Die Klön (hochdeutsche (und französische/italienische) Bezeichnung; Schwyzer Bezeichnung: Chlön, Glarner Bezeichnung: Chlü) ist ein gut acht Kilometer langer Fluss in den Schweizer Kantonen Schwyz und Glarus, der vom Pragelpass durch das Klöntal fliesst und in den Klöntalersee mündet.
Im Kanton Schwyz wird der Fluss Chlön genannt, im Kanton Glarus Chlü, bei der Bundesverwaltung meist Chlü, manchmal auch Klön. In der Landestopographie-Karte wird im hinteren Klöntal seit 2011 die Bezeichnung Klön geschrieben – auch für die Richisauer Klön, nicht aber für die Rossmatter Chlü. Der Name erscheint in den schriftlichen Aufzeichnungen erstmals im Talnamen Klontel (Klöntal) im Jahr 1468. Möglicherweise leitet er sich von urkeltischen*klouni- für 'Wiese, Weide' ab und bezeichnete ursprünglich das Tal.[3]
Die Klön entspringt auf dem Gebiet des Kantons Schwyz unterhalb des Pragelpasses als Chlön und überquert kurz darauf die Grenze zum Kanton Glarus bei Richisau, wo sie bis zum Zusammenfluss mit der Rossmatter Chlü den Namen Richisauer Chlü annimmt. Gemeinsam fliessen diese beiden als Klön (resp. Chlü) und münden bei Vorauen in den Klöntalersee. Sie verlässt diesen als Löntsch.
Das 53,63 km² grosse Einzugsgebiet der Klön liegt in den Schwyzer Alpen und wird durch sie über den Löntsch, die Linth, die Limmat, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Bei der Mündung der Klön in den Klöntalersee beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 2,48m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist nivo glaciaire[5], und ihre Abflussvariabilität[6] beträgt 17.
Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Klön in m³/s[7]
↑Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig:«Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung (HyWa). Jg. 50, Heft 3, 2006, S.116–123, hier Tabelle auf S. 119 (Download[PDF; 3,2MB; abgerufen am 31.August 2020]). Abrufbar unter Gesamtes HyWa Heft 3, 2006.Abgerufen am 30.August 2020.
↑Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.