Rote Bete
| Rote Bete | |
|---|---|
| Synonyme | Rote Beete, Rote Rübe, Rande |
| Art | Beta vulgaris Unterart Beta vulgaris subsp. vulgaris |
| Gruppe | Conditiva-Gruppe |
| Herkunft | Mittelmeerraum |
| pro 100 g essbarem Anteil | |
|---|---|
| physiologischer Brennwert | 175 kJ/41 kcal |
| Wasser | 86,2 g |
| Eiweiß | 1,5 g |
| Fett | 0,1 g |
| Kohlenhydrate | 8,4 g |
| Ballaststoffe | 2,5 g |
| Kalium | 407 mg |
| Eisen | 890 µg |
| Vitamin B1 | 22 µg |
| Vitamin B2 | 42 µg |
| Pantothensäure | 130 µg |
| Vitamin B6 | 5 µg |
| Folsäure | 83 µg |
| Vitamin C | 10 mg |
| Oxalsäure | 181 mg |
Verwendung
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Rote Beete werden gegart als Beilage gereicht oder roh für Salate verwendet. Die Rote Bete ist ein Bestandteil von Labskaus (Norddeutschland, Nordeuropa) und Borschtsch (Osteuropa). Die Blätter können gekocht gleichfalls verzehrt werden. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Gesundheitliche Aspekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen (Calciumoxalat-Steine) neigen, sollten Rote Bete und verwandte Gemüsesorten nur in Maßen genießen, da sie reich an Oxalsäure ist.
Außerdem kann die Rote Bete, die nennenswerte Mengen von Nitraten einlagert, bei falscher Lagerung Nitrite bilden. Die in Frischpresssaft von Roter Bete enthaltenen Nitrate können einen blutdrucksenkenden Effekt insbesondere bei Männern verursachen.[9]
Nach dem Verzehr kann sich der Urin vorübergehend rot und Darmausscheidungen können sich rötlich bis schwarz färben, was völlig harmlos ist.[10]
Kultur
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Rote Bete wird in vielen Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut und ist in Deutschland ein klassisches Wintergemüse. Die Aussaat kann von Mitte April bis Anfang Juli erfolgen. Sortenabhängig sind die Rüben nach drei bis vier Monaten (abhängig vom Termin der Aussaat) ab circa Juli/August erntereif. Die Ernte kann sich bis kurz vor dem Eintritt des ersten Frostes erstrecken. Nach der Ernte kann die Rote Bete noch einige Zeit frostfrei, beispielsweise in einer Miete, gelagert werden.[11][12][13]
Gemüse des Jahres
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) hat Rote Bete zum Gemüse des Jahres 2023/2024 ausgerufen.[14]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Udelgard Körber-Grohne: Nutzpflanzen in Deutschland. Nikol, Hamburg 2001 (Erstausgabe: Theiss, Stuttgart 1995), ISBN 3-933203-40-6.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Wiktionary: Rote Bete („Haupteintrag“) und Rote Beete
- ↑ Duden online: Bete, Beete
- ↑ Duden online: Rahne
- ↑ Wissenschaftliche Namen von Beta vulgaris bei MMPND
- ↑ Pertti Uotila: Chenopodiaceae (pro parte majore). 2011 Beta vulgaris subsp. vulgaris – In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
- ↑ Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde, nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen. 3. Auflage, Thieme, Stuttgart/New York, NY 1985, ISBN 3-13-530403-5, S. 195.
- ↑ Carmen Socaciu (Hrsg.): Food Colorants: Chemical and Functional Properties. CRC Press.
- ↑ S. W. Souci, W. Fachmann, H. Kraut: Lebensmitteltabelle für die Praxis - Der kleine Souci-Fachmann-Kraut. Hrsg.: Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie. 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8047-2679-6, S. 308.
- ↑ L. T. Coles et al.: Effect of beetroot juice on lowering blood pressure in free-living, disease-free adults: a randomized, placebo-controlled trial. In: Nutrition Journal. 17. Dezember 2012.
- ↑ Sabine Sembries et al.: Physiologische Wirkungen von Extraktionssäften aus Äpfeln, Weinbeeren und Roten Beten in vitro und am Menschen. (PDF) In: Deutsche Lebensmittel-Rundschau. August 2006, abgerufen am 18. April 2017.
- ↑ Bodo Frahm: BGJ Agrarwirtschaft. 4. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1980/1991, ISBN 3-8001-1049-0, S. 460.
- ↑ Harry Pötschke: Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch. 8. Auflage, Holzbüttgen 1970, S. 103.
- ↑ Winfried Titze: Frisches Gemüse aus dem Garten. Ulmer, Stuttgart 1987, ISBN 3-8001-6293-8, S. 76 f.
- ↑ Website der VEN, Abruf am 5. Jänner 2023


