Sand in einer Kieswasch- und Siebanlage. Weitere Gemeinden in der Umgebung, wie z. B. Elsenfeld, tragen diesen Ortsnecknamen.

Auf dem heutigen Ortsgebiet liegt der Friedhof und das ehemalige Ortsgebiet der ca. 1630 wegen einer Pest-Epidemie aufgegebenen Ortschaft Grubingen mit der 1778 abgerissenen Kirche St. Michaelis.[6][7][8]

Commons: Röllfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Gemarkung Röllfeld (090446). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 24. März 2026.
  2. Klingenberg a.Main – Rotweinstadt am Untermain. Abgerufen am 27. April 2024.
  3. Stadt Klingenberg a.Main, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 19. März 2025.
  4. Höhenlinienbild auf dem BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise).
  5. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 24. März 2026.
  6. Dieter Michael Feineis: Röllfeld. Kath. Pfarramt Röllfeld, Röllfeld 1980, S. 132 (stadt-klingenberg.de [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 25. Februar 2023]).
  7. Franz Schaub: Spessart-Wanderungen. Süddeutscher Verlag, München 1982, ISBN 3-7991-6165-1, S. 49.
  8. Gudrun Berninger: Grubingen – Dokumentation anläßlich der Restaurierung des alten Friedhofes 1976–1979. Hrsg.: Förderkreis Grubingen. Heinrich Bingemer Buchdruck, Obernburg / Klingenberg 1979.