Rothenfels
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 53′ N, 9° 36′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Main-Spessart | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Marktheidenfeld | |
| Höhe: | 154 m ü. NHN | |
| Fläche: | 12,07 km² | |
| Einwohner: | 948 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 79 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97851 | |
| Vorwahl: | 09393 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 77 181 | |
| Stadtgliederung: | 2 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 34 97851 Rothenfels | |
| Website: | rothenfels.de | |
| Erster Bürgermeister: | Norbert Oestel (Freie Bürger) | |
| Lage der Stadt Rothenfels im Landkreis Main-Spessart | ||

Rothenfels ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. Sie ist nach Einwohnern die zweitkleinste Stadt Bayerns.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rothenfels liegt rechts des Mains zwischen Lohr am Main und Marktheidenfeld. Eingezwängt zwischen dem Fluss und einem Steilhang besteht die Stadt aus wenig mehr als einer Hauptstraße. Der topographisch höchste Punkt der Stadtgemarkung befindet sich mit 508 m ü. NHN am Dreßlingkopf, südlich von Aurora, der niedrigste liegt im Main auf 142 m ü. NHN. Seit 2006 wird der Maindamm, Teil der alten und stillgelegten Bahnstrecke Lohr–Wertheim, als Umgehungsstraße genutzt.
Oberhalb der Stadt befindet sich die Burg Rothenfels, an die sich der Gemeindeteil Bergrothenfels anschließt.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]
- Rothenfels (Hauptort)
- Bergrothenfels (Kirchdorf)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Bergrothenfels und Rothenfels.[4]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Gemeinde Neustadt am Main |
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| Fürstlich Löwensteinscher Park (Gemeindefreies Gebiet) |
Stadt Marktheidenfeld | |||||||||||||||||||||||
| Gemeinde Hafenlohr |
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Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rothenfels ist römisch-katholisch geprägt. Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt in der Kernstadt mit der Filiale St. Josef der Arbeiter im Stadtteil Bergrothenfels gehören zur Pfarreiengemeinschaft St. Laurentius am Spessart im Pastoralen Raum Marktheidenfeld des Dekanats Main-Spessart im Bistum Würzburg.[10] Die protestantischen Christen des Ortes gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Marktheidenfeld[11] im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Lohr am Main des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.[12]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 1996 bis 2014 war Rosemarie Richartz (Stadtrat 96) Bürgermeisterin von Rothenfels. Seit 2014 ist Michael Gram (Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD) neuer Bürgermeister.[13] Er wurde am 15. März 2020 mit 93,4 % der Stimmen für weitere sechs Jahre bestätigt.
Stadtrat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:
| 2002 | 2008 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Stadtrat 96 | 7 | 7 | – |
| Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD | 5 | 5 | 12 |
| Gesamt | 12 | 12 | 12 |
Bei der Stadtratswahl am 15. März 2020 lag nur der Wahlvorschlag Freie Bürger vor, der 99,18 % der Stimmen und damit auch alle zwölf Mandate erhielt.[14]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Gold über silbernen Wellen drei rote Felsen, der mittlere überhöht von dem roten Großbuchstaben R.“[15] | |
Bau- und Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Auf einem Felssporn über der Stadt erhebt sich die Burg Rothenfels. Als ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Würzburg und Aschaffenburg bekannt, hat sich die Burg Rothenfels vor allem, aus der Tradition der katholischen Jugendbewegung „Quickborn“ kommend, als ein christliches Bildungs- und Tagungshaus in freier Trägerschaft einen Namen gemacht. Die Burg ist auch eine Jugendherberge des DJH.
- Rathaus, erbaut 1598/99
- In der Stadt findet man einige sehenswerte Fachwerkhäuser mit Statuen.
- Hauptstraße
- Rathaus
- Rothenfels, Kirche, Innenansicht
- Burg Rothenfels
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gab am 30. Juni 2020 nach der amtlichen Statistik 83 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort und 418 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort. Es gab keine Betriebe im verarbeitenden Gewerbe oder im Bauhauptgewerbe, jedoch gab es 7 Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Gästebetten. Im Jahr 2020 bestanden zudem 8 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 194 ha (Stand 2016), davon waren 156 ha Dauergrünland.[16]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt einen Kindergarten mit insgesamt 38 Kindergartenplätzen und 26 Kindern.[16]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Rothenfels geboren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johannes IV. Beck (1516–1562), Zisterzienserabt
- Oswald Loschert (1704–1785), Prämonstratenserabt
- Wilhelm Hepp (1764–1832), Orgelbauer
- Franz Straub (1889–1977), Polizeibeamter und SS-Führer
- Ludwig Lehner (1907–1997), Missionsarzt in der Mandschurei und Medizinaldirektor in Uffenheim
Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bruno Uhl (1895–1990), Kaufmann
- Pfarrer Karl Mehling (1912–1985), Stadtpfarrer, Erbauer der Kirche in Bergrothenfels
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Rothenfels in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. April 2021.
- ↑ Stadt Rothenfels, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. Dezember 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 30. Januar 2026.
- 1 2 Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 194 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Christine Demel: Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 116.
- ↑ Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern, Gesellschaft für Leprakunde, Münster 1995, abgerufen am 5. Januar 2017 ( des vom 6. Februar 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 514.
- ↑ Stadt Rothenfels. 09 677 181. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. In: Bayerisches Landesamt für Statistik (Hrsg.): Statistik kommunal 2021. Fürth 2022, S. 6 (bayern.de [PDF; abgerufen am 9. Dezember 2025]).
- ↑ Pastoraler Raum Marktheidenfeld: PG Marktheidenfeld, St. Laurentius. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Gemeinde – Ev.-Luth. KG. MAR. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Marktheidenfeld. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ http://www.main-netz.de/nachrichten/region/lohr/lohr-kurz/art3994,2979286
- ↑ Stadtratswahl 2020, abgerufen am 2. Juli 2020
- ↑ Wappen von Rothenfels in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- 1 2 Stadt Rothenfels 09677181 Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. (PDF) In: Statistik kommunal 2019. Bayerisches Landesamt für Statistik, 31. Januar 2022, abgerufen am 26. Juli 2022.

