Schwyzer Alpen Quelle und Mündung der Rossmatter Chlü
Die Rossmatter Chlü ist ein rund 7 Kilometer langer rechter Zufluss der Klön (dort Chlü genannt) im SchweizerKanton Glarus. Sie durchfliesst das Rossmatter Tal, ein Seitental des Klöntals, im Südwesten der Gemeinde Glarus.
Der längste Quellbach der Rossmatter Chlü entspringt auf etwa 2005mü.M. an der Nordwand des Hinter Gassenstocks. Nach kurzem Lauf nach Nordosten erreicht sie die Zeinenmatt und mündet in das kleine Mattseeli.
Sie verlässt den Bergsee wieder und durchfliesst das Hochtal Zeinen in nordwestlicher Richtung. Bei Ankenloch stürzt sie ins Rossmatter Tal und nimmt zugleich bei der Käsernalp von rechts den Firnbach sowie von links das Wasser aus dem Dräggloch auf. Bei Klönstalden wendet sich der Bach nach Norden und durchquert die Schlucht Siechenloch. Er erreicht Alpeliboden, wo er sich nach Nordosten wendet.
Schliesslich mündet die Rossmatter Chlü im Hinter Klöntal auf 862mü.M. bei Kubliberg in der Flur Steppeli von rechts in die Richisauerchlü, die danach nur noch Chlü genannt wird. An der Mündung ist die Rossmatter Chlü etwas kürzer, besitzt aber ein grösseres Einzugsgebiet sowie einen stärkeren Abfluss.
Das Einzugsgebiet der Rossmatter Chlü erstreckt sich über eine Fläche von 32,62 Quadratkilometer. Es besteht aus 52,7% unproduktiver Fläche, 30,3% landwirtschaftlicher Fläche, 8,9% bestockter Fläche, 7,5% Gletscher und Firne, 0,4% Gewässerfläche sowie 0,1% Siedlungsfläche. Der höchste Punkt liegt auf 2910mü.M. wenig unterhalb des Bächistocks, die durchschnittliche Höhe beträgt 1990mü.M.[2]
Im Westen liegt das Einzugsgebiet der Muota und ihres Zuflusses Starzlen, im Osten grenzt das Linthtal an.
Bei der Mündung der Rossmatter Chlü in die Chlü beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 1,57m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist b-glacio-nival[3], und ihre Abflussvariabilität[4] beträgt 15.
Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Rossmatter Chlü in m³/s[5]
↑Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig:«Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung (HyWa). Jg. 50, Heft 3, 2006, S.116–123, hier Tabelle auf S. 119 (Download[PDF; 3,2MB; abgerufen am 31.August 2020]). Abrufbar unter Gesamtes HyWa Heft 3, 2006.Abgerufen am 30.August 2020
↑Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.