Roeser
| Wappen | Karte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Staat: | |||
| Koordinaten: | 49° 32′ N, 6° 9′ O | ||
| Kanton: | Esch an der Alzette | ||
| Einwohner: | 7054 (1. Januar 2025)[1] | ||
| Fläche: | 23,8 km² | ||
| Bevölkerungsdichte: | 296,4 Einw./km² | ||
| Gemeindenummer: | 0211 | ||
| Website: | www.roeser.lu | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister: | Tom Jungen (LSAP) | ||
| Schöffen: | Bettina Ballmann (LSAP) Angelo Lourenço (LSAP) | ||
| Wahlsystem: | Proporzwahl | ||
| Sitzverteilung im Gemeinderat: | |||
| Regierende Fraktion: | LSAP | ||
| Opposition: | CSV, DP, déi gréng | ||
| Partei | Sitze: | Stimmenanteil | Stimmenanteil |
|---|---|---|---|
| Lëtzebeurger Sozialistesch Aarbechterpartei (LSAP) | 7 | 50,21 % | |
| Chrëschtlech-Sozial Vollekspartei (CSV) | 3 | 22,96 % | |
| Demokratesch Partei (DP) | 2 | 14,84 % | |
| Déi Gréng | 1 | 11,99 % |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Peppinger Bauernmuseum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um das Jahr 2000 herum wurde im Genoeserbësch des Peppinger Banns eine große Schlackenhalde aus dem 7. oder 8. Jahrhundert gefunden, die sich als Basis eines Rennofens herausstellte. Die Eisenschmelzanlage wurde nach alten Vorbildern rekonstruiert und in der Waldschmiede des Peppinger Bauernmuseums nachgebaut, die von Mitarbeitern der Universität Münster vollständig ausgegraben worden war. Laut Geschichtsprofessor Norbert Quintus, Kurator des Museums, wurde die Schlacke in ihrer Zusammensetzung analysiert; das Musée de l’histoire du fer fand heraus, dass die damaligen Eisenproduzenten sowohl Minette als auch Reicherz benutzt hatten, das vermutlich aus der Gegend um Düdelingen oder Rümelingen stammte. Da im damals benutzten Rennofen nur Temperaturen von ca. 1100 Grad erzielt wurden, wurde das Eisen als Luppe gewonnen; diese musste nach dem Aufstechen des Ofens in einem sogenannten „Frischofen“ nochmals erhitzt und dann auf einem steinernen Amboss mit dem Hammer bearbeitet werden. Das dabei gewonnene Eisen konnte sodann zu Geräten oder Waffen verarbeitet werden. Ein solcher Versuch mit dem nachgebauten Rennofen wurde erfolgreich von den Geschichtsfreunden aus dem Roeserbann und der Bruderschaft der Hephaistos (Luxemburger Kunstschmiedevereinigung) unternommen.[4]
Weitere Kulturgüter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Michael Overbeck: Die mittelalterliche Eisenhütte aus dem Genoeserbusch bei Peppange (13./14. Jahrhundert). In: musee-rural.lu. 2007.
- Michael Overbeck: Zu den Wurzeln der Eisenindustrie in Luxemburg – Teil I: In Europa einzigartige Windform entdeckt. (pdf, 969 kB) In: Hephaistos. 7/8, 2004, S. 14–16 (wiedergegeben auf der Website der Universität Münster).
- Michael Overbeck: Zu den Wurzeln der Eisenindustrie in Luxemburg – Teil II: Von der Luppe zum Barren. (pdf, 2,24 MB) In: Hephaistos. 9/10, 2004, S. 42–43 (wiedergegeben auf der Website der Universität Münster).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Population by canton and municipality, citizenship and sex. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
- ↑ Auf einmal soll’s auch kleiner gehen. In: Lëtzebuerger Journal. 4. Januar 2012, archiviert vom am 4. August 2012; abgerufen am 2. Juli 2019.
- ↑ Kritikern reicht abgespeckte Version nicht. In: Tageblatt. 4. Januar 2012, abgerufen am 2. Juli 2019.
- ↑ R.: Ein Versuch mit dem Rennofen. In: Tageblatt, 12. Mai 2003.